Auf dem Weg ins Niemandsland

- FCI enttäuscht bei Löwen nach der Pause

Ismaning (ml) - Wahrlich mehr erwartet hatte sich Teamchef Herbert Sitter vom Gastspiel seines FC Ismaning bei den Amateuren des TSV 1860 München (0:3). Auf eine Trotzreaktion hatte er gehofft, schließlich wartete seine Elf schon seit sechs Spielen auf einen Sieg, und auch das Hinspiel hatte sie nach deutlicher 2:0-Führung noch aus der Hand gegeben.

Schlecht standen die Chancen nicht, vor allem weil die Sechziger mit einer absoluten Rumpfelf auflaufen mussten. Etablierte Spieler wie Lance Davids oder Matthias Lehmann musste Trainer Reiner Maurer ersetzen, nur Joseph Kendrick war aus der Profi-Mannschaft dabei. Umso enttäuschender ist es, dass der FCI diese Chance nicht genutzt hat. "Das Ergebnis ist wegen des Spielverlaufs sicher zu krass ausgefallen", sagte ein sichtlich konsternierter Sitter. "In der ersten Halbzeit hat es gar nicht schlecht ausgesehen, da haben wir den Kampf gut angenommen und hätten in Führung gehen müssen."

So wäre es auch gekommen, hätte nicht Ismanings Stürmer Matthias Linnemann an diesem Abend das Pech an den Stollen geklebt. Zunächst traf er nach einem Stockfehler von 1860-Keeper Christian Horn das leere Tor nicht (18.), in der zweiten Hälfte versagten ihm gleich beide Pfosten den Ausgleichstreffer (73.). So kam es wie es kommen musste: In den Schlussminuten nützten die Sechziger konsequent ihre Kontermöglichkeiten und Christian Holzer setzte seiner sensationellen Leistung mit einem lupenreinen Hattrick die Krone auf. "Schade, dass wir in der zweiten Hälfte nicht mehr an die Leistung anknüpfen konnten. Ich dachte, wir hätten noch zulegen können", ärgerte sich Sitter, der mit seinen Ismaningern die Phalanx der dominierenden Reserveteams der Profimannschaften brechen wollte.

Jetzt droht der FCI gar ins Niemandsland der Bayernliga abzurutschen, mit den Amateuren des SSV Jahn Regensburg wartet schon die nächste heikle Aufgabe. "Das Heimspiel gegen Regensburg wird eine heiße Sache", glaubt Sitter. "Wir dürfen jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und müssen weiter konzentriert zur Sache gehen. Da müssen wir einfach durch", gibt sich Sitter kämpferisch.

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