Markus Kubick tritt als Coach die Nachfolge von Adi Maurer an.
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Markus Kubick tritt als Coach die Nachfolge von Adi Maurer an.

TSV steht mit sieben Punkten auf dem letzten Platz

Feldkirchen: Neuer Trainer Markus Kubick soll TSV in A-Klasse halten

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Der TSV Feldkirchen präsentiert in Markus Kubick den neuen Trainer der A-Klasse-Mannschaft. Der 38-Jährige soll den Tabellenletzten beim Re-Start in der Klasse halten.

Feldkirchen – Als die Corona-Pandemie den Amateurfußballern im November quasi ein Platzverbot erteilte, da stand wohl kaum ein Klub im Landkreis vor so großen Herausforderungen wie der TSV Feldkirchen. Nicht nur brach für den Verein – so wie für alle anderen – eine Zwangspause von ungewisser Dauer an, die ja bis heute anhält. Sondern der TSV ging in diese Auszeit auch als Tabellenletzter der A-Klasse 6. Und: ohne Trainer.

Markus Kubick wird neuer Trainer des TSV Feldkirchen

Denn weil Adi Maurer infolge eines Umzugs die Fahrerei nach Feldkirchen zu viel geworden sei, habe der Coach schon vor einiger Zeit seinen Abschied angekündigt, berichtet Abteilungsleiter Rudi Klaus. Und trotz mehrerer Anfragen und Gespräche habe der Verein bis zum Lockdown keinen Nachfolger finden können. Bedeutete also: In Zeiten von Kontaktverboten, Abstandsregeln und gesperrten Fußballplätzen musste sich die TSV-Führung auf die Suche nach einem Trainer begeben. „Das war sehr schwierig“, räumt Rudi Klaus ein. Doch trotz aller Hindernisse wurde die Abteilungsleitung schließlich fündig.

Markus Kubick heißt der neue Mann an der Seitenlinie in Feldkirchen. Der 38-Jährige, der in München lebt, kickte selbst bis 2017 im Landsberger Raum sowie später unter anderem für Neubiberg-Ottobrunn und die SF Aying. Als Trainer war er zuletzt für die Zweite Mannschaft des FC Puchheim zuständig. Dort jedoch habe er keine Perspektive mehr gesehen, sagt Kubick. „Weil ich nicht die Erste Mannschaft trainieren durfte.“ Als dann die Anfrage aus Feldkirchen kam, habe er alsbald zugesagt. „Natürlich sind die Aussichten als Tabellenletzter nicht gut“, sagt er. „Aber ich bin ein ehrgeiziger Typ, und ich nehme diese Herausforderung an.“

Markus Kubick: „Rechnerisch ist noch alles möglich“

Aktuell jedoch muss sich Markus Kubick noch in Geduld üben, bis er mit seinem neuen Team das Projekt Klassenerhalt angehen kann. Der Mannschaft habe er sich schon bei einem Videotelefonat vorgestellt, erzählt der Coach. Die Kicker gleich mit Laufplänen und Onlineeinheiten zu begrüßen, darauf habe er aber verzichtet. „In der momentanen Situation, wo keiner weiß, wie es weitergeht, hat das keinen Sinn“, sagt Kubick. „Ich bin ohnehin der Auffassung, dass man sich die Kondition auf dem Platz mit dem Ball holen sollte.“

Fragt man den Trainer nach den Chancen seines neuen Klubs auf den Klassenerhalt, dann gibt er sich – trotz sechs Punkten Rückstand aufs rettende Ufer – optimistisch und betont: „Rechnerisch ist noch alles möglich.“ Ungleich weniger zuversichtlich bewertet Kubick die Aussichten für die laufende Spielzeit. „Aus meiner Sicht sind die Chancen minimal, dass diese Saison noch zu Ende gespielt wird.“ Er rechne damit, „dass wir nicht vor Ende April zurück auf den Platz dürfen“, sagt der Coach. „Und dann wir die Zeit zu knapp.“

Abteilungsleiter Rudi Klaus: „Wir würden natürlich gerne in der A-Klasse bleiben“

Im Falle eines Saisonabbruchs würde sich freilich die Frage stellen, wie die Spielzeit zu werten ist. Und – was für den TSV Feldkirchen entscheidend wäre: Gäbe es in diesem Fall Absteiger? Abteilungsleiter Rudi Klaus, der die Chancen für eine zu Ende gespielte Saison ebenfalls als gering erachtet, hofft jedenfalls auf eine ähnliche Lösung, wie sie in anderen Bundesländern praktiziert wurde: „Da hat man gesagt, dass der Erste aufsteigen darf und dass keiner absteigt.“ In diesem Fall könnte der TSV Feldkirchen seinen Kopf noch mal aus der Schlinge ziehen. „Wir würden natürlich gerne in der A-Klasse bleiben“, sagt Abteilungsleiter Klaus. Schließlich sei die Mannschaft jung und würde demnächst durch mehrere Spieler aus dem eigenen Nachwuchs verstärkt. Und – was im November nicht unbedingt zu erwarten war: Das Team hat nunmehr auch wieder einen Trainer.

(Patrik Stäbler)

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