Ex-Kapitän  Eugen Martin (weiß)  springt bereits zum zweiten Mal als Feuerwehrmann ein.
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Ex-Kapitän Eugen Martin (weiß) springt bereits zum zweiten Mal als Feuerwehrmann ein.

KSC kann zweimalige Führung im Nachholspiel nicht verteidigen

Kirchheimer SC-Trainer Toy ärgert sich über „billige Gegentore“ - Achte Niederlage in Folge

  • VonGuido Verstegen
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Auch ihr Nachholspiel haben die Landesliga-Fußballer des Kirchheimer SC verloren: Das 2:4 (2:3) beim SV Bruckmühl bedeutete die achte Niederlage in Serie.

Kirchheim – Was das Personal angeht, kamen die Kirchheimer am Dienstagabend auf der letzten Rille daher. Nach Co-Spielertrainer Ricardo Jacobi hatte sich kurzfristig auch Marco Flohrs mit einem grippalen Infekt krankgemeldet, sodass Spielertrainer Steven Toy seine Abwehr komplett umstellen musste.

Bereits zum zweiten Mal in dieser Saison sprang Ex-Kapitän Eugen Martin als Feuerwehrmann ein und verteidigte diesmal in der kippenden Fünferkette – bei Ballbesitz wurde daraus eine Dreierkette – mit Sebastian Zielke und Thomas Branco De Brito auf den Außenpositionen. Die zuletzt angeschlagenen Kilian Kraus und Noel Pfeiffer mussten ran, Thomas Branco De Brito stand erstmals seit seiner langen Verletzungspause wieder in der Startelf.

Kirchheimer SC kann zweimalige Führung nicht verteidigen

Einmal mehr war es die wacklige Defensive, die den kämpferisch überzeugenden Kirchheimern einen dicken Strich durch die Rechnung machte. „Die erste Halbzeit war grundsätzlich in Ordnung, aber die ersten beiden Gegentore dürfen so einfach nicht fallen, das war zu billig“, ärgert sich Toy.

Zweimal ging das Schlusslicht beim Tabellensiebten in Führung und gab diese jeweils leichtfertig aus der Hand. Nach einem Eckstoß von Pfeiffer traf Co-Spielertrainer Fabian Löns aus fünf Metern zum 1:0 (8.), auf der anderen Seite war dann Stefan Scherhag im Anschluss an einen Eckball von Luca Piga zur Stelle (19.). Wieder meldete sich der KSC zurück – Sebastian Zielke flankte von links auf Peter Schmöller, der zum 2:1 einköpfte (25.), wieder glichen die Gastgeber nach einem Piga-Eckstoß aus, diesmal war Maximilian Gürtler der Nutznießer (30.). „Beide Standards fallen im Fünfer runter, Ivan (Babic, d. Red.) kommt nicht raus, und die Jungs sind nicht bei ihren Leuten“, ereiferte sich Toy.

Der abermalige Ausgleich zeigte Wirkung, die Bruckmühler setzten sich über die Außen immer besser in Szene, und Anian Folger verwertete ein Zuspiel von Patrick Kunze zum 3:2 für die Heimelf (37.). Von diesem Nackenschlag erholten sich die Gäste nicht mehr: Kirchheim entwickelte nach der Pause kaum noch Torgefahr und hatte sogar Glück, dass der Aufsteiger nicht noch mehr Treffer nachlegte als das 4:2 durch Sebastian Marx (60.). (GUIDO VERSTEGEN)

SV Bruckmühl – Kirchheimer SC 4:2 (3:2)
KSC: Babic – Kraus, Maiberger, Martin (81. Younan) – Zielke, Pfeiffer (58. Eckerl), Wilms (70. Tasci), Schmöller (70. Bittlmayer), Branco De Brito (64. Vitzthum) – Löns, Özdemir.

Tore: 0:1 Löns (8.), 1:1 Scherhag (19.), 1:2 Schmöller (25.), 2:2 Gürtler (30.), 3:2 Folger (37.), 4:2 Marx (60.).

Schiedsrichter: Michael Hofbauer (Bernau) – Zuschauer: 190

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