Permanent unter Beschuss stand der Landsberger Torhüter Markus Obermayer; hier schaut der Pullacher Marco Götz (Nr. 9), dessen Mannschaft 3:0 gewann, zu. Foto: Eva Huber

SVP macht schon zur Halbzeit alles klar

Pullach - Mit einem 3:0 (3:0) über den TSV Landsberg gelang dem SV Pullach in der Landesliga Süd der Sprung vom fünften auf den dritten Platz.

SVP-Trainer Carsten Teschke zeigte sich nach dem klaren und, gemessen an den Spielanteilen, trotzdem zu knapp ausgefallenen Erfolg erleichtert: „Das war endlich mal wieder ein überzeugender Heimsieg. Und der war wichtig, sonst wäre der Abstand nach oben zu groß geworden.“ Dem Coach fiel vermutlich auch deshalb ein Stein vom Herzen, weil die Gäste vor der Partie noch als dicker Brocken eingestuft worden waren. Schließlich hatten sie sich als Aufsteiger bis auf Rang vier vorgearbeitet, bei nur einer Niederlage aus zehn Spielen. Doch an der Gistlstraße wusste der TSV den Vorschusslorbeeren nicht gerecht zu werden. In der Anfangsphase hielten die Landsberger zwar noch einigermaßen mit, doch schon da hatte der SVP mehr vom Spiel und die klareren Chancen: Christian Duswald zielte vorbei (8.), Marco Götz (15.) und Steffen Vogel (17.) scheiterten am glänzend reagierenden Schlussmann Markus Obermayer. Auf der anderen Seite wurde es nur einmal richtig gefährlich, als der gleich zu Beginn für den verletzten Christopher Reitter eingewechselte Steffen Purschke den Ball hinten gegen Patrick Starker vertändelte. Doch Pullachs starker Innenverteidiger Philipp Malige klärte dessen Flanke zur Ecke (22.).

Nach etwa einer halben Stunde folgte ein merkwürdiger Bruch im Spiel der Gäste, die den Zweikämpfen förmlich aus dem Weg zu gehen schienen. So konnte Purschke völlig ungehindert flanken, Schinagel köpfte die präzise Hereingabe über den Umweg der Latte zum 1:0 ins Netz (35.). Vier Minuten später stand Duswald nach einer abgefälschten Flanke von Arthur Kubica völlig frei. Seine wuchtige Volley-Abnahme fand zwar nicht den Weg ins Tor, aber auf die Stirn von Schinagel, der reaktionsschnell einköpfte (39.). Und in der Nachspielzeit der ersten Halbzeit erhöhte Florian Königer nach einer Kubica-Ecke, ebenfalls per Kopf, auf 3:0.

Trotz des sicheren Polsters griffen die Pullacher nach dem Wechsel weiter munter an, erspielten sich Chancen wie am Fließband, brachten gegen die konfuse Gäste-Abwehr aber kein Tor mehr zustande. Dabei hätten einige Aktionen einen Treffer verdient gehabt, etwa Götz’ Seitfallzieher nach herrlicher Duswald-Vorarbeit (50.), Schinagels Pfostenschuss nach einem weiteren starken Duswald-Auftritt auf dem rechten Flügel (72.) oder Kubicas strammer Schuss nach unwiderstehlichem Solo, den Obermayer mit den Fäusten parierte (75.).

Die mangelnde Chancenauswertung war schließlich auch Teschkes einziger Kritikpunkt: „Wir hätten das 4:0 und 5:0 machen müssen. Das fehlt uns noch, dass wir eine an sich sehr gute Halbzeit auch in Tore umsetzen.“ Gegen einen stärkeren Gegner, das weiß der Trainer, kann sich diese Nachlässigkeit durchaus einmal rächen. Landsberg, das sich in der Schlussviertelstunde noch einmal etwas aufbäumte, vergab jedoch seine Möglichkeiten kläglich und durfte sich mit der 0:3-Niederlage am Ende noch gut bedient fühlen.

TSV Landsberg 3:1

SV Pullach: Volz – Benzinger, Malige, Königer, Reitter (2. Purschke), Duswald, Schuff (79. Will), Vogel, Kubica, Schinagel, Götz (60. Rauch)

Tore: 1:0 Schinagel (35.), 2:0 Schinagel (39.), 3:0 Königer (45.+1.)

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