Auf geht’s, Klubgeschichte schreiben: Ensar Skrijelj (l.) hilft Sandro Sengersdorf auf, hinten gibt Trainer Christoph Schmitt Anweisungen.
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Sportpark Heimstetten feiert 20. Geburtstag, nur hat der SVH den Club dort noch nie bezwungen

SV Heimstetten will 1. FC Nürnberg II endlich ein Bein stellen

  • Patrik Stäbler
    VonPatrik Stäbler
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Im September 2001 wurde im Kirchheimer Ortsteil Heimstetten ein neuer Sportpark eingeweiht.

Heimstetten – Die Anlage nahe der Autobahn mit ihrem 2500 Zuschauer fassenden Stadion gilt nicht nur Fans des heimischen SVH als echtes Schmuckstück. Und sie ist sicher ein entscheidender Grund für den Höhenflug der Heimstettner in den vergangenen 20 Jahren – von der Bezirksober- in die Regionalliga.

In all dieser Zeit hat der SVH manch namhaftem Gegner ein Bein gestellt – nachgerade im eigenen Sportpark. Allein eines haben die Fans dort noch nie erleben dürfen: einen Heimerfolg ihres Teams über die Profi-Reserve des 1. FC Nürnberg. In sechs Duellen gegen die Franken verließ Heimstetten noch kein einziges Mal als Sieger den Platz. Doch geht es nach Trainer Christoph Schmitt, dann soll diese schwarze Serie – pünktlich zum 20. Geburtstag des Sportparks – am Samstag ihr Ende finden, wenn seine Mannschaft um 14 Uhr den 1. FC Nürnberg II empfängt.

SV Heimstetten liegt „voll im Soll“

Die Aussichten für den SVH sind dabei nicht die schlechtesten. Schließlich hat die Elf zuletzt einen beachtlichen 3:0-Auswärtssieg beim Spitzenklub Wacker Burghausen gelandet. Im Anschluss konstatierte ein zufriedener Schmitt, dass sich seine Mannschaft mit 16 Punkten aus 13 Spielen „voll im Soll“ befinde. Zudem liegt der Klub damit in der Tabelle vor den Nürnbergern, die bislang zwar eine Partie mehr absolviert aber zwei Zähler weniger geholt haben.

Es ist dies eine maue Bilanz für die Zweitliga-Reserve, die die Abbruch-Saison 2019/21 als Tabellenzweiter beendet hat. Auch in die neue Spielzeit startete das Team von Trainer Cristian Fiel ordentlich, doch ausgerechnet nach einem 5:1-Kantersieg über Unterhaching Ende Juli ging es rapide bergab. Zuletzt konnten die Nürnberger von sieben Spielen nur eines gewinnen, wodurch sie in der Tabelle bis in die Abstiegszone abgerutscht sind.

„Ich kann nicht sagen, wieso es bei denen für den Moment nicht so gut läuft“, sagt SVH-Trainer Schmitt, der am Samstag auf Stefan Reuter (Gelbsperre) und Emre Tunc (Nasenbeinbruch) verzichten muss. „Für mich steht aber außer Frage, dass Nürnberg am Ende der Saison nicht da unten stehen wird.“ Schließlich handle es sich um eine „top ausgebildete Mannschaft mit viel spielerischer Qualität“, betont der Coach. „Da werden wir wieder eine sehr gute Leistung brauchen, um etwas mitzunehmen.“ Und im Idealfall für den SVH wäre das dann der erste Heimsieg über Nürnberg in der Klubhistorie. (Patrik Stäbler)

Voraussichtliche Aufstellung: Riedmüller, Mwarome, Günzel, Sengersdorf, Steimel, Micheli, Müller, Hannemann, Riglewski, Skrijelj, Awata.

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