Martin Bauer vom SV Pullach hat seine Rot-Sperre abgebrummt. Foto: Robert Brouczek

Pullach ist zurück im Titelrennen

Schmöller mit eindeutiger Warnung an Rotsünder Martin Bauer

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Der SV Pullach ist zurück im Meisterschaftsrennen. Durch die 1:2-Heimschlappe von Spitzenreiter SV Heimstetten im Derby gegen den FC Ismaning dürfen die zweitplatzierten Raben bei vier Punkten Rückstand, aber einer Partie mehr in der Hinterhand, wieder auf die Titelverteidigung in der Bayernliga Süd hoffen. 

Doch, während ihnen der Ausrutscher des Konkurrenten an ihrem spielfreien Wochenende ohne ihr Zutun eine neue Perspektive eröffnete, sind die Pullacher am Samstag (16 Uhr) bei der SpVgg Hankofen-Hailing selbst stark gefordert.

Das betont auch Trainer Frank Schmöller: „Wir müssen auf uns schauen. Klar, haben wir Heimstettens Niederlage wohlwollend zur Kenntnis genommen. Aber entscheidend ist, was wir daraus machen. Es nützt nichts, wenn uns jemand die Tür aufmacht und wir dann nicht durchgehen.“ Ein Spaziergang durch diese offene Tür dürfte es beim Tabellen-14. ganz sicher nicht werden. Schmöller sieht Parallelen zum torlosen Remis bei Schlusslicht Kornburg vor zwei Wochen. „Für mich ist das am Samstag ein richtungsweisendes Spiel, denn man wird sehen, was wir aus Kornburg gelernt haben. In Hankofen wird es nämlich ganz ähnlich sein, und danach in Wolfratshausen auch“, verweist der 51-Jährige auf die besondere Herausforderung gegen abstiegsbedrohte Kontrahenten, der man mit entsprechendem Engagement begegnen müsse. „In der Rückrunde geht es für fast alle Mannschaften noch um etwas. Da spielt niemand so ein bisschen Fußball mit. Deshalb müssen wir in Hankofen eine Hundert-Prozent-Vollgas-Vorstellung geben. 90 Prozent reichen nicht.“ Zudem haben die Niederbayern durch den 3:0-Sieg im Nachholspiel gegen Kornburg am Mittwoch frischen Rückenwind erhalten, insbesondere Ben Kouame, der alle drei Treffer erzielte. „Er hat seine Qualitäten, geht gut in die Tiefe“, schätzt Schmöller den Stürmer, den es einzubremsen gilt. „Das müssen wir als Mannschaft lösen. Die Zeiten, in denen ein Verteidiger einen Stürmer bis auf die Toilette verfolgt hat, sind vorbei. Wir müssen vor allem die Pässe aus dem Mittelfeld in die Tiefe verhindern.“

Personell erhält der zuletzt sehr ausgedünnte SVP-Kader Zuwachs durch Martin Bauer, der seine Rotsperre abgebrummt hat. Es war bereits die zweite in dieser Saison, eine davon kassierte der Mittelfeldspieler im Hinspiel, das die Pullacher mit Mühe 4:2 gewannen. „Überflüssig wie ein Kropf“, kommentierte Schmöller die damalige Hinausstellung wegen eines groben Fouls in der Nachspielzeit. Mehr sollte sich Bauer in dieser Saison nicht mehr erlauben, so der Coach: „Martin hat eine klare Ansage, dass ihn der nächste Platzverweis ein Monatsgehalt kostet.“

SV Pullach: Krasnic - Nsimba, Jobst, Benede, Penic, Bauer, Dinkelbach, Leugner, Hutterer, Roth, Dotzler

Quelle: fussball-vorort.de

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