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Schaut sich nach einem neuen Klub um: Maximilian Berwein ist einer von sechs Spielern, der die Garchinger zum 30. Juni verlässt.

Fußballer wollen für Regionalliga keine Schulden machen - erste Spieler wechseln

Harter Sparkurs beim VfR Garching

  • vonNico Bauer
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Der VfR Garching befindet sich längst in einer kritischen Phase und am Mittwochabend sprachen die Verantwortlichen in einer Sitzung auch Klartext gegenüber den Spielern. In Folge der Coronakrise sind dem Verein finanzielle Mittel weggebrochen und es steht ein harter Sparkurs an. Präsident Uwe Cygan machte allen gegenüber deutlich, dass der Verein für die Regionalliga keine Schulden macht.

Garching – Eine große Sorge für den VfR ist der weggefallene Trikotsponsor, nachdem der Vertrag mit Logitech nun Ende Juni ausläuft. Präsident Uwe Cygan ist zuversichtlich, einen Nachfolger im Herbst präsentieren zu können. Die aktuelle Coronazeit gestaltet die Gespräche schwieriger. Ein positives Signal ist die Verlängerung mit Ausrüster Uhlsport bis 30. Juni 2021.

Stand jetzt bedeutet das für den Sportlichen Leiter Ludwig Trifellner, dass er ohne Geld eine Mannschaft für die Regionalliga organisieren muss. Vom Verein ist die klare Aussage, dass man für Regionalligafußball keine Schulden macht.

Der erste Schwung Spieler ist schon weg wegen auslaufenden Verträgen. Bei Aijlan Arifovic, Luca Scholl, Maximilian Berwein, Simon Khan und Georg Ball endet die Zusammenarbeit zum 30. Juni und auch Mario Staudigl steht aus beruflichen Gründen nicht mehr zur Verfügung. Bei Philipp Walter und Valentin Micheli laufen die Verträge gehalten aus und beide Seiten befinden sich in Gesprächen über eine Verlängerung. Andere Spieler haben noch Verträge, aber auch hier sucht der Verein das Gespräch mit dem Ziel, neue Vereinbarungen zu schließen.

Ludwig Trifellner spricht mit etlichen Spielern und hat nur noch ein Argument mit den restlichen Spielen in der Regionalliga. Gerade junge Spieler sehen die Chance, sich in Bayerns höchster Amateurliga auch für den Profifußball zeigen zu können. „Nur mit jungen Spielern geht es aber nicht“, sagt Trifellner. Im Corona-Sommer 2020 müssen bei Vereinswechseln Ablösegelder bezahlt werden. Hier bleibt sich der VfR treu, grundsätzliche nur ablösefreie Spieler zu verpflichten. Trifellner hat bis zu neuen Sponsorenabschlüssen eine schwierige Situation.

Der Sportliche Leiter bleibt trotz der Krise mindestens bis Jahresende an Bord und lässt den VfR nicht im Stich. In einem halben Jahr wissen die Garchinger wohl mehr über ihre Möglichkeiten. Klar ist derzeit nur, dass die wirtschaftliche Vernunft über dem sportlichen Erfolg steht.

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