Schwer erkämpfter Teilerfolg

- Neufahrn - Zumindest ist diese Null Vergangenheit. Mit einem 2:2 (1:1) gegen den TSV Kösching holte der FC Neufahrn in seinem vierten Anlauf nun endlich den ersten Zähler der Saison. De facto war das zu wenig, aber dennoch gab es etliche Ansätze, die Trainer Alex Ebner für die nächsten Wochen Mut machen.

Ein Tor schossen die Neufahrner in den ersten drei Ligaspielen und das war auch noch ein Elfmeter. Das Offensivproblem bearbeitete man diesmal mit Gewalt, genau genommen mit der Brachialgewalt des rechten Fußes von Christian Kübelbäck. Dieser versenkte schon nach sechs Minuten ein Freistoßgeschoss. Der FC Neufahrn lag vorne, spielte gefällig und dazu kamen 105 Prozent Einsatz, nur die offensive Effizienz blieb das Problem.

Nur kam dann aus heiterem Himmel ein Problem, das man in Neufahrn nicht kannte: In der 20. Minute legte sich der sonst so konstant überragende Patrick Strahounik ein Ei ins Nest, wie es ihm wohl die ganze Karriere noch nie passiert ist. Einen harmlosen Kopfball ließ der Keeper im Fünfmeterraum aufspringen und ging allenfalls halbherzig hin. So schenkte Strahounik Stefan Mahr die Chance, den Ball per Kopf über die Linie zu drücken und Kösching war wieder im Spiel. Neufahrn blieb aber engagiert und jeder übernahm Verantwortung.

Auf der rechten Seite nahmen sich Andre Hansbauer und Herbert Neumeier die Trainerkritik zu Herzen. Beide verrichteten ein unglaubliches Laufpensum und schalteten sich immer wieder ins Offensivspiel ein. Der Einsatz war topp, nur wie so oft in diesen Tagen beim FCN sprang zu wenig heraus. Schon vor der Pause waren die Neufahrner der erneuten Führung sehr nahe. Die beste Möglichkeit hatte abermals Kübelbäck, an dessen Freistoßflanke, Freund und Feind vorbei rutschten, nur ging der Ball 30 Zentimeter daneben.

Das Bild änderte sich auch nach dem Seitenwechsel nicht bis zum zweiten Gegenschlag. Auch das Köschinger 1:2 war ein Tor, das zu 70 Prozent der FCN schoss. Weil man im Mittelfeld gerne einen Freistoß wollte, diskutierten vier Mann eifrig mit dem Schiedsrichter. Der pfiff aber nicht und so konnten die Köschinger mit minimalster Gegenwehr durch Andreas Silinskis Kopfball den Treffer machen. Aber auch der Rückstand konnte die Neufahrner nicht stoppen. Man kämpfte robust gegen sich (Krämpfe) und den Gegner und für den ersten Saisonpunkt. Diesen fixierte Sertak Arkis in der 68. Minute.

180 Sekunden nach seiner Einwechslung konnte er abstauben, als der unsichere Gästetorwart einen Pappberger-Freistoß nach vorne abprallen ließ. Nach Keeper-Böcken stand es nun 1:1, gesamt 2:2. Und trotzdem hätten sich die Neufahrner diesen Sieg verdient gehabt. Jeder kämpfte für zwei, der Ball lief nett, die Standards waren gefährlich, aber im Endeffekt kam im gegnerischen Strafraum viel zu wenig heraus. Und da war es wieder, dieses Neufahrner Offensivproblem, auf das man am Samstag zu gewaltig eindrosch. Aber es hat ja zumindest den ersten Punkt gebracht.

Auch interessant

Kommentare