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Antonio Saponaro ist mit 18 Toren der Torgarant der Fortuna Unterhaching.

Antonio Saponaro ist der Torgarant der Fortuna Unterhaching

Antonio Saponaro: „Haben den besten Kader der Liga“

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  • Luca Iannotta
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Ihr Selbstbewusstsein soll die Fortuna an der Tabellenspitze halten. Antonio Saponaro spricht zuversichtlich über den Aufstieg in die Kreisliga.

  • Mit 18 Treffern aus 12 Spielen führt Antonio Saponaro derzeit die Torschützenliste an
  • Saponaro hat in Italien sogar in der U19-Bundesliga gespielt
  • Der Aufstieg ist laut dem 26-Jährigen sehr wahrscheinlich

Antonio Saponaro kam vor drei Jahren nach München und spielt heute für die Fortuna Unterhaching. Der Goalgetter möchte auch in der kommenden Rückrunde mit dem Toreschießen fortfahren. Sein langjähriges Idol war und ist Andrii Shevchenko.

Was ist dein Rezept zum Toreschießen?

Als Mittelstürmer ist es wichtig, intelligent zu spielen. Ich weiß, wie ich mich bewegen muss, um erfolgreich zu sein. Man muss sich seine Kraft gut einteilen, um in den entscheidenden Momenten voll da zu sein. Ich bereite mich auf jedes Spiel gut vor. Auch wenn es „nur“ Kreisklasse ist, möchte ich unter keinen Umständen verlieren. Unser Kader ist wahrscheinlich der stärkste der Liga. Also hab ich einige Leute hinter mir, die mir den Ball perfekt auflegen. 

Ihr steht auf dem ersten Platz, aber nur mit zwei Punkten Vorsprung. Ist der Aufstieg trotzdem ein „Muss“?

Auf jeden Fall. Die einzige Niederlage mussten wir gegen Putzbrunn einstecken und da waren wir am Vortag alle auf der Wiesn. Wenn wir so weitermachen, wie in dieser Hinrunde, packen wir den Aufstieg. Wir haben den besten Torwart der Liga, einen super Trainer und mit Simon Richter auch noch einen Neuzugang, der es in sich hat. Mit ihm haben wir in der Rückrunde einen Monster-Sturm.

Auch letztes Jahr hat nicht viel zum Aufstieg gefehlt. Was hat sich zur neuen Saison geändert?

Im Grunde haben wir nur an die Rückrunde der letzten Saison angeknüpft. Da haben wir nur ein Spiel verloren. Wir haben das Selbstbewusstsein aus der letzten Spielzeit in die aktuelle mitgenommen. Dann hatten wir zur neuen Saison zwei Neuzugänge. Auch die Teamchemie hat sich nun nach knapp zwei Jahren Zusammenarbeit verbessert. 

Die Zeit beim AC Mantova

In der Vergangenheit hast du in Italien gelebt. Wie hast du den Fußball dort erlebt?

Von der F bis zur A-Jugend war ich bei dem italienischen Profiteam AC Mantova. In der U19 habe ich sogar in der italienischen Jugend-Bundesliga gespielt. Im Herrenbereich habe ich ein Jahr in der italienischen Regionalliga gespielt, aber da kam ich zu sehr wenigen Einsätzen. Vor drei Jahren kam ich dann nach München. 

Worin liegen die Unterschiede zwischen dem italienischen und dem deutschen Fußball?

In Italien haben wir im Herrenbereich nur neun Ligen. Egal ob Amateur- oder Profiliga, der Fokus wird auf die Defensive gelegt und Technik. In Italien spielt man in der Hoffnung irgendwie ein Tor zu erzielen und dafür keines zu kassieren. Der italienische Fußball ist oft sehr langweilig. So wie man das auch in der Serie A sieht. Diesen Spielstil kriegt man schon in der Jugend eingeflößt. Von vier Trainingseinheiten war die Hälfte für Taktik und Defensivarbeit. In Deutschland spielt man wirklich, um Tore zu erzielen. Ergebnisse, wie hier in Deutschland sind in Italien sehr selten. Die Mentalität ist eine ganz andere aber kämpferisch ist der Fußball sehr ähnlich. 

Letzte Saison konntest du 32 Tore erzielen. Packst du die 30-Tore-Marke wieder?

Die Hälfte der Saison ist vergangen und ich stehe bei 18 Zählern, also müsste es dieses Jahr rein rechnerisch wieder klappen. Mein Ziel für diese Saison liegt zwischen 35 und 40 Toren. 

„Angebote wären da“

Wie sieht es mit einem Wechsel in eine höhere Liga aus?

In erster Linie wünsche ich mir den Aufstieg mit der Fortuna. Angebote wären jedoch schon da. Ich bin aber durch meinen Beruf zeitlich eingespannt. In einem Monat fehle ich zwei Wochen im Training und das klappt in den höheren Ligen nicht mehr. Außerdem ist eh ziemlich unfair, dass ich relativ selten im Training bin und trotzdem spiele.

Wer ist dein sportliches Vorbild?

Ich war und bin Fan vom AC Mailand. Deshalb war mein Vorbild immer Andrii Shevchenko.

Was würdest du mit den 15 Kästen anstellen?

Ich hoffe, dass es dieses Jahr klappt! Ein anderer Kreisklasse-Kicker ist mir jedoch schon ein ordentliches Stück voraus. Den Gewinn würde ich mit meinem Team teilen. Auch die Arbeitskollegen kriegen den einen oder anderen Kasten, weil sie jeden Montag meine Fußball-Berichte ertragen.

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