SV Pullach "zu flapsig in der Vorwärtsbewegung."

Mehr Konsequenz im Spiel nach vorne fordert Theo Liedl, Manager des SV Pullach, vor dem Heimspiel am Samstag (15 Uhr) gegen den FC Unterföhring.

Pullach – Klar: Im Großen und Ganzen ist Liedl mit seinen Raben zufrieden. Mit Platz zwei steht der Bayernliga-Neuling ja auch glänzend da. Doch der Manager will frühzeitig einer Tendenz entgegenwirken, die er in den jüngsten Spielen erkannt hat und die den SVP zuletzt beim 2:2 in Bogen nach zweimaliger Führung möglicherweise zwei Punkte kostete. „Wir hatten da drei, vier Gelegenheiten, das dritte Tor zu machen. Aber wir spielen unsere Angriffe nicht so konsequent zu Ende, wie wir das in dieser Saison schon mal gemacht haben. Wir sind zu flapsig in der Vorwärtsbewegung“, findet Liedl, der der Mannschaft aber nicht unterstellt, dass sie aufgrund ihres bislang so grandiosen Abschneidens nachlässig geworden sei: „Am Willen gibt es überhaupt nichts auszusetzen. Aber wir sind teilweise zu überhastet, der letzte Pass kommt nicht an oder wie sehen den besser postierten Mann nicht.“ Eine Entwicklung, die sich nun über drei Spiele hinziehe: „Beim 0:0 in Burghausen haben wir kein Tor erzielt, beim 1:0 gegen Wolfratshausen ein glückliches in der Nachspielzeit.“

 

Gerade gegen Unterföhring wird die von Liedl geforderte Konsequenz nötig sein, um in der Erfolgsspur zu bleiben. Zwar liegt der vom ehemaligen Grünwalder Coach Walter Werner trainierte Konkurrent aus dem nördlichen Münchner Landkreis nur auf Rang zwölf, doch beim Pullacher Macher genießen die Gäste hohes Ansehen: „Eine gute Mannschaft mit einem sehr guten Trainer. Und ein schwieriger Gegner, dem ich großen Respekt entgegenbringe. Ich will nicht von einem Angstgegner sprechen, aber gegen Unterföhring waren wir in der Vergangenheit meist zweiter Sieger.“

 

Und in der Gegenwart verfügt der FCU über einen starken Kader, dem unter anderem das bei der SpVgg Unterhaching groß gewordene, torgefährliche Talent Ünal Tosun (Liedl: „Ein Zehner und ein sehr guter Mann.“) sowie Robert Zeus vom TSV 1860 München II, ein schneller Spieler auf der rechten Außenbahn, Klasse verleihen. Dass sich diese noch nicht auf die Tabelle durchschlägt, ist für Liedl zweitrangig: „Unterföhring ist schlecht gestartet, kommt aber scheinbar.“ Zuletzt sorgte zumindest die FCU-Offensive für Furore: Einem 4:0-Sieg über die SpVgg Landshut folgte ein 5:5 in Sonthofen. Die abei in den letzten zwölf Minuten verspielte 5:2-Führung deutet hingegen auf noch fehlende Stabilität hin.

 

Dies wollen die Raben ausnutzen, wenngleich ohne Kapitän Richard Heckel (Knieprobleme) und möglicherweise auch ohne den angeschlagenen Torjäger Orhan Akkurt. Doch Trainer Carsten Teschke hat reichlich Alternativen.

 

 

Quelle: fussball-vorort.de

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