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Haching mit Defensiv-Problemen: Hagn lobt Charakter

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Mit einem Kraftakt gewinnt die SpVgg Unterhaching nach einer intensiven Trainingswoche die beiden Testspiele des Wochenendes gegen unterklassige Gegner.

Unterhaching – Trotz müder Beine nach dem Trainingslager und intensiven Trainingseinheiten bei sommerlichen Temperaturen hat die SpVgg Unterhaching auch die Testspiele Nummer fünf und sechs für sich entschieden. Einem 5:3 (2:1) am Freitagabend beim Landesligisten TSV Kastl ließen die Hachinger tags drauf in der Oberpfalz ein 3:0 beim Bayernligisten DJK Vilzing folgen. Am Sonntag wurde beim Fanfest im Sportpark gefeiert.

Die Testspielerfolge musste sich der Drittliga-Aufsteiger beide hart erarbeiten. Vor allem in Kastl im oberbayerischen Landkreis Altötting. Mit nur zwölf Mann angereist, tat sich der Regionalliga-Rekordmeister aus der Vorsaison lange Zeit sehr schwer. Gegen stark auftretende Gastgeber ermöglichten die Rot-Blauen dem Sechstligisten vor allem zu viele Torchancen.

SpVgg-Torwart Korbinian Müller kam nach einem abschließenden Mannschaftsfoto mit beiden Mannschaften zu einer eher ernüchternden Erkenntnis. „Wir waren zu offen und haben zu viele leichte Fehler gemacht“, monierte der 26-Jährige. Angesichts der zu fahrlässigen Defensivleistung kam es dazu, dass die Hachinger sich bereits in der ersten Hälfte ein Gegentor durch den starken gegnerischen Angreifer Sebastian Spinner einfingen (32.). Zwei eigene Tore von Stephan Hain und Jim-Patrick Müller drehten das Ergebnis zumindest zur Halbzeit wieder zugunsten der Gäste.

Auch in der zweiten Hälfte kamen die Gastgeber zu zahlreichen Chancen, von der Kastls Tobias Völkel auch eine Gelegenheit zum 2:2 nutzte (59.). Auf der anderen Seite zeigten sich die Hachinger dann sehr effektiv und nutzten ihre Chancen konsequent. Sascha Bigalke traf nach einer Vorarbeit von Hain ins unbewachte Tor zum 3:2 (75.). Pascal Schoch (80.) alleine vor dem gegnerischen Torwart und Alexander Winkler per Kopfball (85.) schraubten das Ergebnis höher bevor durch einen Kopfball von Völkel zum 3:5 aus Sicht der Heimelf der letzte Treffer der Partie fiel (88.).

Angesichts der Tatsache, dass die SpVgg mit Pascal Schoch, Florian Wiedl und Anes Osmanoski drei A-Junioren aufboten, war der hart erkämpfte Sieg mit nur zwei Toren Unterschied für SpVgg-Cheftrainer Claus Schromm nicht so tragisch. Der Fußballlehrer hatte nach den intensiven Einheiten in den vergangenen Tagen leichte Müdigkeitserscheinungen in seinem Team entdeckt. „Das Spiel war mit Sicherheit ein bisschen dem intensiven Vorbereitungsprogramm geschuldet. Wir haben ja am Freitag vor dem Spiel auch nochmal ordentlich trainiert“, sagte Schromm nach dem Kastl-Spiel. Primär ging es dem Trainer in den beiden Testspielen gegen unterklassige Gegner darum, dass „jeder sicher auf 90 Minuten Einsatzzeit kommt.“

Über 90 Minuten in Kastl im Einsatz war auch Rückkehrer Thomas Hagn. Der von 2012 bis 2015 in Unterhaching spielende Linksverteidiger fühlt sich in seiner alten Heimat gut aufgehoben. „Die Stimmung ist gut und man wird von der Mannschaft richtig mitgerissen“, sagte der 22-Jährige, der in den vergangenen zwei Jahren beim VfB Stuttgart II gespielt hatte. Der Abwehrmann sieht das aktuelle Team vor dem Liga-Auftakt am 22. Juli beim SV Werder Bremen II besser aufgestellt als in der Drittliga-Saison 2014/15: „Ich denke, dass die Qualität diesmal höher ist als damals. Wir sind auf jeden Fall stärker. Die Mannschaft ist jünger und vom Charakter her besser.“

Quelle: fussball-vorort.de

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