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Eichstätt und Pipinsried auf gutem Weg - Heimstetten hofft - 1860 Rosenheim braucht ein Wunder

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Andi Pummer (li.) steht mit dem FC Pipinsried über dem Strich. Christoph Schmitt und Florian Heller (re.) haben im Winter größere Sorgen.
Andi Pummer (li.) steht mit dem FC Pipinsried über dem Strich. Christoph Schmitt und Florian Heller (re.) haben im Winter größere Sorgen. © Imago Images/Sven Leifer

Vier oberbayerische Teams in der Regionalliga Bayern wollen nach der Winterpause das Abstiegsgespenst vertreiben. Wir werfen einen Blick auf die bisherige Saison.

München - Acht Punkte sind es von Platz zehn bis zum ersten Relegationsplatz zur Bayernliga. Während sich der VfB Eichstätt und der FC Pipinsried etwas Winterspeck anfuttern konnten, müssen der SV Heimstetten und der TSV 1860 Rosenheim zittern. Heimstetten steht auf einem Relegationsplatz, Rosenheim am Tabellenende. Wie lief die bisherige Saison der vier oberbayerischen Klubs in der Regionalliga? Wir geben einen Überblick.

VfB Eichstätt: Starke Leistungen vor der Winterpause verschaffen Luft nach unten

VfB Eichstätt (Platz elf, 31 Punkte): Vor dem Gang in die Winterpause konnte die Mannschaft von Markus Mattes nochmal einige wichtige Punkte hamstern: Nach dem 2:2-Unentschieden beim FC Memmingen brachte der VfB der 2. Mannschaft des FC Bayern beim 3:1-Heimsieg die zweite Niederlage der Saison bei. Zum Abschluss folgte dann noch ein 2:0-Erfolg bei Aufsteiger FC Pipinsried. Die Situation der Eichstätter ist damit vor den restlichen 15 Punktspielen mehr als komfortabel. Acht Zähler beträgt der Vorsprung auf den ersten Relegationsplatz, bis zum ersten direkten Abstiegsplatz sind es sogar 14 Punkte.

Voraussichtlich am 19. Februar geht es für die Mattes-Elf wieder weiter. Der VfB empfängt Aufsteiger SC Eltersdorf im Liqui-Moly-Stadion. Ein Wermutstropfen bleibt aber für das Duell gegen den Tabellen-15. und eine Woche später gegen die SpVgg Unterhaching: Torjäger Philipp Federl muss aussetzen. In der letzten Partie gegen den FC Pipinsried flog der 30-Jährige mit der Roten Karte vom Platz und wurde für zwei Spiele aus dem Verkehr gezogen.

„Da musst Du eigentlich schon von Null auf 100 funktionieren.“

Andi Pummer über den Kaltstart als Trainer beim FC Pipinsried.

FC Pipinsried (Platz 13, 28 Punkte): Der Aufsteiger konnte die Euphorie mit in die neue Saison retten und startete furios: Nach einem Remis zum Auftakt in Nürnberg legte der Klub aus dem Dachauer Hinterland drei Siege nach und war nach vier Spieltagen die Überraschung der Regionalliga. Doch die Luft wurde schnell dünner und Anfang November trennte sich der Verein von Coach Andreas Thomas und holte Andi Pummer als neuen Cheftrainer ins Boot.

Der 39-Jährige brachte den Dorfklub wieder auf Kurs und holte aus vier Spielen sieben Punkte: „Ich habe am Montag angefangen, hatte drei Trainingseinheiten. Da musst Du eigentlich schon von Null auf 100 funktionieren“, erinnert sich Pummer. „Mit dem Heimspiel gegen Heimstetten hatten wir gleich ein kleines Derby, wo wir zweimal in Rückstand geraten sind. Darum war es umso wichtiger, dass wir mit einem positiven Ergebnis gestartet sind.“

„Mit Bayern und Illertissen haben wir zwei große Bretter vor der Brust.“

Andi Pummer über den Start nach der Winterpause.

Er hätte sich zwar „natürlich die zwölf Punkte gewünscht“, aber mit den sieben Punkten könne man in Pipinsried sicher ganz gut leben. „Jetzt habe ich eine Vorbereitung mit der Mannschaft und kann meine Gedanken und meinen Plan voll einfließen lassen“, freut sich Pummer auf die anstehenden Wochen und den Start nach der Winterpause: „Mit Bayern und Illertissen haben wir zwei große Bretter vor der Brust. Die Mannschaft hat aber auch schon unter meinem Vorgänger gezeigt, dass sie gegen große Teams bestehen kann.“

Das Ziel des Vereins sei „ganz klar der Klassenerhalt. Die Mannschaft hat ganz klar die Qualität, in der Liga zu bleiben“. Für Pummer wird es eine neue Herausforderung, denn „es ist das erste Mal, dass ich nicht für den Kader verantwortlich bin“. Er fordert keine Neuzugänge, nimmt aber einige Spieler in die Pflicht. Durch Wehwehchen, Verletzungen und Corona kam es immer wieder zu Ausfällen und einige Spieler seien nach ihrer Rückkehr vom Fitnesszustand „nicht Regionalliga-tauglich“ gewesen. „Ein paar Jungs müssen jetzt im Winter ihre Hausaufgaben absolut erledigen und voll fokussiert sein, damit wir gestärkt in die Rückrunde starten können.“

SV Heimstetten: Christoph Schmitt trotz schwarzer Serie vom Klassenerhalt überzeugt

SV Heimstetten (Platz 17, 21 Punkte): Die letzten neun Partien haben Christoph Schmitt und dem SVH wenig Freude gemacht, auch wenn sein Team „zahlreiche gute bis sehr gute Spiele gezeigt“ habe. Nach dem 2:2 bei der Reserve des FC Augsburg setzte es acht Niederlagen in Serie. „Auch wenn das bei dem Tabellenstand und insbesondere in Anbetracht der letzten Wochen seltsam klingen mag, sind wir mit Ausnahme der Punkteausbeute prinzipiell sehr zufrieden mit unserer jungen Truppe“, sagt Schmitt auf Rückfrage von Fussball Vorort/FuPa Oberbayern.

„Völlig unabhängig“ von den letzten Spielen ist der 36-Jährige froh, „dass jetzt erst einmal Pause ist. Wenn man bedenkt, dass wir seit Mitte Juli 27 Pflichtspiele absolvieren mussten.“ Der Auftakt nach der Winterpause hat es dann gleich wieder in sich. Heimstetten tritt am letzten Februar-Wochenende bei Spitzenreiter SpVgg Bayreuth an. Eine Woche später folgt das Heimspiel gegen den Tabellendritten 1. FC Schweinfurt. Zwei Mannschaften, gegen die der SVH klarer Außenseiter ist. Vielleicht sogar die perfekte Ausgangsposition, um die Sieglos-Serie mit einem Big Point im Abstiegskampf zu beenden. „Wenn zum Vorbereitungsstart wieder alle Mann an Bord sein werden, bin ich mehr als optimistisch, dass wir die nötigen Punkte einfahren, um am Ende des Jahres über dem Strich zu stehen“, glaubt Schmitt.

TSV 1860 Rosenheim braucht eine starke Serie, um nochmal hoffen zu können

TSV 1860 Rosenheim (Platz 20, 15 Punkte): Acht Punkte Abstand bis zum ersten Nichtabstiegsplatz, sechs bis zum ersten Relegationsrang: Für den TSV 1860 Rosenheim wird es in den restlichen 16 Partien ganz schwer, den Abstieg in die Bayernliga noch abzuwenden. Das Schlusslicht musste teilweise heftige Klatschen einstecken, zweimal 0:8 gegen Wacker Burghausen und den 1. FC Schweinfurt und einmal 0:6 gegen die kleinen Bayern. Die Mannschaft von Trainer Florian Heller muss eine Serie starten, um den Bock noch einmal umzustoßen. Zum Auftakt der Rückrunde hat Rosenheim zwei Heimspiele gegen Eltersdorf und die 2. Mannschaft des FC Augsburg.

Gelingen dem Partnerverein der SpVgg Unterhaching zu Beginn zwei Siege, könnte es noch einmal Auftrieb für den Saisonendspurt geben. Doch dafür müsste sich der Tabellenletzte enorm steigern, denn in den restlichen Partien warten mit der SpVgg Bayreuth, dem FC Bayern II, Schweinfurt und Illertissen auch noch die Top Vier der Regionalliga. Die Rettung wäre ein kleines Fußballwunder. (Jörg Bullinger)

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