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Vinzenz Loistl glaubt an den Aufstieg in die Kreisliga.

Pullachs Tormaschine Vinzenz Loistl im Interview

Loistl: „Würde lieber kein Tor mehr schießen, wenn wir dafür gewinnen“

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  • Luca Iannotta
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Vinzenz Loistl spricht im Interview über die vergangene Hinrunde. Der 29-Jährige traf in dieser Saison bereits 19 mal. Er prangert aber ein Problem an.

Vinzenz Loistl konnte bereits 19 mal einnetzen und ist somit Top-Torjäger der Kreisklasse 3 München. In der Vergangenheit bekam Loistl bereits Einsätze in der Bayernliga. Obwohl die Tabellensituation der Mannschaft nicht seiner persönlichen Leistung entspricht, ist der 29-Jährige positiv gestimmt.

  • Vinzenz Loistl vom SV Pullach führt mit 19 Treffern die Torschützenliste der Kreisklasse an
  • Neben seiner Tätigkeit als Spieler trainiert Loistl die U16 des FC Bayern München
  • Der 29-Jährige sieht die Aufstiegs-Relegation als durchaus möglich

Du warst in elf Spielen bereits 19 mal erfolgreich. Was zeichnet dich als Stürmer aus?

Ich bin eigentlich gar kein Stürmer, sondern eher im offensiven Mittelfeld unterwegs. Bei Standards bin ich stark und verwandel auch den einen oder anderen Freistoß direkt. Einen sehr guten Stürmer zeichnen immer auch die sehr guten Mitspieler aus. Außerdem mache ich vor jedem Spiel einen besonderen Handschlag mit Vincent Traub, der wird das ausschlaggebende Ritual sein (lacht).

Trotz deiner überragenden Leistung steht ihr nur auf dem fünften Platz. Was gibt dir das für ein Gefühl?

Ich bin einfach glücklich, mit der Mannschaft am Wochenende auf dem Platz zu stehen. Die sportlichen und tabellarischen Ergebnisse stell ich erstmal hinten an. Einen Teil der Mannschaft habe ich trainiert und mit dem anderen Teil bin ich selber aufgewachsen. Das macht die Harmonie in der Mannschaft für mich sehr besonders. Aber selbstverständlich wäre es cool, oben drin zu stehen. 

Loistl schlägt Alarm: „Sind sehr schwach im Feiern gehen“

Was hältst du persönlich für die Schwäche deiner Mannschaft?

Also wir sind wirklich sehr schwach im Feiern gehen und das obwohl wir wirklich viele junge Leute haben. Abgesehen davon fehlt einfach noch in vielen Belangen die Erfahrung. 

Eure erste Mannschaft spielt in der Bayernliga. Hat das irgendwelche Auswirkungen auf euch?

Wir sind stolz darauf in Pullach eine Bayernligamannschaft stellen zu können. Eine höherklassige erste Mannschaft kann natürlich auch hin und wieder eine große Chance für einen der jüngeren Spieler sein. 

Auch du hattest bereits in der Bayernliga Einsätze für Pullach. Was war der Grund für den Wechsel in die Kreisklasse?

Auf jeden Fall macht es genauso viel Spaß in der Kreisklasse zu spielen. Ich bin Trainer der U16 beim FC Bayern München und dadurch zeitlich sehr eingeschränkt. Ich selber trainiere eigentlich kaum, sondern erscheine nur zu den Spielen. Ich trainiere höchstens ein mal die Woche und das reicht für die Bayernliga definitiv nicht. Das alles ist nicht ganz einfach unter einen Hut zu bekommen. Aber was macht man nicht alles für den Fußball.

Ist die Kreisklasse für dich ausreichend?

Also ich als Spieler würde schon gerne etwas höher spielen. Aber zu der aktuellen Situation ist die Kreisklasse passend.

„Mein großes Ziel ist, dass keiner mit dem Auto kommt“

Lebt der Traum vom Aufstieg denn vielleicht doch noch?

Die Pasinger haben eine starke Truppe und werden das Rennen machen. Wir haben Thalkirchen geschlagen, deshalb haben wir den zweiten Platz durchaus im Visier. Um realistisch zu bleiben, es muss sehr viel passen, um die Relegation noch zu erreichen. Ich würde auch gerne keine Tore mehr schießen und dafür öfters gewinnen. Das Quäntchen Glück wird im Aufstiegsrennen entscheidend. 

Die letzte und wichtigste Frage ist natürlich, was du mit den 15 Kästen Siegprämie anfangen könntest. 

Wie bereits erwähnt sind wir unglaublich schlecht im Feiern. Also würde ich die Kästen meinem Team für einen Mannschaftsabend spendieren, um sie so zu motivieren. Mein großes Ziel wäre, dass keiner mit dem Auto kommt und wir dann noch feiern gehen.  

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