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Im August 2018 trainierte Maximilan Franzke mit den Stars des FC Bayern im Trainingslager in Rottach-Egern: (v.l.) Renato Sanches, Franzke, Sandro Wagner, Arturo Vidal und James Rodriguez bei einer ganz entspannten Regenerationseinheit,.

Von Baierbrunn in die weite Welt des Fußballs

  • vonAndrea Kästle
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Die Fußballabteilung des SC Baierbrunn hat eine schöne Anerkennung bekommen für die Jugendarbeit, die sie seit vielen Jahren leistet. In der Jugendabteilung hat nämlich als Sechsjähriger Maximilian Franzke gespielt, der mittlerweile im Profifußball unterwegs ist. Und nachdem Franzke, heute 21 Jahre alt, zum erstenmal aufgelaufen ist für den FC St. Pauli, haben die Vereine, die ihn als kleinen Steppke gefördert haben, eine Prämie erhalten. Im Fall von Baierbrunn waren das um die 3000 Euro.

Baierbrunn –Ende des vergangenen Jahres Jahres hatte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) bekannt gegeben, dass sich der SC Baierbrunn einstellen darf auf den kleinen Geldsegen. Bürgermeister Patrick Ott (ÜWG) freute sich mit den Beteiligten, er meinte: „Für so einen kleinen Dorfverein ist das schon eine echte Leistung.“ Offensichtlich leiste der Sportclub „hervorragende Jugendarbeit“, schließlich kommt ja auch der nationale Top-Leichtathlet Yannick Wolf aus der Gemeinde. Und hat beim örtlichen SC angefangen.

Dabei war oder ist im Fall von Maximilian Franzke ein Großteil der Familie der Fußballabteilung des SC Baierbrunn verbunden. Sein jüngerer Bruder, Luis, spielte auch in Baierbrunn, inzwischen ist er vor einem Jahr aber zum TSV Grünwald gewechselt. Und der Vater, Jochen Franzke, spielt bei den Alten Herren in Baierbrunn. Jugendleiter Andi Schweitzer kennt ihn, Maximilian hat er jedoch nicht mehr erlebt. Eingesetzt würde Jochen Franzke bevorzugt im offensiven Außenfeld, „da liegt wahrscheinlich seine Stärke“.

Maximilian Franzke ist erst zum SV Pullach gewechselt, von dort holten ihn der FC Bayern in seine zweite Mannschaft. Ein Bundesligaspiel hat er für die Bayern nicht gemacht, „nur Testspiele, er war regelmäßig in der zweiten Mannschaft“. Dann wechselte er nach Hamburg, inzwischen wurde er an den 1. FC Magdeburg verliehen. Zur neuen Saison soll er zum FC St. Pauli zurückkehren.

Die Jugendabteilung des SC, sagt auch Schweitzer, würde einen „typischen Dorfverein“ spiegeln, vor allem die ganz Kleinen sind relativ stark vertreten. In Baierbrunn sind zwei Bambini-Mannschaften im Spielbetrieb vertreten, es gibt zwei E-Jugenden, je eine D- und F-Jugend. Aber bei den Älteren, der C- und B-Jugend, musste man jeweils Spielgemeinschaften mit dem TSV Schäftlarn eingehen, um die Mannschaften aufrecht erhalten zu können. „Das ist die normale Entwicklung“, meint Schweizer. Auf dem Großfeld werde es einfach schwieriger, die Spieler bei der Stange zu halten.

Die Prämie, die man vom DFB bekommen hat, werde schlicht dorthin zurückfließen, wo sie auch erarbeitet worden ist – in die Jugendabteilung. „Wir schaffen davon übliche Sachen an, die man eben braucht, Tore, Material“, unter Umständen könne auch die Kooperation mit der Münchner Fußballschule intensiviert werden. Die Abteilung werde auch einen Eigenanteil leisten für den Kunstrasenplatz, den die Fußballer jetzt endlich auf dem Areal des Sport- und Bürgerzentrums erhalten. „Auch unsere Flutlichtanlage“, sagt Andi Schweitzer, „gehört mal modernisiert“.

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