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Das Comeback von Luca Marseiler rückt näher. 

Schromm: „Müssen zusammenhalten“

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Der Kampf um den Klassenerhalt in der Dritten Liga geht in die nächste Runde. Mit der SpVgg Unterhaching und dem FSV Zwickau treffen am Sonntag (13 Uhr) zwei Tabellen-Nachbarn aufeinander, deren Stimmungslage aktuell ziemlich verschieden ist.

Unterhaching – 41 Zähler hat Haching bisher gesammelt, 40 der FSV, fünf bzw. vier Punkte beträgt der jeweilige Abstand zu den Abstiegsrängen. Beide Klubs benötigen noch Punkte, um die Ligazugehörigkeit auch für die kommende Saison sicherzustellen. Doch während die SpVgg um den Befreiungsschlag im Negativstrudel kämpft, schwimmt Zwickau gerade obenauf.

Vor einer Woche setzten die Sachsen mit dem 2:1 gegen den Tabellen-Dritten Wehen Wiesbaden ein dickes Ausrufezeichen, im Landespokal zogen sie unter der Woche mit einem 2:0-Sieg in Bautzen ins Finale ein. In der Liga steht eine bärenstarke Bilanz von drei Siegen und einem Remis aus den letzten fünf Partien zu Buche. Die SpVgg dagegen wartet seit sieben Liga-Partien auf einen Dreier und ein Tor, kassierte zuletzt in Karlsruhe die höchste Saisonpleite (0:4) und flog auch im bayerischen Pokal-Halbfinale am Dienstag gegen Würzburg raus. Entsprechend sagt FSV-Coach Joe Enochs: „Wir haben jetzt 40 Punkte. Das reicht noch lange nicht, aber der letzte Sieg war ein sehr guter Schritt und den genießen wir. Das gibt uns für die nächsten Wochen einen Schub.“ Bei Haching-Trainer Claus Schromm hört sich das so an: „Um unsere 41 Punkte würden uns wahrscheinlich acht Klubs beneiden. Aber es sind nur noch acht, es waren auch schon mal wesentlich mehr. Wir müssen zusammenhalten und da rauskommen, auch wenn es ans Eingemachte geht. Ich versuche tagtäglich und mittlerweile auch nachts zu ergründen, wieso und warum.“

Immerhin: Im Verein ist noch kein Brummeln zu vernehmen, der Trainer hat volle Rückendeckung. Präsident Manfred Schwabl unterstrich das diese Woche wieder in einem Interview. „Das gehört dazu, deswegen heißt es ,in guten wie in schlechten Zeiten’“, sagt Schromm. „Aber natürlich freut einen das, wenn man in einer Phase so ein klares Statement hört, in der alles gegen einen läuft.“ Leichter Unmut beginnt sich in Fanszene über die sozialen Netzwerke zu regen, auch der Anhang blieb bisher aber gnädig. Durchaus überraschend, gibt Schromm zu: „Ganz ehrlich: Am Dienstag gegen Würzburg hätte ich jeden Pfiff verstanden.“

Einen Anteil an der prekären Lage hat natürlich auch das enorme Pech mit Verletzungen und Krankheiten, das die Hachinger seit Wochen beutelt. Immerhin da gibt es leichte Entwarnung. Mit Lucas Hufnagel, Alexander Winkler und Torhüter Lukas Königshofer kehren drei Opfer der Infektionswelle zurück, Maxi Krauß und eventuell auch Luca Marseiler könnten nach ihren Verletzungspause ebenfalls wieder zum Kader gehören.

SpVgg: Königshofer – Schwabl, Endres, Winkler, Dombrowka – Kiomourtzoglou, Hufnagel – Müller, Bigalke, Porath – Schimmer.

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