Heckenbergers Doppelpack

- Das "Endspiel" in der Bayernliga zwischen dem FC Ismaning und der SpVgg Bayreuth ging unter Blitz und Donner zu Ende. Der strömende Regen störte die Anhänger der Oberfranken wenig. Die Sprechchöre "nie mehr Bayernliga" drangen durch die Sportanlage an der Lindenstraße. Die Euphorie der Fans war am Samstag verständlich, denn die vom Ex-Löwen Gino Lettieri trainierten Bayreuther brauchen nach dem 2:0 beim FC Ismaning, nur noch einen Sieg, um den Aufstieg in die Regionalliga zu schaffen.

<P>Für den FC Ismaning ist nach der Heimschlappe die Saison gelaufen. Auch die drei "geschenkten" Punkte, aus der Partie gegen Schwabach (durch das Sportgericht), konnten die Ismaninger nicht mehr zur Höchstleistung motivieren. Das Team von Trainer Tom Sitter wirkte etwas müde und lethargisch. Besonders die Offensivbemühungen hielten sich in Grenzen. Andererseits standen die Bayreuther in der Abwehr, die in 32 Spielen nur 28 Gegentreffer kassierte, fast unüberwindlich sicher. Die Ismaninger versuchten immer wieder durch Kampf ins Spiel zu finden, verfielen aber dann zunehmend in Resignation.<BR><BR>"Man muss anerkennen, dass die Bayreuther insgesamt das bessere Team stellten", meinte Ismanings Coach Tom Sitter, der wie die Zuschauer registrieren musste, dass seine Mannschaft in den 90 Minuten ganze drei Tormöglichkeiten besaß. Bayreuth kam über eine geschickte Kontertaktik zum Erfolg, wobei ausgerechnet ein Ex-Ismaninger die beiden entscheidenden Treffer erzielte. Matthias Heckenberger, der sein Fußball-Handwerk beim TSV 1860 gelernt hatte, schlug in der 22. und 65. Minute zweimal eiskalt zu. Die Ismaninger Schlussoffensive kam viel zu spät und brachte die Gäste kaum in Verlegenheit.<BR><BR>Ruthe bleibt den Hachingern treu<BR><BR>Am Ende feierte der große Anhang der Gäste, doch beim FC Ismaning kam wenig Trauer auf. Zwar hatte man die Lizenz für die Regionalliga beantragt, wusste aber auch um die finanziellen Risiken, die der Aufstieg gebracht hätte. "Jetzt wollen wir die Saison als Tabellendritter beenden und dann greifen wir nächste Saison wieder an", lautete das Schlusswort von Trainer Sitter, der sich als Neuzugänge nicht nur Talente aus der Region wünscht, sondern der sich nach einem echten Torjäger sehnt. In der kommenden Woche tagt wieder das Sportgericht, um Urteile zu bestätigen und einen Protest der Ingolstädter gegen die Wertung der Partie gegen Aindling zu verhandeln.<BR><BR>Die Abstiegsfrage könnte sogar am "grünen Tisch" entschieden werden. Auf jeden Fall drängt die Zeit, denn in drei Wochen soll die Relegationsrunde um den Klassenerhalt beginnen. Während der Neuling Wolfratshausen sich nach der 0:2-Niederlage in Passau endgültig aus der Bayernliga verabschiedet hat, können zwei andere oberbayerische Teams den beiden restlichen Spieltagen gelassen entgegensehen. Der ersatzgeschwächte SC Fürstenfeldbruck gewann zuletzt mit 1:0 gegen Regensburg 2, durch einen Treffer von Schrodi.<BR><BR>Die Amateure der SpVgg Unterhaching lagen in Schwabach mit 0:1 in Rückstand, konnten aber durch die Treffer von Julian Matiasovits und Tiago Teixeira noch einen 2:1-Auswärtssieg landen. "Urgestein" Fredy Ruthe wird auch in der nächsten Saison die zweite Mannschaft des Zweitligisten betreuen und fünf Akteure von den Bundesliga-Junioren übernehmen.<BR></P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wenn elf Meter gar keine elf Meter sind
Seinen Namen trägt der Elfmeter zu unrecht: Tatsächlich ist der Strafstoßpunkt laut FIFA-Reglement 12 Yards von der Torlinie entfernt – umgerechnet bloß 10,97 Meter.
Wenn elf Meter gar keine elf Meter sind
Marco Bläsers Top-Elf: Wiesel, Poldi und Möchtegern-Sechser Flo
Marco Bläser ist Teammanager beim Regionalligisten SV Heimstetten. Früher kickte der 39-Jährige als Sturmtank bei verschiedenen Klubs. Das ist die Top-Elf seiner …
Marco Bläsers Top-Elf: Wiesel, Poldi und Möchtegern-Sechser Flo
BFV: „Es gab keine Abstimmung zur Fortsetzung der Regionalliga Bayern“
Die Nachricht, dass es eine Abstimmung über die Fortsetzung der Regionalliga Bayern Saison gibt, ist falsch. Der BFV nimmt zu dieser Falschmeldung jetzt Stellung.
BFV: „Es gab keine Abstimmung zur Fortsetzung der Regionalliga Bayern“
Kirchheimer SC: „Größere Anschaffungen liegen auf Eis“
Die Corona-Pandemie betrifft auch den Kirchheimer SC. Welche Auswirkungen die Krise auf den KSC hat, berichtet der Vereinsmanager Maximilian Wieser.
Kirchheimer SC: „Größere Anschaffungen liegen auf Eis“

Kommentare