Schmöller ärgert sich über seine "Angsthasen"

- Unnötiges 1:2 des SVH gegen Ingolstadt

Heimstetten - "Gelassen in das Spiel gehen" und "dem Gegner unser System aufdrücken" hatte Frank Schmöller, Trainer des SV Heimstetten, gegen den Landesliga-Tabellenführer gefordert. Seine Mannschaft legte jedoch während der ganzen Partie den Respekt vor dem Favoriten nicht ab und zahlte bei der 1:2 (0:0)-Heimniederlage gegen den MTV Ingolstadt Lehrgeld. "Wir haben wie die Angsthasen Fußball gespielt", sagte ein sichtlich verärgerter Schmöller. "Ich hätte sie am liebsten aufgefressen. Das war eine vermeidbare Niederlage."

Tatsächlich sah es zunächst nicht schlecht aus für den SVH. Forsch und unbekümmert ging die junge Truppe in die Begegnung, machte im Mittelfeld die Räume eng und erlaubte den Ingolstädtern zwar mehr Spielanteile, aber kaum zwingende Torraumszenen. Stattdessen verlagerte sie sich aufs Kontern und erarbeitete sich durch Stefan Hock (9.), Emanuel Riegger (25.) und Michael Nissl (28.) gute Chancen. Doch entweder scheiterten sie am überragenden MTV-Keeper Michael Lutz oder am unkonzentrierten Abschluss. "In dieser Phase haben wir das 1:0 verpasst, Torchancen waren genügend da", ärgerte sich Schmöller.

Das rächte sich. Als der MTV in der zweiten Halbzeit die Partie besser in den Griff bekam, wurde er prompt mit dem Führungstreffer belohnt - mit freundlicher Mithilfe von SVH-Torwart Mario Bartulovic. Ihm glitt eine von Jochen Regler verlängerte Freistoßflanke aus den Händen und kullerte über die Torlinie (56.). Schmöller setzte nun voll auf Offensive und brachte mit Patrick Nutz einen dritten Stürmer für den angeschlagenen Sandi Volcjak (60.). Was sich acht Minuten später beinahe ausgezahlt hätte, als Nutz frei auf den gegnerischen Torwart zu lief und nur durch ein Foul am Einschuss gehindert werden konnte. Doch Lutz entschärfte den fälligen Strafstoß von Thomas Wolf.

In der 80. Minute sorgte Regler, den Heimstetten nie in den Griff bekam, für die Entscheidung. Nach einem weiten Befreiungsschlag spitzelte er den Ball am halbherzig herauseilenden Bartulovic vorbei ins Netz. Der SVH kam in der 83. Minute nur noch zum Anschlusstreffer: Lutz ließ einen Freistoß von Nissl nach vorne abprallen und Sebastian Kindermann nutzte die Verwirrung in der MTV-Hintermannschaft. Für den Ausgleich reichte es nicht mehr.

"Gegen Ingolstadt kann man verlieren, keine Frage", sagte Schmöller. Nur die Art und Weise gefiel ihm nicht. "Daran werden wir hart arbeiten. Ich hoffe, dass die Mannschaft im nächsten Spiel eine Reaktion zeigt."Michael Leitner SV Heimstetten: Bartulovic, Kindermann, Potenza, Rappl, Riegger, Schien (67. Daiberl), Wolf (79. Greza), Kelletshofer, Volcjak (60. Nutz), Nissl, Hock. Tore: 0:1 Regler (56.), 0:2 Regler (80.), 1:2 Kindermann (83.). Schiedsrichter: Kai Täuber (Seehausen). Zuschauer: 140.

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