Nach Derby-Schlappe eröffnen sich Ottobrunn vier Möglichkeiten

- VON UMBERTO SAVIGNANO Ottobrunn/Grünwald - Deprimiert, ja beinahe apathisch beobachteten Trainer Horst Kraus und die Spieler des TSV Ottobrunn vom Spielfeldrand aus die Freudenszenen, die sich auf dem Rasen des Stadions am Haidgraben abspielten. Wenige Augenblicke zuvor hatte der Schlusspfiff eine weitere Heimniederlage der Ottobrunner besiegelt, die neunte und letzte in 15 Partien. Das 2:3 (2:1) gegen den TSV Grünwald bedeutet für die Kraus-Elf, dass sie entweder direkt absteigen oder eine Saisonverlängerung in Kauf nehmen muss. Die Grün-Weißen durften hingegen den endgültigen Klassenerhalt feiern (siehe nebenstehenden Bericht).<BR>

<P>Es dauerte nicht lange, da hatte sich zumindest Kraus wieder gefasst und erkannt, was in der Woche bis zum letzten Punktspiel am kommenden Samstag bei SK Srbija zu tun ist: "Jetzt müssen wir die Spieler wieder aufbauen. Die Hoffnung ist noch da. Es wird ein echtes Endspiel." Tatsächlich kommt es nun zum Fernduell zwischen den Ottobrunnern und dem punktgleichen SB Rosenheim, der aufgrund einer 0:1-Heimnniederlage gegen Ampfing seine Position ebenfalls nicht verbessern konnte. Rosenheim muss in Raisting antreten, das wie Srbija zu den Spitzenteams zählt.<P>Letztlich bleiben Ottobrunn vor dem Saisonfinale vier Möglichkeiten: direkter Abstieg, Relegation, Entscheidungsspiel mit Rosenheim oder sogar ein (oder mehrere) Entscheidungsspiel(e) mit Aussicht auf den anschließenden unmittelbaren Klassenerhalt, falls man den drei Zähler vorausliegenden ASV Dachau noch einholt.<P>Gegen Grünwald hätten die Ottobrunner ihre Position entscheidend verbessern können, zumal Stephen Wright schon in der dritten Minute mit einem 25-Meter-Freistoß für die Führung sorgte. Doch Nikola Novakovic glich bald aus, als er sich im Getümmel durchsetzte (10.). Die Partie plätscherte in der Folgezeit dahin, bis Tim Roggermeier nach einem Freistoß von Marco Ivic per Kopf das 2:1 gelang (33.). Bis zur Pause blieben die Gastgeber die aktivere Mannschaft, von Grünwalder Ausgleichsbemühungen war zunächst nicht viel zu sehen.<P>Das änderte sich aber nach dem Wechsel: Nach einer Flanke von Florian Daiberl war erneut Novakovic zur Stelle: das 2:2 (63.). Ein Treffer, der die Ottobrunner verärgerte, weil sie den Ball vor der Hereingabe im Seitenaus gesehen hatten. "Dieses Tor hat uns das Genick gebrochen", stellte Kraus fest. In der Tat war nun Grünwald deutlich am Drücker: Ein Kopfball von Max Doppler landete auf der Querlatte (68.), einer von Novakovic knapp daneben (78.). In der 89. Minute gelang dem Torjäger aber doch noch sein dritter Streich: Von den Ottobrunner Verteidigern vergessen, staubte er ab, nachdem Torwart Thomas Brunner gegen Daiberl noch glänzend pariert hatte. "Da haben wir gepennt", schimpfte Kraus, der plötzlich mit völlig leeren Händen da stand und klagte: "Wenn man 2:1 führt, darf man dieses Spiel nicht mehr so hergeben." TSV Ottobrunn: Brunner - Wright (58. Erlic), Bodurka, Oberpriller (65. Matschi), Radzey, Roggermeier, Späth, Kelletshofer, Mornhart (77. Peintinger), Soave, Ivic TSV Grünwald: Herz - Werner, Vötter, Pflug, Vorwerk, Daiberl, Berger, Doppler, Baum, Kaiser (23. Löppert), Novakovic Tore: 1:0 Wright (3.), 1:1 Novakovic (10.), 2:1 Roggermeier (33.), 2:2 Novakovic (63.), 2:3 Novakovic (89.)<P><P>

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