SVH kämpft bis zum Umfallen, geht aber leer aus

- 2:3 in hochklassigem Landesligaspiel gegen Markt Schwaben / Lob von Schmöller

Heimstetten - Zwei Elfmeter, zwei Platzverweise, ein auf die Tribüne verbannter Trainer, fünf Tore und ein Lattenkracher. Fußballerherz, was willst du mehr. "Eines der besten Landesliga-Spiele, die wir je gesehen haben", sind sich Franz Schick, Trainer des FC Falke Markt Schwaben, und Heimstetten-Coach Frank Schmöller einig. Dass der SV Heimstetten nach der 2:3 (1:2)-Niederlage mit leeren Händen die Heimreise antreten musste, ärgerte Schmöller wenig: "Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft absolut zufrieden, sie hat bis zum Umfallen gekämpft und nie aufgegeben. Wir wussten, dass es schwer werden würde, wenn Markt Schwaben in Führung geht."

So geschehen in der zwölften Spielminute. Nach verhaltenem Beginn schlenzte Imre Tempfli den Ball aus gut 14 Metern in den linken Winkel. Der SVH steckte das frühe Gegentor jedoch gut weg. Nur vier Minuten später hatte sich Emanuel Riegger gut in Szene gesetzt - einzig die Unterkante der Latte verhinderte den Ausgleich. Kurz darauf entschärfte Falke-Torwart Markus Lach mit einer spektakulären Flugparade einen Freistoß von Thomas Wolf (18.). Umso ärgerlicher der zweite Treffer für Markt Schwaben. Sebastian Kindermann hatte Tempfli im Strafraum festgehalten, den fälligen Strafstoß verwandelte Martin Wanke souverän (24.). Kurz vor dem Seitenwechsel wurden die Heimstettner schließlich für ihre Angriffsbemühungen belohnt, als Anton Rappl einen Freistoß von Thomas Wolf zum Anschlusstreffer einköpfte.

Nach der Pause drängte der SVH vehement auf den Ausgleich und erarbeitete sich durch Wolf (52.) und Patrick Nutz (60.) gute Möglichkeiten. Markt Schwaben konnte sich nur noch selten befreien - bis auf die 66. Minute, als Wanke mit einem schnell herausgespielten Konter das 1:3 und damit die Vorentscheidung markierte. Trotzdem sollte die Schlussphase noch einmal richtig turbulent werden: Zunächst schickte Schiedsrichter Spengler Markt Schwabens Andreas Schmalz wegen Meckerns vom Platz (86.), in der Nachspielzeit erwischte es auch Michael Bauer. Er hatte einen Schuss von SVH-Stürmer Michael Nissl aus kürzester Distanz an die Hand bekommen und so den Anschlusstreffer vereitelt. Den besorgte Wolf durch den anschließenden Handelfmeter (90.), geholfen hat es nichts mehr.Michael Leitner

SV Heimstetten: Bartulovic, Kindermann, Potenza, Rappl, Riegger, Wolf, Schien, Kelletshofer (72. Greza), Hock (63. Daiberl), Nissl, Nutz. Tore: 0:1 Tempfli (12.), 0:2 Wanke (24./Foulelfmeter), 1:2 Rappl (45.), 1:3 Wanke (66.), 2:3 Wolf (90./Handelfmeter). Gelb-Rot: Schmalz (Meckern). Rot: Bauer (absichtliches Handspiel). Schiedsrichter: Werner Spengler (Osterbruck). Zuschauer: 400.

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