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Stefan Leitl: „Es ist alles andere als Losglück, wenn man als Zweitligist auswärts in Hoffenheim und Bremen antreten muss.“

„Es ist alles andere als Losglück, wenn manauswärts in Hoffenheim und Bremen antreten muss“

Aufregender DFB-Pokal für Stefan Leitl

  • vonNico Bauer
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Im Achtelfinale des DFB-Pokals war Schluss, aber die SpVgg Greuther Fürth konnte nach dem 0:2 in Bremen erhobenen Hauptes den Platz verlassen. Das Erlebnis Pokal ist nur ein kleiner Teil der erfolgreichen Trainerarbeit des Ismaningers Stefan Leitl.

Ismaning/Fürth – Er kann sich nun voll auf die Liga konzentrieren und dort spielen die Franken als aktueller Tabellenvierter der Zweiten Liga eine der ersten Geigen. Leitl ist bei seinem aktuellen Club sehr glücklich und hat deshalb seinen Vertrag bis 2023 verlängert.

Leitl hat mit seiner jungen Fürther Mannschaft einen aufregenden Pokalwettbewerb hinter sich. In der ersten Runde siegte das Team mühsam 6:1 nach Verlängerung in Meinerzhagen, bevor es ein Saisonglanzlicht setzte mit dem 7:6 im Elfmeterschießen bei Bundesligist TSG Hoffenheim. Mit einem 0:2 bei Bremen endete nun der Pokal im Achtelfinale.

„Es ist alles andere als Losglück, wenn man als Zweitligist auswärts in Hoffenheim und Bremen antreten muss“, sagt Leitl. Neben einem Heimspiel hätte er sich gegen Bremen gewünscht, dass nicht gleich drei Innenverteidiger ausfallen. „In unserer Bestbesetzung hätten wir sicher bessere Chancen auf das Weiterkommen gehabt“, glaubt der 43-Jährige

„Bei uns hat die Liga Priorität“, erklärt der Ismaninger Fußballlehrer, der mit „dieser supergeilen Mannschaft“ richtig glücklich ist. Nach 19 Spieltagen haben die Fürther 35 Punkte und liegen auch nur einen Zähler hinter dem Zweiten VfL Bochum. Stefan Leitl weiß um den Traum der jungen Kicker, irgendwann in der 1. Bundesliga zu spielen: „Es ist doch klar, dass jeder so hoch wie möglich spielen möchte“

„Wir sind auch für andere Vereine sehr attraktiv geworden“, sagt Leitl, dessen Mannschaft auf dem Platz in der Regel einen Altersschnitt unter 24 Jahren und einmal schon unter 22 Jahren hatte. Damit stellt der fränkische Traditionsclub das jüngste Team der Liga. Stefan Leitl macht sich keinen Druck im Rennen um den Aufstieg. „Ich lebe im Hier und Jetzt“, machte er deutlich und verwehrt sich mittelfristigen Aufstiegsplanungen. Er weiß natürlich auch, dass mit dem Sprung in die Erste Liga die jungen Talente leichter zu halten wären.

Stefan Leitl wohnt in Fürth und ist in der Regel einmal wöchentlich in Ismaning bei seiner Familie. „Ismaning wird immer unser Lebensmittelpunkt bleiben“, sagt er. Er ist froh über die technischen Möglichkeiten, sodass er jeden Tag Frau und seine drei Kinder (zwei Buben und ein Mädchen) über Videotelefonie sehen kann. Der 43-jährige Familienvater kann nur an freien Tagen nach Hause kommen.  nb

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