Abgegrätscht: Manuel Ring und der FC Ismaning lassen sich gegen Augsburg nach gutem Start noch die Butter vom Brot nehmen. Foto: Leifer
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Abgegrätscht: Manuel Ring und der FC Ismaning lassen sich gegen Augsburg nach gutem Start noch die Butter vom Brot nehmen. Foto: Leifer

Schmöller stocksauer

Ismaning macht sich binnen 90 Minuten alles zu Nichte

FC Ismaning - Die Fußballer des FC Ismaning haben es geschafft, die Stimmung von zwei Kantersiegen binnen 90 Minuten zu Nichte zu machen. Das 1:2 (1:1) gegen den FC Augsburg II war ein schwerer Rückschlag.

von Nico bauer

Wer zu spät kommt, der wird neuerdings vom FC Ismaning gnadenlos bestraft. Diesmal stand es bereits nach einer Minute 1:0 für das Heimteam – nach acht Minuten war allerdings wieder alles ausgeglichen. Mit dem ersten Angriff schickte Christian Grujicic den Dreifachtorschützen von Würzburg, Mijo Stijepic – und der schloss ganz fein ab. Ismanings Nummer neun hat einen richtigen Lauf.

Seine zweite Großchance nach einer perfekten Flanke von Fabian Negele köpfte er aber daneben (36.). Nach dem schnellen Treffer ließ dann aber defensiv die Konzentration zu wünschen übrig. Der schnelle Ausgleich war die fast logische Konsequenz. Nach diesem Knallerstart kühlte das Geschehen dann aber ab. Zur Halbzeit war das 1:1 noch einigermaßen leistungsgerecht. Der zweite Durchgang begann wieder mit einem frühen Tor und das 1:2 der Augsburger war nicht unverdient. Thomas Steinherr kegelte den Ball im zweiten Anlauf gegen Rössl über die Linie. In der Folge bekam das Publikum einen ganz schwachen Auftritt der Gastgeber zu sehen.

Augsburg war die gesamte zweite Hälfte bei seinen Kontern dem 3:1 näher als der FCI dem Ausgleich. Mehr als zwei Distanzschüsse, die ein Regionalligatorwart halten muss, kam von den Ismaningern nicht mehr. Das bittere am Ismaninger Auftritt war die Emotionslosigkeit. Der Mannschaft war im Gegensatz zu den bisherigen Heimniederlagen nicht anzusehen, dass sie sich wirklich gegen das drohende Ergebnis stemmt. Augsburg reiste mit einer spielstarken Truppe an, aber die wirkte nicht wie das komplett unüberwindbare Hindernis.

„Die nehmen uns hier die Butter vom Brot und wir schauen zu“, schimpfte später Trainer Frank Schmöller. Das passte alles in das Bild der Zuschauer, die trotz gemäßigter Temperaturen sich den Schlusspfiff herbei sehnten. Der Ismaninger Trainer eröffnete die anschließende Pressekonferenz mit dem Hinweis auf ein Spiel, „das jeder selbst gesehen hat. Machen Sie sich dazu ihre Gedanken.“ Da den Statements des Trainers diesmal kaum noch jemand beiwohnte, war der Prozess des Nachdenkens bei einigen offenbar schon abgeschlossen.

Quelle: fussball-vorort.de

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