Jubel im November-Nebel: Florian Niederlechner (r.) freut sich über das zwischenzeitliche 1:1. Er ließ noch zwei weitere Treffer folgen und schoss die SpVgg Unterhaching gestern Abend zum 4:3-Sieg gegen Chemnitz. Foto: Robert Brouczek

Hachinger Herzschlag-Sieg im Nebel

Unterhaching - Ein Tor fiel in den letzten drei Partien mit Beteiligung der SpVgg Unterhaching. Gestern waren es gleich sieben! Die Hachinger schlugen in einer megaspannenden Partie den Chemnitzer FC mit 4:3, nachdem sie zuvor eine 3:1-Führung wieder aus der Hand gegeben hatten.

295 Minuten hatten die Hachinger zuvor auf einen eigenen Treffer warten müssen, drei komplette Partien in Folge gelang der zweitbesten Offensive der Dritten Liga kein Tor. Gestern Abend entschädigte die Mannschaft dafür mit einem Torfeuerwerk - und das schon in der ersten Halbzeit. Florian Niederlechner gelang dabei ein Hattrick.

Bis die Hachinger endlich einmal wieder jubeln durften, hatten sie aber zunächst schon einen Schock zu verdauen. Nur drei Minuten waren gespielt, als Chemnitz mit dem ersten Angriff in Führung ging. Der Ex-Unterhachinger Carsten Sträßer leitete die Aktion mit einem tollen Steilpass ein, der zweite Ex-Hachinger, Anton Fink, legte quer auf Förster, der nur noch einschieben musste.

Doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. 8. Minute: Niederlechner wurde im Strafraum von den Beinen geholt, Schiedsrichter Thomsen pfiff zurecht Elfmeter. Der Stürmer verwandelte selbst zum 1:1.

Nach dem torreichen Auftakt entwickelte sich vor nur 1800 Zuschauern und bei Nebelschwaden im Stadion eine interessante Partie. Die Gäste aus Sachsen gaben dabei zunächst den Ton an. Niederlechner verpasste in der 16. Minute noch eine Hereingabe von Markus Schwabl. Dann hatte Chemnitz zwei dicke Chancen für die erneute Führung. Beim Schuss von Birk (25.) ließ Torhüter Stefan Riederer den feuchten Ball durch die Handschuhe flutschen, der trudelte ins Aus. Eine Minute später zog Makarenko ab, die Kugel klatschte an den linken Pfosten.

Treffsicherer waren die Hausherren. Dominik Rohracker schickte Niederlechner auf die Reise, der ließ noch zwei Chemnitzer aussteigen und schob den Ball cool an Keeper Pentke vorbei ins Tor - 2:1. Auf der Gegenseite deutete Fink seine Torgefährlichkeit an, als er nach einem Fehler von Luka Odak blitzschnell reagierte, aber am Tor vorbeizielte (39.). Haching machte es besser: Niederlechner nutzte erneut eine tolle Vorarbeit von Rohracker zum 3:1 (45.).

Entschieden war die Begegnung damit aber längst nicht. Per Elfmeter, den Maximilian Welzmüller verursacht hatte, gelang den Sachsen durch den gefoulten Fink der Anschluss (60.), dann glich Kegel in der 70. Minute mit einem Kopfball aus. Die Hachinger ließen sich in dieser Phase zu sehr in die Defensive drängen - setzten aber den entscheidenden Konter. 74. Minute: Yasin Yilmaz lief den Chemnitzern davon, spielte im richtigen Moment den Pass auf Stephan Thee. Der schob cool zum 4:3 ein. Doch die Gäste blieben brandgefährlich und die SpVgg hatte viel Glück, als Thee in der 82. Minute einen Kopfball von Landeka gerade noch von der Linie kratzen konnte.

Und in der 89. Minute traf Förster aus einem Meter sogar noch den Pfosten.

Christian Amberg

Quelle: fussball-vorort.de

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