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Kirchheimer SC gewinnt als Kollektiv Selbstvertrauen zurück

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Von: Guido Verstegen

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Dampf nach großem Kampf: Die KSC-Spieler bedanken sich bei ihren Fans; links Neuzugang Martin Egner mit dem verletzten Stammkeeper Ivan Babic, vorne v.l.: Matthias Ecker, Thomas Branco De Brito und Samuel Kaltenhauser.
Dampf nach großem Kampf: Die KSC-Spieler bedanken sich bei ihren Fans; links Neuzugang Martin Egner mit dem verletzten Stammkeeper Ivan Babic, vorne v.l.: Matthias Ecker, Thomas Branco De Brito und Samuel Kaltenhauser. © Guido Verstegen

Das 3:0 gegen den TSV Grünwald gibt den Landesliga-Fußballern des Kirchheimer SC weiteren Schub im Abstiegskampf. „Wir sind wieder da“ ist die Quintessenz nach diesem Erfolg des Kollektivs.

Kirchheim – Ivan Babic war einer der ersten, die Martin Egner nach seinem Landesliga-Debüt für den Kirchheimer SC gratulierten. „Er hat seine Sache gut gemacht“, sagte der verletzte Stammkeeper (21) über seinen Vertreter (33). Dem war das Lob ein bisschen unangenehm: „Fußball ist ein Mannschaftssport, und die Abwehr hat ja so einiges weggeräumt. Ich freue mich einfach, dass ich heute gespielt habe und helfen konnte.“

Viereinhalb Jahre nach seinem letzten Einsatz im Trikot des SV Nehren in der Staffel 3 der Landesliga Württemberg (27. Mai 2017) und zwei Wochen nach seinem Einstand in der KSC-Reserve hielt Egner seinen Kasten sauber. Dabei hatte er sich nach einer Corona-Infektion gerade erst freigetestet, noch einen sportmedizinischen Check gemacht und am Donnerstag erstmals wieder mit dem Team trainiert. „Er tut uns gut mit seiner Erfahrung, er spricht auch viel“, sagte Spielertrainer Steven Toy, der nach dem 3:0 gegen den TSV Grünwald niemanden aus der Elf hervorheben wollte.

Schließlich hatte bei den Kirchheimern wieder einmal das Kollektiv den Ausschlag gegeben. Jenes Kollektiv, das auf elf Spiele mit mageren zwei Punkten zehn Spiele mit beachtlichen 17 Punkten folgen ließ und dabei drei der letzten fünf Partien gewann. „Wir sind wieder da“, hieß es unisono nach dem Abpfiff. Nach zum Teil heftigen Pleiten und trotz der großen Personalsorgen – kein Spieler im Kader hat alle bisherigen Partien absolviert – arbeitete sich das Team auf Relegationsplatz 16 vor.

„Wir haben das Momentum ein bisschen auf unserer Seite, aber das haben wir uns auch erarbeitet“, sagt Außenverteidiger Matthias Ecker. „Jeder kämpft für jeden und nimmt alles in Kauf für den Erfolg der Mannschaft. Wir wussten immer, welche Qualität wir haben, aber das Selbstvertrauen war nicht da.“

Der 27-Jährige war nach einem Schlüsselbeinbruch im Auftaktspiel selbst zwei Monate außen vor gewesen und gab am Freitag beim schönsten Tor des Abends den Protagonisten. Bei seinem Flankenlauf von der Mittellinie hängte er gleich mehrere Gegenspieler ab und servierte den Ball beim 3:0 genau auf den Kopf von Peter Schmöller, sein erster Assist in dieser Saison. Beim 1:0 bejubelte Innenverteidiger Samuel Kaltenhauser drei Tage nach seinem 25. Geburtstag sein erstes Saisontor. (GUIDO VERSTEGEN)

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