„Auf alle Fälle ist es für mich eine Herausforderung.“

Heidenheim statt Haching:

Niederlechner träumt von 2. Liga

Unterhaching - Von der SpVgg Unterhaching zum Drittliga-Konkurrenten 1. FC Heidenheim: In Baden-Württemberg will der 22-Jährige den nächsten Schritt auf der Karriereleiter machen.

Im Interview erläutert Niederlechner seine Beweggründe für den plötzlichen Wechsel.

Herr Niederlechner, das ging jetzt aber schnell. Gestern noch Haching, heute Heidenheim.

Ja, das schon. Aber ich habe ja schon länger gewusst, dass der Verein mich haben wollte. Die erste Anfrage gab’s ja schon im vergangenen Winter.

Wann wurde denn aus einer losen eine konkrete Anfrage?

Vor Weihnachten wurde es konkreter. Die beiden Vereine haben sich geeinigt, und ich mich auch mit Heidenheim. Zum Jahreswechsel habe ich dort unterschrieben.

Wie es SpVgg-Präsident Manfred Schwabl ausdrückt, gebe es eine „Win-win-Situation“. Den Hachingern ist finanziell geholfen, und Sie haben sich auch verbessert.

Ja. Aber was Unterhaching angeht, kann ich das nicht so genau sagen. Über die Ablöse wurde Stillschweigen vereinbart.

Also keine 35 Millionen wie einst angeblich bei Mario Gomez?

(lacht) Nein, natürlich nicht. Wie viel, kann ich wirklich nicht sagen.

Ist es sportlich auch eine Verbesserung? Schließlich liegt Heidenheim einen Rang und vier Punkte hinter der SpVgg.

Das wird sich noch herausstellen. Auf alle Fälle ist es für mich eine Herausforderung. Der FC ist ein aufstrebender Klub, der schon mindestens drei Jahre in der 3. Liga spielt. Ich sehe hier eine Perspektive für mich und hoffe, mit Heidenheim den Sprung in die 2. Liga zu schaffen.

Aber der Verein hat einen Riesenkader.

Ja, ich weiß, einen extrem guten noch dazu. Ich werde mich auch entsprechend reinhängen und versuchen, wie bei Haching einen Stammplatz zu kriegen.

Wussten Sie überhaupt, wo der Ort liegt?

Klar. Wir waren ja schon zum Punktspiel hier, und nach der Anfrage im Vorjahr habe ich mich natürlich gut informiert.

Kennen Sie überhaupt jemanden beim FCH?

Der bekannteste Spieler ist wohl der Ex-Mainzer oder Augsburger Michael Thurk. Und Basti Heidenfelder ist ein guter Spezl von mir. Ihn kenne ich aus der gemeinsamen Zeit in der Jugend bei 1860 München, er hilft mir. Dazu kenne ich auch noch Tim Göhlert und Ingo Feistle.

Vielleicht kann Ihnen ja auch Robert Lechleiter beim Eingewöhnen helfen. Der Ex-Hachinger spielt ja nur ein paar Kilometer weiter bei Zweitligist VfR Aalen.

Ich werde mich auf alle Fälle mal mit ihm auf einen Kaffee treffen.

Von Haching war’s nur ein Katzensprung bis zu Ihrem Heimatort Hohenlinden im Landkreis Ebersberg. Von Heidenheim geht das nicht mehr.

Ich wohne jetzt im Hotel gleich neben dem Stadion. Am Montag geht’s ins Trainingslager in die Türkei, danach suche ich mir ’ne Wohnung.

Und das erste Punktspiel ist am 26. Januar pikanterweise gegen Ihren Ex-Verein...

Das ist richtig, ein lustiger Zufall. Da will ich unbedingt dabei sein. Natürlich heißt das erst einmal im Training ordentlich Gas zu geben.

Mit welcher Rückennummer werden Sie auflaufen?

Mit der 31. Wie Schweini oder Volland (Anm.: FC Bayern-Nationalspieler Bastian Schweinsteiger; Ex-Löwe Kevin Volland, jetzt Hoffenheim), die haben auch eine tolle Karriere hingelegt.

Das Gespräch führte Olaf Heid.

Quelle: fussball-vorort.de

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