Lehrstunde für die SpVgg Unterhaching

Unterhaching - Zum Saisonauftakt in der Regionalliga Süd unterlag Zweitliga-Absteiger SpVgg Unterhaching 1:2 bei Aufsteiger SSV Jahn Regensburg.

Die Partie beim Aufsteiger zeigte vor allem eines: In der Regionalliga werden Siege nicht durch individuelle Klasse, sondern durch Einsatzwillen, Kampfbereitschaft und Zweikämpfstärke eingefahren. Und in dieser Hinsicht erteilte der Gastgeber dem Meisterschaftsfavoriten beinahe eine Lehrstunde.

Von der Hachinger Inkonsequenz selbst überrascht, fand der Bayernliga-Meister von Minute zu Minute besser ins Spiel. Dem 1:0 (22.) durch Petr Stoilov, Regensburgs bestem Mann, ging eine Reihe von Fehlern voraus. Erst vertändelte Raphael Schaschko im eigenen Strafraum unnötig die Kugel, dann ließ Boris Leschinski beim anschließenden Eckball Stoilov freien Lauf, und der bullige Stürmer netzte eiskalt per Kopf zur überraschenden, aber nicht unverdienten Führung ein. "Die Einstellung hat nicht gestimmt. Mental waren wir von der ersten Minute an nicht bei der Sache", monierte Trainer Werner Lorant.

Als Robert Lechleiter nach 33 gespielten Minuten den Ball per Kopf auf Thomas Rathgeber ablegte und dieser das Leder aus 16 Metern volley zum 1:1 ins Tor hämmerte, keimte wieder Hoffnung bei der SpVgg auf. Doch die Entscheidung fiel noch vor der Pause, nach einem Hachinger Abwehrschnitzer: Stoilov, körperlich robust, aber mitnichten eine Gazelle auf zwei Beinen, schnappte sich das Leder, ließ die beiden Hachinger Verteidiger wie Statisten stehen und donnerte das Leder unhaltbar zum 2:1-Endstand unter die Latte (43.).

Fazit von Lorant: "Ich habe meinen Spieler lange genug gesagt, auf was es in der Regionalliga ankommt. Wenn es mit Reden nicht geht, müssen wir es eben anders versuchen."

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