Nichts zu holen gab es für die SG Aying/Helfendorf gegen den TuS Geretsried II.
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Nichts zu holen gab es für die SG Aying/Helfendorf gegen den TuS Geretsried II.

Formidabler Fehlstart

SG Aying/Helfendorf: Drei Spiele in sechs Tagen - jedoch kein einziger Punkt

  • vonSimon Hüsgen
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Einen Fehlstart nach Maß hat die SG Aying/Helfendorf hingelegt: Drei Niederlagen in den ersten drei Spielen nach dem Re-Start.

AyingDen Wiederbeginn in der Zugspitz-Kreisklasse hatte man sich bei der SG Aying/Helfendorf nach zehnmonatiger Corona- Unterbrechung sicherlich anders ausgemalt. Gleich in der ersten Woche nach Wiederbeginn stand für das Team von Trainer Michael Scherer mit drei Spielen binnen sechs Tagen eine englische Woche auf dem Programm. Musste sich die Spielgemeinschaft im ersten Ligaspiel des Jahres beim 2:3 (0:1) gegen den SV Bad Tölz nur knapp geschlagen geben, sollte die Woche für die Scherer-Mannschaft noch eine deutlich unglücklichere Wendung nehmen. Nur drei Tage später, im Ligapokal bei Tabellenführer TSV Sauerlach, geriet die Spielgemeinschaft mit 1:9 unter die Räder. Schon nach 45 Minuten mussten die Gäste acht Gegentreffer verdauen. „Wir haben uns nach den ersten Toren einfach aufgegeben“, lautet die ernüchternde Analyse von SG-Coach Scherer.

„Uns haben diese Woche noch acht bis neun Spieler gefehlt“

Wer im Lager des Helfendorf-Ayinger Tandems im zweiten Ligaspiel seit Restart gegen den TuS Geretsried II auf Wiedergutmachung gehofft hatte, wurde beim 1:5 (0:1) der Scherer-Truppe gegen den Tabellennachbarn allerdings abermals bitter enttäuscht. Zumal die Zeichen schon vor der Partie am vergangenen Samstag für die Spielgemeinschaft nicht günstig standen: „Uns haben diese Woche noch acht bis neun Spieler gefehlt“, so Scherer über die dünne Personaldecke. Sogar Thomas Pfaffenzeller musste nach eineinhalb Jahren Pause reaktiviert werden. Zumal die Geretsrieder Offensive mit Ex-Profi Vitalij Lux, der zwischen 2015 und 2018 etwa für die SpVgg Unterhaching in der Regionalliga und der 3. Liga auf Torejagd ging, durchaus prominent besetzt war. Nur zwei Minuten brauchte der 31-Jährige um mit dem 1:0 das erste Ausrufezeichen zu setzen, wobei Lux von einem verunglückten Rückpass zu SG-Keeper Leonhard Oswald profitierte.

Felix Drotleff mit dem Ehrentreffer für Aying

Trotz des frühen Rückstands fand die Scherer-Elf in der Folge gut ins Spiel, doch die Defensivreihen verrichteten zumindest in den ersten 45 Minuten hüben wie drüben gute Arbeit und ließen nicht mehr als Halbchancen zu. Wie schon im ersten Durchgang dauerte es auch nach Wiederanpfiff allerdings nicht lange, bis Oswald abermals hinter sich greifen musste. Nach einem Helfendorfer Ballverlust im Mittelfeld durfte Geretsried ungestört auf die Abwehrreihe der Gäste zuspazieren, Ali Aliu vollendete den Angriff der Hausherren mit dem Treffer zum 2:0 (46.).

Diesmal folgte die Antwort der Spielgemeinschaft jedoch prompt. Nach einer schönen Kombination über die Flügel setzte sich Felix Drotleff gegen die TuS-Innenverteidiger durch und überwand Sebastian Untch im Tor der Gastgeber zum 2:1 (53.). Mehr als der Anschlusstreffer sollte dem Scherer-Team, auch aufgrund der diszipliniert verteidigenden Geretsrieder, jedoch nicht mehr gelingen. Stattdessen setzte die TuS-Reserve wenige Minuten vor dem Abpfiff nochmal zu einer Schlussoffensive an. Zunächst profitierte abermals Lux beim 3:1 (88.) von dem nachlässigen Abwehrverhalten der Gäste, dann vollendeten Jakob Bahnmüller (90.) und David Topic (90.+2) zwei Konter zum 5:1-Endstand.

„Wir haben auf jeden Fall genügend Qualität, um jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen“

Doch auch, wenn Scherer und sein Team die Horrorwoche mit 16 Gegentreffern erst einmal verdauen müssen, zeigt sich der Trainer der Spielgemeinschaft kämpferisch: „Dramatisch ist die Lage nicht. Wir werden uns am Dienstag aussprechen und müssen nun zusehen, dass wir schnell Einigkeit in der Mannschaft herstellen“, lautet der Befund des Trainers der Spielgemeinschaft, die erst seit Beginn dieser außergewöhnlichen Saison gemeinsam auf dem Platz steht. „Genügend Qualität, um jeden Gegner in dieser Liga zu schlagen, haben wir jedenfalls“, ist sich Scherer sicher.

Den entsprechenden Beweis kann die SG Aying/Helfendorf abermals gegen einen Tabellennachbarn aus Geretsried antreten: am kommenden Sonntag gastieren die Fußballfreunde in Großhelfendorf. Und nur eine Woche später bietet sich der Spielgemeinschaft gegen Sauerlach die Chance, sich für die Pokalpleite zu revanchieren. Ob die Wiedergutmachung dieses Mal gelingt?

(Simon Hüsgen)

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