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Hat aufreibende Wochen hinter sich, dabei aber nie seinen Optimismus verloren: SpVgg-Trainer Claus Schromm. Solch eine katastrophale Rückrunde soll sich nie wiederholen. 

Hachings Horror-Rückrunde  - Schromm erklärt die Gründe

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Unterhaching– Nach dem wohl entscheidenden 3:0-Sieg gegen die Sportfreunde Lotteund vor dem letzten Saisonspiel der SpVgg Unterhaching am morgigen Samstag (13.30 Uhr) beim bereits als Drittliga-Meister feststehenden VfL Osnabrück blickt Hachings Cheftrainer Claus Schromm nochmal zurück – und natürlich voraus.

Zur erschreckenden Rückrunden-Bilanz – wie konnte das passieren?

Jeder, der uns in der Rückrunde verfolgt hat weiß, dass es einige Gründe gab, dass es so gelaufen ist. Erstens hatte das mit dem engen Terminplan im März und den damit verbundenem Verletzungspech in der Mannschaft zu tun. Es sind von Spiel für Spiel immer weniger Spieler geworden. Wir sind irgendwann in ein Fahrwasser hineingeraten, wo wir nur noch mit Löcher stopfen beschäftigt waren. Das ging so weit, dass wir bei angeschlagenen Spielern am Schluss manchmal ins Risiko gehen und sie trotzdem einsetzen mussten. Dazu kam auch noch fehlendes Matchglück, wie sinnbildlich beim Spiel gegen Jena.

Vereinspräsident Manfred Schwabl hat die Zurückhaltung bei den Winter-Transfers auf seine Kappe genommen. Wie sehen Sie dieses Argument?

Man muss wissen, dass bei der SpVgg Unterhaching im Rahmen der Lizenzierung Spielertransfers mit finanziellen Auflagen belegt werden und sofort wieder gegenfinanziert werden müssen. Insofern hat sich diese Thematik in der Winterpause nicht wirklich gestellt. Es stimmt, dass der Präsident damals ein komisches Gefühl hatte, dass man vorsichtshalber vielleicht noch einen Spieler nachverpflichten hätten sollen. Er hatte im Nachhinein Recht.

Musss man nicht personell nachlegen, wenn man in naher Zukunft den Aufstieg in die 2. Liga schaffen möchte?

Ich denke, dass wir unseren Weg weitergehen müssen, unseren vorhandenen Kader weiterentwickeln und in der Breite und in der Spitze optimieren sollten. Das ist der Plan.

Was darf man darunter konkret verstehen?

Zum einen betrifft das die Kadergröße. Wir müssen schauen, wie viele Spieler aus dem Nachwuchsleistungszentrum zum Kader hinzukommen. In der Spitze bedeutet es, dass neue Spieler hinzukommen, die den einen oder anderen Mannschaftsteil verstärken.

Was sind die Lehren aus der Rückrunde und was wollen Sie nächstes Jahr verbessern?

Wenn einem so etwas wie diese schwierige Rückrunde widerfährt und man dann zusammenhält und den Mechanismen des Profifußballs mit offenen Gesprächen unter allen Beteiligten widersteht, macht es einen stärker. Auf jeden Fall stärker, als wenn wir am Ende Siebter oder Achter geworden wären. So wie der Verein in dieser Situation zusammengehalten hat, sucht seinesgleichen. Das macht uns stark nach dem Motto: Was soll da jetzt noch kommen?

Wie weit sind Gespräche mit potenziellen Neuzugängen gediehen?

Wir befinden uns seit langem in guten Gesprächen. Das ist in den letzten Wochen wegen der Situation leider etwas ins Stocken geraten. Letztes Jahr hatten wir wesentlich früher Planungssicherheit und hatten mehr Zeit gehabt. Was Verträge der aktuellen Mannschaft und Neuzugänge anbelangt, werden wir diese Themen in den nächsten Woche abarbeiten.

Wer sind Eckpfeiler in der kommenden Saison und wer wird möglicherweise Unterhaching verlassen?

Die vertragliche Situation ist so, dass fast jeder im Kader einen Vertrag über die nächste Saison hinaus besitzt. Es stimmt mich optimistisch, dass wir den Großteil der Mannschaft zusammenhalten können. Das ist in Unterhaching ja nicht immer ganz so einfach.

Wann laufen die letzten Gespräche mit den Spielern mit auslaufenden Verträgen?

Wir werden die nächsten Wochen nutzen, um mit diesen Spielern über die Zukunft in Haching zu sprechen.


Das Gespräch führte
Robert M. Frank.

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