Heimstetten (Ensar Skrijelj, links) verwertet die Großchancen nicht
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Heimstetten (Ensar Skrijelj, links) verwertet die Großchancen nicht

SVH gelingt trotz guter Chancen kein Tor

SV Heimstetten verfehlt das Ziel - Nullnummer gegen Nürnberg II

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
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Dem SV Heimstetten gelingt trotz guter Chancen kein Tor, er trennt sich 0:0 vom 1. FC Nürnberg II im Regionalligaduell.

Heimstetten – Der Schiedsrichter hat soeben drei Minuten Nachspielzeit angezeigt, als eine Flanke in den Strafraum des 1. FC Nürnberg II segelt. Dort lässt Sascha Hingerl den Ball per Kopf in die Mitte zu Ensar Skrijelj tropfen, der nun freie Bahn hat. Sollte der Stürmer beim Stand von 0:0 die Kugel versenken – seinem SV Heimstetten wäre der Sieg in diesem Regionalligaduell nur mehr so schwer zu entreißen wie einem Kind auf dem Spielplatz die Schaufel.

Doch Skrijelj, der zuletzt beim 3:0 in Burghausen doppelt getroffen hat, zielt diesmal zu ungenau: Sein Schuss saust um eine Armlänge am Pfosten vorbei, und kurz darauf besiegelt der Abpfiff das torlose Remis. „Der Gegner hätte sich nicht beschweren dürfen, wenn wir heute ein Tor gemacht hätten“, resümiert SVH-Trainer Christoph Schnitt – einerseits. Andererseits habe auch Nürnberg gute Chancen gehabt. „Deshalb hätten uns ebenfalls nicht beschweren dürfen, wenn die ein Tor machen.“ Insgesamt habe es sein Team aber „ordentlich gemacht“, schließt der Coach seine Kurzanalyse. „Ich denke, wir können mit dem Punkt leben.“

SV Heimstetten: Maxi Riedmüller hält seinen Kasten sauber

Vor kärglicher Kulisse, aber bei königlichem Wetter hätten allein in den ersten 20 Minuten je zwei Tore auf beiden Seiten fallen können. Doch erst parierte SVH-Torwart Maximilian Riedmüller glänzend (3.), dann wurde ein Schuss von Valentin Micheli soeben noch zur Ecke gelenkt (6.), wenig später klatschte ein Geschoss von Nürnbergs David Ismail an den Pfosten (15.), und schließlich verpasste am anderen Ende des Feldes Moritz Hannemann eine Hereingabe um Zentimeter (20.).

Danach aber verlor die Partie an Fahrt. „Sommerfußball“ habe seine da Elf gespielt, hadert Schmitt. Erst nach der Pause drehte der SVH wieder auf, wiewohl die erste Chance die Gäste hatten – und das war eine dicke: In der 47. Minute steuerte Tim Sausen nach einem Steilpass allein auf Riedmüller zu und hätte alle Zeit der Welt gehabt Doch der Angreifer versuchte es mit einem überhasteten Lupfer, der das Ziel meterweit verfehlte. Besser machte es Sausen in der 75. Minute, als er erneut im Eins-gegen-Eins auf Riedmüller traf. Diesmal aber tauchte der Keeper so blitzschnell wie ein Tipp-Kick-Torwart zu Boden und krallte sich das Spielgerät in sehenswerter Manier.

SV Heimstetten hat hintenraus mehr Körner

Zwischen diesen zwei dicken Chancen hatte indes Heimstetten seine beste Phase. Doch egal ob Lukas Riglewski per Freistoß und direkter Ecke, ob Moritz Hannemann per Distanzschuss, ob Ensar Skrijelj aus neun Metern – immer verfehlte der Ball knapp sein Ziel, oder es warf sich ein Verteidiger dazwischen. Was bei alledem erstaunte: Nicht etwa die Nürnberger, die unter Profibedingungen trainieren, hatten bei sommerlichen Temperaturen mehr Luft hinten raus, sondern die Amateurkicker aus Heimstetten. „Wir sind schon auch auf dem Zahnfleisch gegangen“, sagt Schmitt. „Aber wir hatten ein paar Körner mehr als der Gegner.“

Und beinahe wäre das am Schluss noch belohnt worden. Doch weil auch bei der letzten Möglichkeit des Tages durch Ensar Skrijelj der Ball partout nicht ins Gehäuse wollte, blieb es letztlich beim 0:0. (Patrik Stäbler)

SV Heimstetten – 1. FC Nürnberg II 0:0

SVH: Riedmüller, Mwarome, Günzel, Sengersdorf (46. Krüger), Steimel (83. Fambo), Hingerl, Micheli, Hannemann, Skrijelj, Awata (46. Weser), Riglewski (68. Müller).

Schiedsrichter: Stefan Treiber (VfL Neuburg) – Zuschauer: 150.

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