Video vom Heimstetten-Spiel: Schneller denken als die Löwen

SV Heimstetten - Heimstettens Stadionsprecher Sebastian Schleibinger staunte nicht schlecht, als er sah, wie Heimstettens Steven Toy ein ums andere Mal dem Löwen Stefan Aigner im Test den Ball ablief. Der Heimstettner zeigte im Freundschaftsspiel gegen Profi Aigner eine starke Leistung.

von Matthias Vogel

Heimstetten – Wenn Sebastian Schleibinger auf dem Fußballplatz unterwegs ist, dann zumeist als Kapitän der Reserve des SV Heimstetten in der Kreisklasse. Diesmal kickt die erste Garnitur gegen die Profi-Elf des TSV 1860 München und Schleibinger gibt den Stadionsprecher. Und er staunt nicht schlecht, weil Heimstettens Steven Toy den starken Löwen-Angreifer Stefan Aigner, immerhin mit Bundesliga-Erfahrung dekoriert, abläuft und ihm den Ball stibitzt. „Ich frag mich, warum aus dem nicht mehr geworden ist“, sagt Schleibinger anerkennend.

SV Heimstetten empfängt TSV 1860 München: Die Bilder

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Toy selber kennt natürlich die Antwort: „Ich bin damals mit der SpVgg Unterhaching in die Regionalliga aufgestiegen. Leider sind wir im Jahr darauf wieder abgestiegen und ich habe keinen Vertrag mehr bekommen.“ Der 22-Jährige machte gegen die Löwen ein großartiges Spiel, auch wenn er Aigner natürlich nicht an allen Vorstößen hindern konnte. Trainer Claus Schromm war dann auch hoch zufrieden mit seinem Außenverteidiger: „Eine seiner Eigenschaften ist, dass er sich gut auf den Gegner einstellen kann. Das hat man heute gesehen.“ Für sein Alter verfüge er darüber hinaus über eine hohe Spielintelligenz, ziehe geschickt Fouls und könne das Spiel gut lesen. Letzteres musste Toy gegen die Sechziger dringend machen. „Das Zusammenspiel zwischen Aigner und dem rechten Außenverteidiger war richtig gut. Der weiß natürlich, wie schnell Aigner ist und spielt ihm die Bälle im richtigen Augenblick.“ Der angehende Bauingenieur roch den Braten im Spielverlauf immer häufiger rechtzeitig, und war der Gedankenvorsprung erst einmal dahin, brauchte Steven Toy das Laufduell mit dem Profi nicht zu fürchten. „Da komm ich schon mit“, sagte er und ein verschmitztes Grinsen huschte über sein Gesicht.

Dass Toy gut mithalten konnte, war freilich nicht nur seiner großen Motivation geschuldet. „Ich war ja selber bei den Löwen in der Jugend und nach der C-Jugend bei Unterhaching“, sagt er. Ursprünglich ist Toy sogar ein Heimstettener Junge. „Ich wohne hier, habe auch hier und in Kirchheim in der Jugend gespielt.“ Und weil Heimstetten immerhin in der Bayernliga spielt, sei der Wechsel, nachdem sich seine Profi-Karriere zerschlagen hatte, „optimal“ gewesen. Von der Partie gegen die Löwen war er angetan: „Eine großartige Erfahrung für uns alle“, gab er zu Protokoll. Was ihn am meisten beeindruckt hat? „Wenn die anziehen, merkt man sofort den Klassenunterschied.“

Quelle: fussball-vorort.de

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