Hofft auf Beistand von oben: Haching und Cheftrainer Claus Schromm brauchen in Jena einen Sieg. <em>Robert Brouczek</em>

Nur ein Sieg hilft Haching gegen die Enttäuschung

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Nach der Derby-Pleite ist vor dem Pflichtsieg. Beim Tabellenletzten Carl Zeiss Jena muss die SpVgg Unterhaching endlich raus aus der Ergebniskrise der letzten Wochen. Dass es die gibt, bestreitet auch Trainer Claus Schromm nicht. Wohl aber, dass Jena eine einfachere Aufgabe wird als 1860.

Unterhaching

– Dass es keine Favoriten gibt in den Spielen der Dritten Liga in dieser Spielzeit, ist von Trainern und Verantwortlichen die wohl am meisten benutzte Aussage vor anstehenden Aufgaben. Die Ergebnisse der Vorrunde belegten dies auch oft genug – mit einer Ausnahme. Der FC Carl Zeiss Jena machte da irgendwie nicht mit und kristallisierte sich früh als Abstiegskandidat Nummer eins heraus. Schon letzte Saison erst durch eine erstaunlich starke Rückrunde ans rettende Ufer geklettert, laufen die Thüringer diese Saison von Anfang an der Musik hinterher. Der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze las sich schon aussichtslos, nach ein paar mehr Punkten liegt der FC immer noch mit elf Zählern Rückstand auf Rang 16 am Tabellenende.

Dennoch: „Jena ist kein typischer Tabellenletzter“, sagt SpVgg-Trainer Claus Schromm. „Die sehen nach den letzten Ergebnissen wieder ein Licht am Ende des Tunnels. Und sie sind auch gegen uns zum Punkten verdammt.“ Bemerkenswert findet Schromm, „mit welcher Moral die Jungs zu Werke gehen“. Tatsächlich holte Jena aus den letzten sechs Liga-Partien zwei Siege und zwei Unentschieden bei nur noch zwei Niederlagen und feierte vor einer Woche einen Auswärtssieg beim FC Bayern II. Zum Vergleich: Die Bilanz der SpVgg ist mit einem Sieg, drei Remis und zuletzt zwei Niederlagen in Folge schlechter.

Vor allem die jüngste Derby-Pleite gegen 1860 München schmerzt dabei, auch, weil die Niederlage verdient war. Haching ist das spielerische Selbstverständnis und auch ein großes Stück des Selbstvertrauens abhanden gekommen. „Wir haben zu Hause das Spiel des Jahres verloren, das tut brutal weh“, sagt Schromm, „und das nicht nur am Tag danach, sondern auch noch am Dienstag und am Mittwoch. Man wird wirklich bei jedem Telefonat darauf angesprochen.“ Und Hachings Chefcoach gibt zu: „Auch die Leistungsträger können momentan nicht ihr Allerbestes abrufen, da brauchen wir nicht drumherum zu reden.“ Folge: „Ja, wir haben eine kleine Ergebniskrise. Aber: Wir haben 28 Punkte und noch zwei Vorrundenspiele vor der Brust. Wir können immer noch eine gute Hinrunde spielen wie letzte Saison mit 31 Punkten.“

Da sollte bei allem Respekt für den Gegner vor dem Duell mit dem Schlusslicht allerdings eine klare Kampfansage kommen. Jena kann, sollte und muss die Wende sein – ein weiterer Auftritt ohne Punkte wäre eine Blamage und würde vieles zerstören. Die Stimmung im Sportpark ist gerade nach der Derby-Pleite im Moment nicht die beste. Wie üblich helfen da am besten Siege. Gegen Jena gibt es eigentlich keine Ausreden mehr – aktuelle Tendenz hin oder her. Immerhin hat Schromm erkannt, dass es nicht gut läuft und die eine lange Zeit richtig tolle Vorrunde auf ein enttäuschendes Ende zusteuert: „Wir dürfen uns nicht kaputtspielen, was wir uns bis heute erarbeitet haben.“

Quelle: fussball-vorort.de

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