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Trainer Pero Vidak verlässt den TSV Grünwald im Sommer nach insgesamt neun Jahren. So bezeichnet er die Grün-Weißen auch als seinen Heimatverein.

Der Jupp Heynckes des TSV Grünwald

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Spätestens im Sommer, falls Corona eine Saisonfortsetzung zulässt, geht die gemeinsame, erfolgreiche Zeit von Pero Vidak und Landesligist TSV Grünwald zu Ende (wir berichteten). In zwei Amtsperioden, erst von 2011 bis 2015 (damals noch in der Bezirksliga) und dann vom Frühjahr 2018 bis jetzt, hatte der Trainer mit den Fußballern aus dem Isartal regelmäßig überdurchschnittlich starke Punktausbeuten erzielt. Im Gespräch mit unserer Zeitung spricht der 53-Jährige über die Gründe für seinen Abschied, die Bilanz seiner Tätigkeit und seine Verbundenheit mit den Grün-Weißen.

Von Seiten des Vereins heißt es, man sei wegen der Beendigung der Zusammenarbeit auf Sie zugekommen. Wie sehen Sie selbst den Abschied?

Ich hatte auf das Gespräch mit Paul Seidl (Grünwalds Fußballboss - d. Red.) gewartet, für mich war die Entscheidung schon vorher klar, aufgrund des Wohnortwechsels von Grünwald nach Karlsfeld und des Familienzuwachses (Vidak wurde im Februar Vater einer Tochter - d. Red.). Nur wollte ich es erst der Mannschaft mitteilen, bevor es öffentlich wird.

Sie sind seit Frühjahr 2018 bereits zum zweiten Mal Trainer des TSV. Wie fällt Ihre Bilanz dieser Amtszeit aus?

Ich habe die Mannschaft als Abstiegskandidat übernommen und jetzt ist sie als Vierter ein etablierter Landesligist. Ich bin zufrieden mit diesen zweieinhalb Spielzeiten.

Bereits vorher hatten Sie die Grün-Weißen vier Jahre trainiert, wurden dreimal Zweiter und einmal Dritter in der Bezirksliga, verpassten den Landesligaaufstieg immer ganz knapp. Sie haben auch in Grünwald gewohnt. Ist der TSV Ihr Verein?

Ich würde das schon so sagen. Ich hatte vorher ja auch schon zwei Jahre die A-Jugend trainiert, es sind also insgesamt neun Jahre hier gewesen und deshalb würde ich den TSV Grünwald als meinen Heimatverein bezeichnen. Neun Jahre kann man nicht einfach so wegwischen. Das war sportlich eine prägende Zeit für mich.


Sehen Sie nach dem einvernehmlichen Abschied die Möglichkeit eines weiteren Comebacks an der Keltenstraße?

Ich habe zu Paul Seidl schon gesagt: Nicht, dass ich der Jupp Heynckes von Grünwald werde. Aber ich will mich natürlich nicht mit Heynckes vergleichen, er hat Titel geholt, ich nicht. Trotzdem war es eine erfolgreiche Zeit, ich habe im Schnitt 2,0 Punkte geholt, da muss sich erst ein Trainer finden, der das aufweisen kann. Deshalb will ich nicht ausschließen, einmal wieder in Grünwald etwas zu machen, in welcher Form auch immer.

Wie sieht Ihre nahe, sportliche Zukunft aus? Haben Sie schon ein neues Trainer-Engagement in Aussicht?

Es ist tatsächlich so, dass ich mehr Zeit für die Familie haben will und darauf freue ich mich. Deshalb werde ich jetzt Pause machen und Abstand vom Fußball halten.

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