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Kurioses Regionalliga-Wochenende: Nur Auswärtssiege in fünf Spielen - SVH-Serie reißt

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Der Treffsichere: Lukas Riglewski brachte Heimstetten mit seinem Tor noch einmal Hoffnung.
Der Treffsichere: Lukas Riglewski brachte Heimstetten mit seinem Tor noch einmal Hoffnung. © Lackovic

Nur fünf Spiele fanden am Samstag in der Regionalliga Bayern statt. Jedes Mal gewannen die Gäste. Heimstetten verliert am Sonntag das erste Mal nach vier Partien.

München – Wegen des Totopokals und Abstellungen für U-Nationalmannschaften gab es in der Regionalliga kein volles Programm. Kurios: Am Samstag gewannen in fünf Partien alle Auswärtsmannschaften, wobei die Heimteams keinen einzigen Treffer erzielten. Im Spitzenspiel kassierte die SpVgg Bayreuth im eigenen Stadion eine empfindliche 0:3-Niederlage gegen Schweinfurt 05.

Damit rangiert der spielfreie FC Bayern II weiter auf Rang eins. Am Dienstag nächster Woche empfangen die kleinen Bayern die punktgleichen Bayreuther zum Gipfeltreffen. An diesem Wochenende musste Trainer Martin Demichelis insgesamt zehn Spieler für diverse Nachwuchs-Nationalmannschaften abstellen, sodass das Heimspiel gegen den TSV Aubstadt auf den 3. November verlegt wurde. Auffällig wurde dabei vor allem Malik Tillman, der beim 3:2-Erfolg der deutschen U21 gegen Israel in der Startelf des neuen Trainers Antonio di Salvo stand und zum zwischenzeitlichen 1:1 traf. Im Nachholspiel sollten die Münchner allemal gewarnt sein: Am Samstag warf Aubstadt im Totopokal-Viertelfinale Drittligist Türkgücü mit 3:1 aus dem Wettbewerb.

Die SpVgg Unterhaching indes kann morgen nach 31 Tagen endlich den Spielbetrieb fortsetzen. Eine Corona-Welle im Kader führte zu dieser langen Zwangspause. Mehrere Akteure mussten in Quarantäne, sind aber inzwischen negativ getestet worden und erhielten ein Individualtraining. Morgen Abend bestreitet der Drittliga-Absteiger sein Heimspiel gegen den TSV Buchbach. Da ist Revanche angesagt, denn im Totopokal verloren die Hachinger mit 1:4 gegen diesen Kontrahenten, für den am Freitag nach einer unglücklichen 2:3-Niederlage gegen den TSV 1860 erst im Viertelfinale Endstation war. Haching-Coach Sandro Wagner ist gespannt auf den ersten Auftritt seiner Mannschaft nach einem Monat Pause: „Wir haben jetzt bis zur Winterpause ein anstrengendes Programm mit vier Nachholspielen. Einige Akteure sind nach der langen Trainingspause, bedingt durch die Corona-Erkrankung, noch geschwächt. Wir müssen jetzt unsere Kräfte bündeln, um wieder in den Rhythmus zu kommen“. Dazu kommt Verletzungspech, denn Dominik Stahl, Patrick Hasenhüttl und Jose-Pierre Vunguidica befinden sich noch im Aufbautraining.

Niederlagen setzte es derweil sowohl für den SV Heimstetten, der 1:4 in Illertissen unterlag, als auch für den FC Pipinsried, der sich auf eigenem Platz der Reserve von Greuther Fürth mit 0:2 geschlagen geben musste.

FC Pipinsried – SpVgg Greuther Fürth II 0:2 (0:1). – Der Saisonstart der Pipinsrieder war grandios. Doch zuletzt warfen Corona-Fälle, Verletzungen und Sperren den Aufsteiger weit zurück. So gab es gegen die Reserve des Bundesliga-Aufsteigers die vierte Niederlage am Stück. Dem ersatzgeschwächten Team von Trainer Andreas Thomas fehlte es an der Durchschlagskraft in der Offensive. So kamen die Mittelfranken zum verdienten Auswärtssieg mit den Toren von Davide Pisanu (41.) und Emil Berggreen (79.). „Wir haben viel investiert, aber in vielen Situationen die falschen Entscheidungen getroffen. Durch den ersten Gegentreffer ist wieder ein negativer Trend entstanden. Jetzt kommen wieder Spieler in den Kader zurück und wir müssen nun die Kräfte sammeln, um uns auf die nächsten Spiele vorzubereiten,“ meinte der enttäuschte FCP-Trainer nach dem Abpfiff.

FV Illertissen - SV Heimstetten 4:1 (2:1). – Nach zuvor vier Spielen ohne Niederlage musste sich der SVH mal wieder geschlagen geben. Und doch wies Christoph Schmitts Mannschaft auch am Freitagabend nach, dass sie stark genug ist, um sich in dieser Spielzeit dauerhaft von den Abstiegsrängen fernzuhalten. Nachdem die Gäste durch zwei Tore nach einem Eckball (4.) und einem Strafstoß (34.) mit 0:2 in Rückstand geraten waren, schlug Torjäger Lukas Riglewski noch vor dem Seitenwechsel in unnachahmlicher Manier zurück, indem er einen Eckstoß direkt verwandelte (43.). Und in den ersten Minuten nach dem Wiederanpfiff boten sich Ensar Skrijelj (46.) und Riglewski (48.) zwei dicke Ausgleichschancen, die beide jedoch vergeben wurden. So kamen die Platzherren in der Schlussphase noch zu zwei weiteren Treffern (67., 84.) und der 36-jährige SVH-Coach musste zähneknirschend eingestehen, dass „die Niederlage am Ende des Tages verdient ist“. Von einem Rückschlag wollte Schmitt nicht sprechen, seine Elf sei „stabiler als in den letzten Jahren“. In den nächsten drei Partien gegen Eltersdorf, Eichstätt und Memmingen kann diese These unterfüttert werden. (Klaus Kirschner und Matthias Horner)

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