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Das Hinspiel gewann Nürnbergs Reserve in Garching mit 3:1.

Regionalliga Bayern

Nach Trainer-Rücktritt: Sportlicher Leiter coacht VfR Garching

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Unerwartet ist VfR-Trainer Philipp Bönig unter der Woche zurückgetreten. Beim FC Nünrberg II steht interimsweise der Sportliche Leiter Ludwig Trifellner an der Seitenlinie.

Garching – Die Woche nach dem großen Knall ist durch. Der Regionalligist VfR Garching hat sich nach dem Rücktritt von Trainer Philipp Bönig entschieden, keinen Schnellschuss mit der Verpflichtung eines anderen Trainers zu machen. Im Auswärtsspiel beim 1. FC Nürnberg II (Samstag, 14 Uhr) sitzt erst einmal der sportliche Leiter Ludwig Trifellner auf der Bank. Er hat als Trainer Erfahrung und dazu auch den für die Regionalliga notwendigen A-Schein.

Trifellner selbst war nicht unbedingt erpicht auf den Trainerjob und auch bei seiner Frau hält sich die Begeisterung arg in Grenzen. Der Verantwortliche des VfR sah aber keine andere Option und betreut die Mannschaft nun zusammen mit den beiden Co-Trainern Emanuel Jozic und Matthias Strohmaier. Mit Blick auf das Duo sagt Trifellner, dass eine Beförderung der Co-Trainer eine Variante sei. Nur stelle sich da die Frage, ob die ehemaligen Bönig-Assistenten nach der intensiven Kommunikation im Trainerteam von der Mannschaft als neuen Impuls gesehen werden.

Trifellner hat natürlich auch reihenweise Bewerbungen von Trainern und Angebote von Spielerberatern bekommen. „95 Prozent von denen wissen aber auch nicht, was wir in Garching für finanzielle Möglichkeiten haben“, sagt der sportliche Leiter. Derzeit deutet einiges darauf hin, dass die Garchinger erst im Winter aktiv werden.

Bis dahin stehen noch sechs Spiele auf dem Programm, darunter Duelle mit den vier besten Mannschaften der Liga: Türkgücü, Bayreuth, Nürnberg II und Aubstadt. „Zu Saisonbeginn wären wir zufrieden gewesen mit zwei bis drei Punkten aus den ersten fünf Spielen“, erinnert sich Trifellner, „tatsächlich wurden es sechs. In der Liga ist immer alles möglich.“ Der Interimstrainer warnt aber davor, nun automatisch von einer Veränderung auszugehen: „Ich bin auch nicht der Heilsbringer, der die Hand auflegt, und alles funktioniert alles.“

Trifellner ist aber einer, der Menschen motivieren kann. Und mit dieser Gabe versuchte er, die Negativerlebnisse von sechs sieglosen Spielen aus den Köpfen zu bringen. Seine Ansage vor Nürnberg und den weiteren Herkulesaufgaben ist unmissverständlich: „Wir versuchen, jeden einzelnen Punkt 95 Minuten lang zu verteidigen mit allem, was wir haben. Und wer das nicht macht, der ist hier fehl am Platze.“ Taktisch wird der Interimstrainer nicht viel ändern. Vor der finalen Entscheidung über die Aufstellung hat er neben den Co-Trainern auch Kapitän Dennis Niebauer und die jungen Spieler angehört.

Voraussichtliche Aufstellung:
Brenner – Gebhart, Strohmaier, Walter, Salassidis (Radau) – M. Niebauer, Arifovic (Ball) – Staudigl, D. Niebauer, Zimmerschied (Micheli) – Tunc (Feucht).

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