1. Startseite
  2. Sport
  3. Amateurfußball
  4. Landkreis München

Präsident Schwabl warnt vor Jubiläum: „Dann werde ich der Uli Hoeneß der SpVgg Unterhaching“

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Robert Gasser

Kommentare

Manfred Schwabl blickt zuversichtlich in die Zukunft der SpVgg Unterhaching.
Manfred Schwabl blickt zuversichtlich in die Zukunft der SpVgg Unterhaching. © Imago Images / Lackovic

Der Ball rollt wieder im Unterhachinger Sportpark! Gestern um 10 Uhr startete die SpVgg in die Vorbereitung auf die neue Saison in der Regionalliga Bayern.

Unterhaching – Und eines ist deutlich zu spüren: eine optimistische Erwartungshaltung. Es war gehörig Zug drin in der ersten Trainingseinheit der Saison 2022/23.

„Es ist schön, die Jungs alle wieder auf dem Platz zu sehen. Wir haben jetzt sehr viele Einheiten vor uns, in denen wir die Spieler konditionell, taktisch und mental auf die Saison vorbereiten können“, sagte Cheftrainer Sandro Wagner. Mit dabei waren auch die vier Neuzugänge René Vollath, Sebastian Maier, Maximilian Welzmüller und Mathias Fetsch. Letzterer musste angeschlagen zunächst noch Lauftraining absolvieren. Ebenso wie die noch angeschlagenen Markus Schwabl und Josef Welzmüller. Ebenfalls wieder mit an Bord war Niclas Anspach. Der 21-Jährige hatte sich in der Hinrunde der vergangenen Saison einen Kreuzbandriss zugezogen und fiel damit die gesamte Saison aus. „Niclas musste wegen seiner Verletzung lange pausieren und kämpft sich gerade wieder zurück in das Mannschaftstraining. Jetzt ist jede Einheit wichtig für ihn, um wieder in die Abläufe zu kommen und stabil zu werden“, sagt Co-Trainer Thomas Kasparetti über das Hachinger Eigengewächs. Verletzt fehlen zum jetzigen Zeitpunkt Dominik Stahl und Stephan Hain, die sich beide im Reha-Programm befinden.

SpVgg Unterhaching: Aufstieg ist keine Pflicht

Die beiden Routiniers wollen aber wieder zurück auf den Platz. Haching-Boss Manni Schwabl beobachtete das engagierte Treiben auf dem Platz zufrieden von der Seitenlinie aus. Ihm gefiel, was er sah. Das Trainerteam um Chefcoach Sandro Wagner gab ebenso lautstark wie deutlich klare Anweisungen, die die Spieler leichtfüßig und in hohem Tempo ausführten.

Es herrscht wieder Leben im Unterhachinger Sportpark: Die SpVgg hat gestern mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen.
Es herrscht wieder Leben im Unterhachinger Sportpark: Die SpVgg hat gestern mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. © Robert Gasser

„Der Kader ist jetzt sehr ausgeglichen“, findet Schwabl. „Wir haben viele Talente und ausreichend sogenannte Ankerspieler, die die jungen Spieler anleiten.“ Die jüngsten Spieler im Hachinger Kader sind Maurice Krattenmacher (16) und Elion Haxosaj (17), der älteste Spieler ist Mathias Fetsch. Er ist 33 und damit doppelt so alt die die beiden Youngsters.

„Die Mischung passt“, zeigt sich Schwabl optimistisch. Er will freilich von seinem Ziel Aufstieg bis 2025 nicht abrücken. Spätestens 2025. Der jetzige Kader sei ausgeglichen und in der Lage, ganz vorne dabei zu sein. „Aber die Mannschaft steht nicht unter Zwang sofort aufzusteigen.“

SpVgg Unterhaching: Präsident Manni Schwabl vor Jubiläum

Die Voraussetzungen, für eine sehr gute Saison sind aber gegeben. Die Bedingungen bei der SpVgg sind optimal. „Wir als Verein stellen diese Bedingungen zur Verfügung. Im Gegenzug erwarte ich von allen hier, dass sie alles reinwerfen.“

Und Schwabl wäre nicht Schwabl, wenn er nicht noch einen Spruch raushauen würde. „Wenn einer unser Projekt in Gefahr bringt, verteidige ich unseren Verein wie früher der Uli den FC Bayern. Dann werde ich der Uli Hoeneß der SpVgg Unterhaching.“

Wie ein weiterer Neuzugang: Niclas Anspach (l.) arbeitet nach seiner schweren Knieverletzung am Comeback.
Niclas Anspach (l.) arbeitet nach seiner schweren Knieverletzung am Comeback. © SpVgg Unterhaching

Doch zunächst herrscht rundum Zuversicht im Unterhachinger Sportpark. Der Kader scheint stark, der Aufwärtstrend im letzten Drittel der abgelaufenen Saison wirkt positiv nach, und Schwabl freut sich über die Kontinuität bei Haching. Rund Dreiviertel des 36 Spieler umfassenden Kaders, bestehend aus der Regionalliga-Mannschaft und den besten A-Junioren, kommt aus dem eigenen Nachwuchs.

Da geht Manni Schwabl das Herz auf. Und er sieht die Früchte seiner Arbeit. Schließlich feiert er in wenigen Tagen Jubiläum. Vor zehn Jahren, am 28. Juni 2012, wurde er nämlich zum Präsidenten der SpVgg Unterhaching gewählt. (Robert Gasser)

Auch interessant

Kommentare