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FSV-Harthof-Coach Robert Söltl: „Auf das Spiel im Grünwalder Stadion bin ich besonders stolz“

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Von: Vinzent Fischer

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Robert Söltl (rechts, hier ein Archivbild aus der Partie gegen den VfB Forstinning) verlässt den FC Aschheim und wird Spielertrainer beim FSV Harthof.
Robert Söltl (rechts, hier ein Archivbild aus der Partie gegen den VfB Forstinning) verlässt den FC Aschheim und wird Spielertrainer beim FSV Harthof. © Riedel

Robert Söltl verlässt den Bezirksligisten FC Aschheim und wechselt zum FSV Harthof. Im Interview erklärt der Routinier die Gründe dafür und blickt zurück.

Aschheim/München - Seit 2018 war Robert Söltl für den FCA aktiv. Als spielender Co-Trainer schoss er den Verein gleich in seiner Debüt-Saison mit sagenhaften 31 Treffern zum Aufstieg in die Bezirksliga. Dort konnte sich der Verein in der abgelaufenen Corona-Spielzeit 2019/21 halten. Zuvor war Söltl unter anderem für den FC Ismaning, die SpVgg Feldmoching, den SV Nord Lerchenau aktiv. In der Saison 2017/18 durfte der Angreifer im Trikot des FC Unterföhring gar die Schuhe in der Regionalliga schnüren.

Nach der abgelaufenen Hinrunde ist jetzt allerdings Schluss beim FC Aschheim. Robert Söltl verlässt das Team um Coach Thomas Seethaler und wird neuer Spielertrainer des FSV Harthof. Beim kriselnden Kreisligisten soll er das Ruder herumreißen und den Klassenerhalt schaffen. Im Interview spricht der 35-Jährige darüber, wie er das bewerkstelligen will. Zudem blickt er zurück auf zwei ganz besondere Spiele seiner Karriere und kündigt an, wie lange es als aktiver Spieler noch weitergehen soll.

Herr Söltl, Sie wechseln als Spielertrainer zum FSV Harthof. Warum ist jetzt der richtige Zeitpunkt dafür?

Wir stehen mit Aschheim im gesicherten Mittelfeld und ich denke, dass sie auch gut ohne mich auskommen. Daher habe ich mich entschlossen, mich einer neuen Herausforderung zu stellen. Mit meinen 35 Jahren habe ich jetzt einiges an Erfahrungen sammeln können, die ich an jüngere Spieler weitergeben will.

Für Sie ist es eine Rückkehr zum Heimatverein. Wie tief sind Sie noch mit dem Klub verwurzelt?

Mein Elternhaus ist 150 Meter vom Platz entfernt, mein Vater ist im Vorstand und ich wohne auch nicht weit weg. Der Verein lag mir schon immer am Herzen.

Robert Söltl will aus dem FSV Harthof „eine Einheit formen“

Es ist Ihre erste Station als Cheftrainer. Was haben Sie sich dafür vorgenommen?

Ich war jetzt drei Jahre spielender Co-Trainer (beim FC Aschheim, d. Red.), jetzt will ich noch mehr meine eigenen Vorstellungen in die Tat umsetzen. Das Potenzial der einzelnen Spieler hier ist echt enorm groß, nur bringen sie es nicht als Team auf den Platz. Das wird eine der größten Aufgaben, aus ihnen eine Einheit zu formen.

Sportlich wird die Luft für den FSV immer dünner. Mit gerade einmal sieben Punkten steht der Verein auf dem letzten Tabellenplatz. Wie wollen Sie den Bock noch umstoßen?

Die vorzeitige Winterpause (der Bayerische Fußball-Verband hat die letzten im Kalenderjahr 2021 ausstehenden Spiele abgesetzt, d. Red.) spielt uns ein bisschen in die Karten, somit haben wir nächstes Jahr zwei Spiele mehr. Zudem wollen wir die Mannschaft durch Neuzugänge breiter aufstellen. Wichtig ist uns eine gute Struktur im Team, Spaß am Fußball, Leidenschaft und die richtige Einstellung, die man im Abstiegskampf braucht.

„Darauf bin ich ganz besonders stolz“: Robert Söltl über seine Erfahrung gegen den TSV 1860 München im Grünwalder Stadion.
„Darauf bin ich ganz besonders stolz“: Robert Söltl über seine Erfahrung gegen den TSV 1860 München im Grünwalder Stadion. © Renate Feil/M.i.S.

„Das Jahr in der Regionalliga - auch wenn ich nicht oft gespielt habe - war echt eine sehr lehrreiche und schöne Zeit.“

Robert Söltl über die Saison mit dem FC Unterföhring.

Sie haben in Ihrer Karriere unter anderem in der Regionalliga gespielt und durften sich dabei gegen den TSV 1860 München beweisen. Beide Spiele gingen deutlich verloren, in der Liga unterlag der FC Unterföhring zu Hause mit 0:3, beim Toto-Pokal-Duell im Grünwalder Stadion stand am Ende sogar ein 0:4 aus FCU-Sicht auf der berühmten Anzeigentafel. Wie besonders waren diese Spiele trotzdem für Sie?

Auf das Spiel im Grünwalder Stadion bin ich echt besonders stolz. Generell das Jahr in der Regionalliga - auch wenn ich nicht oft gespielt habe - war echt eine sehr lehrreiche und schöne Zeit.

Besonders gegen Spieler wie Marco Hiller und Phillipp Steinhart anzutreten, muss eine große Herausforderung gewesen sein. Beide sind bekanntlich auch heute bei den Löwen Stammspieler in der 3. Liga...

Ihre Qualität ist natürlich hoch. Die größten Unterschiede sehe ich in der Handlungsschnelligkeit im Kopf. Von der Fitness, dem Talent und Ehrgeiz ganz zu schweigen. Es ist aber eine super Erfahrung, einmal gegen solche Spieler gespielt und es live miterlebt zu haben.

Zu guter Letzt: Wie lange soll es für Sie noch als aktiver Spieler weitergehen?

Solange ich von größeren Verletzungen verschont bleibe und mich fit fühle, werde ich noch das ein oder andere Jahr weiterspielen.

Das Interview führte Vinzent Fischer.

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