Die Lust kommt zurück

- Eching - Nein, die Leistung der "Amateure" des SC Fürstenfeldbruck in Eching war eines Tabellendritten nicht würdig. Dabei kam die Mannschaft als einer von drei Jägern von Tabellenführer SV Erlbach mit breiter Brust ins Willi-Widhopf-Stadion. Sie unterlag nach einem schwachen Auftreten dem zuletzt so gebeutelten TSV Eching mit 0:1. Zurecht - auch weil mit Michael Schütz ein alter Hase den Laden bei den Zebras zusammen hielt.

Turan Masat, der zuletzt aufsteigende Form zeigte, konnte trotz des erwarteten Ausfalls doch auflaufen, musste sich aber mit der Manndeckerrrolle bescheiden, weil Trainer Gricko Radlmaier seinen Spezi Schütz in die Zentralposition beordert hatte. Masat liefert aber auch gegen Kastriot Shabani eine einwandfreie Leistung bis zu seinem verletzungsbedingten Ausscheiden. Admir Karalic dagegen beacktere erstmals die rechte Seite. Eine Formation für die Zukunft? "So lang wir gewinnen und alles positiv läuft, bin ich gern dabei", äußerte Debütant Schütz über das weitere Prozedere.

Angetrieben vom lautstarken Neu-Libero begannen die Hausherren forsch und mit dem Bemühen um flottes Offensivspiel. Die angriffslustige Dreierreihe Markus Köppl, Benjamin Held und Christopher Schindler agierte risikofreudig und attraktiv, ohne aber Zwingendes zu produzieren. Zaghafte Chancen für Karalic und Schindler in den Minuten neun und 38 waren schon die einzigen gefährlichen Aktionen vor der Pause. Auch weil von den Gästen nur Diätkost zu sehen war. Über rechts ging gar nichts, ebenso durch die Mitte, allenfalls Kapitän Matthias Strassl mühte sich auf dem linken Flügel. Aber auch er war tatenlos, als kurz vor dem Seitenwechsel doch noch Entscheidendes geschah: Ausgerechnet Schütz platzierte eine weite Freistoßflanke so präzise, dass Schindler SC-Keeper Miklaj Simon in arge Bedrängnis brachte und sich Held per Abstauber nachträglich sein eigenes Geburtstagsgeschenk zum 21. machte - 1:0 (43.).

Es sollte auch mit getauschten Seiten unverändert weiter gehen: Eching bemüht, nicht effektiv, aber kompromisslos im Defensivverbund, Bruck allenfalls mit Zufallschancen bis in die Endphase. Wie etwa in Minute 54, als die gefährliche Flanke von Ümet Venedikoglu sowohl am einschussbereiten Shabani als auch am langen Pfosten an Thomas Krovinovic vorbei rauschte. Dusel für die Zebras, die sich fortan wütenden Angriffen und dem munter mit stürmenden Schlussmann Simon gegenüber sahen, auch bisweilen wankten, doch nicht fielen. Vielmehr eröffneten sich hochkarätige Konterchancen, von denen Klaus Simon eine aus zwei Metern versägte und Schindler zwei Mal Brucks Nummer eins zu Glanzparaden zwang. Doch auch als Scorer liefs für den quirligen Ex-Ingolstädter nicht besser, denn eine Hundertprozentige zwei Minuten vor dem Ende schoss Karalic Simon in die Arme. So blieb es beim 1:0 - ein knappes Ergebnis, aber ein großer Schritt für den TSV Eching.

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