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Kurz vor der Rückkehr zum SV Heimstetten: Mohamad Awata.

Nappo kehrt nach Heimstetten zurück

  • Patrik Stäbler
    vonPatrik Stäbler
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Drei Wochen vor dem anvisierten Re-Start der Regionalliga meldet der SV Heimstetten einen prominenten Rückkehrer: Sebastiano Nappo, eine der prägendsten Figuren in der Aufstiegssaison 2017/18 schnürt seine Fußballschuhe künftig wieder für der SVH.

Heimstetten –  Der 24-jährige Offensivmann kommt vom FC Augsburg II, wo er zuletzt 34 Regionalligaspiele in eineinhalb Jahren absolvierte, ihm der erhoffte Sprung in den Profikader des Bundesligisten aber verwehrt blieb.

„Sebastiano war bei uns in der Aufstiegssaison der Spieler schlechthin“, erinnert SVH-Trainer Christoph Schmitt. „Er war derjenige, der unser Spiel gelenkt hat.“ Von daher sei er sehr froh, dass der Angreifer nun zurück sei. Allerdings werde Nappo wohl einige Zeit brauchen, um sich wieder einzugewöhnen, glaubt der Coach. „Er ist sicher noch nicht auf dem Fitnesslevel wie die anderen Spieler. Deshalb wird er sich erst mal hinten anstellen müssen. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir in Heimstetten bald wieder den alten Nappo sehen werden.“

Neben dem Deutsch-Italiener kehrt voraussichtlich noch ein weiteres bekanntes Gesicht zurück: Angreifer Mohamad Awata – er trug 2019 in 13 Partien das SVH-Trikot, ehe er nach Schweinfurt wechselte – habe zwar noch keinen Vertrag in Heimstetten unterzeichnet, berichtet Schmitt. Jedoch sei er „sehr zuversichtlich“, was eine Verpflichtung des 27-jährigen Syrers angehe. Von Awata erwarte er sich zum einen natürlich Tore – „das wäre für einen Mittelstürmer schon nicht schlecht“, so Schmitt. Zum anderen bringe der 1,87 Meter große Angreifer aber auch eine starke physische Präsenz mit, könne „Bälle gut festmachen“ und habe „eine wirklich sensationelle Einstellung in jedem Training und jedem Spiel“.

In punkte Treffsicherheit hat Awata bisher in den Testspielen überzeugen können. Nach seinem Tor beim 2:7 gegen den FC Bayern München II netzte der Rückkehrer nun auch gegen den SV Pullach sein. Trotz seines Führungstreffers im ersten Durchgang musste sich der Favorit letztlich mit einem 1:1 gegen den Bayernligisten begnügen. „Insgesamt haben die Jungs das ganz ordentlich gemacht“, resümiert Schmitt nach dem Remis. „Vor allem in der ersten Hälfte sind wir defensiv gut gestanden. In der zweiten Halbzeit haben wir uns dann zwei, drei Leichtsinnsfehler erlaubt.“ Und einer davon habe zum Ausgleich geführt.

Nicht auflaufen konnten gegen Pullach Routinier Daniel Steimel und Youngster Severin Müller. Ersterer werde nach einem Muskelfaserriss wohl noch ein bis zwei Wochen fehlen, prognostiziert Schmitt. Der 19-jährige Müller dagegen dürfte wegen eines Außenbandrisses noch länger ausfallen. Derweil haben die Verantwortlichen in Heimstetten ihre Kaderplanung inzwischen abgeschlossen, sagt Trainer Schmitt. Den Abgängen von Tim Schels, Simon Gartmann (beide USA), Manuel Duhnke (Karriereende) und Marco Raimondo-Metzger (Türkgücü München) stehen als Zugänge Leopold Krueger, Valentin Micheli (beide VfR Garching), Sebastiano Nappo sowie vermutlich Mohamad Awata gegenüber.

Noch ungewiss ist unterdessen, ob Luca Beckenbauer in Heimstetten bleiben wird. Der Enkel von Kaiser Franz Beckenbauer, der vor einem Jahr zum SVH gewechselt war, spielte zuletzt beim Nordost-Regionalligisten BSG Chemie Leipzig vor. Eine Verpflichtung des 20-Jährigen kam dann jedoch nicht zustande.

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