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Innenverteidiger gesucht: Samuel Kaltenhauser (l.) fällt wohl wegen eines Auslandssemesters für den Rest der Saison aus; zudem sind Ricardo Jacobi und Spielertrainer Steven Toy verletzt.

KSC ist froh, bislang alle Punktspiele absolviert zu haben und lässt sich Zeit mit seinen Planungen

Verletzungspech: Kirchheimer SC sucht Innenverteidiger

  • vonGuido Verstegen
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Die neuerliche Corona-Zwangspause bringt die Verantwortlichen des Fußball-Landesligisten Kirchheimer SC nicht groß aus der Ruhe. „Wir sind es ja gewöhnt, flexibel zu sein in diesen Zeiten“, sagt Spielertrainer Steven Toy. Dessen wegen seines Kreuzbandrisses anstehende Operation wurde wegen der Corona-Pandemie allerdings gleich zweimal verlegt.

Kirchheim – An diesem Freitag hätten sich die Fußballer des Kirchheimer SC mit dem Ligapokal-Spiel beim VfB Hallbergmoos offiziell in die Winterpause verabschiedet, doch der zweite Corona-Lockdown bescherte dem Landesligisten einen vorzeitigen Break. „Wir sind zunächst einmal froh, dass wir alle unsere Punktspiele wie vorgesehen austragen konnten und machen nun bis Ende des Jahres Pause – trainieren dürfen wir im Moment ja sowieso nicht“, sagt Spielertrainer Steven Toy. Und wie es im Ligapokal weiter gehe, werde man sehen. Im Moment sei eh nicht klar, wann der Ball wieder rollen könne, „aber wir sind es ja gewöhnt, flexibel zu sein in diesen Zeiten“.

Das gilt auch für Toy selbst. Der 32-Jährige sollte eigentlich am vergangenen Montag wegen seines Kreuzbandrisses auf dem OP-Tisch liegen, dann wurde der Termin auf Mittwoch verschoben, erneut abgesagt und auf den 20. November verlegt – weil eben in Corona-Zeiten die nicht ganz so dringenden Eingriffe hinten anstehen.

Mit der Planung für den weiteren Verlauf der Saison lassen sich Toy und sein Co-Spielertrainer Fabian Löns auch noch Zeit, das für Februar vorgesehene Trainingslager in Kroatien buchten sie mit Blick auf die unsichere Reisesituation nicht. Toy: „Dort hätten wir auch über den Kader diskutiert und Einzelgespräche mit den Spielern über ihre Zukunft im Verein geführt.“

Große personelle Veränderungen stehen nicht an – wie in den vergangenen Jahren schon wird die Mannschaft nur sukzessive verstärkt, aktuell sind die Verantwortlichen allerdings auf der Suche nach einem neuen Innenverteidiger. Nach dem Abgang von Morris Duggan (jetzt VfR Garching) verletzte sich neben Toy mit Ricardo Jacobi (Meniskus-Operation) ein weiterer Innenverteidiger, obendrein fällt Samuel Kaltenhauser aller Voraussicht nach wegen eines Auslandssemesters für den Rest der Saison aus.

Angreifer Marc Koblizek hat sich beruflich verändert und ist seit einigen Wochen Niederlassungsleiter einer Personalagentur in Rosenheim. „Ich schaffe es zeitlich nicht mehr ins Training unter der Woche. Ob sich das noch mal ändert, weiß ich nicht“, sagt der 25-jährige Angreifer. Torhüter Markus Magdolen (Schulter-Operation) und Mittelfeldspieler Luca Eckerl (OP an einer Zyste im Knie) sind derzeit ebenfalls außen vor.

Besondere Trainingspläne gibt es für die Zeit der Corona-Zwangspause nicht, auch virtuelle Treffen beim Pokern oder bei FIFA-Turnieren wie beim ersten Lockdown finden nicht statt. „Auch ein Online-Zirkeltraining macht keinen Sinn“, findet Toy, der in Sachen Fitness voll auf die Eigeninitiative seiner Schützlinge setzt.

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