Sitter-Truppe verblüfft die Konkurrenz

- 2:0 in Passau: FCI Zweiter

Ismaning (wk) - "So richtig aussagekräftig ist die Bayernliga-Tabelle erst nach zehn Spieltagen", hat Ismanings Trainer Herbert "Tom" Sitter vor Saisonbeginn gesagt. Die sind nun um, und nach dem 2:0 (1:0) beim 1. FC Passau steht der FCI überraschend auf Rang zwei.

"Natürlich ist es ein tolles Gefühl, so weit oben zu stehen", bekennt Sitter, der jedoch den Blick für die Realität nicht verloren hat, "denn vom Ersten bis zum Zehnten sind es nur drei Punkte". Außerdem seien die letzten vier Gegner Memmingen, Hof, Würzburg und Passau allesamt Teams aus der Abstiegszone gewesen. "Erfolge gegen solche Mannschaften fallen normalerweise unter die Kategorie Pflichtsiege", sagt Sitter, "allerdings war es nicht so einfach, gegen die zu gewinnen".

Auch nicht gegen die Passauer, die dem FCI vor allem in der ersten Hälfte das Leben schwer gemacht haben. Immer wieder versuchten es die Niederbayern mit langen, hohen Bällen auf die groß gewachsenen Stürmer und hatten durchaus ihr Möglichkeiten. Umso überraschender die 1:0-Führung für die Gäste, als Dzevat Murici einen Freistoß versenkte (24.). "Wir haben in der ersten Hälfte ,kick and rush` gespielt, und das ist überhaupt nicht unser Spiel", resümiert Sitter.

Nach dem Wechsel versuchte der FCI-Trainer mehr Entlastung für seine unter Druck stehende Abwehr zu schaffen. Er wechselte Manfed Bender aus, denn "dessen Laufbereitschaft war sehr mangelhaft", und brachte Holm Kühl. Danach hatte Ismaning den Gegner etwas besser im Griff. Die Entscheidung fiel in der Schlussphase, und da habe man laut Sitter gesehen, "wie nahe Glück und Pech beieinander liegen, denn wenn der Passauer Pfostenschuss reingeht, geht das Spiel 1:1 aus". Kurz nach dem Aluminium-Treffer wechselte der Trainer Christian Kirchner ein, der wurde gleich bei seinem ersten Ballkontakt im Strafraum gefoult, und Murici stellte per Strafstoß auf 2:0.

Jetzt freut sich Herbert Sitter auf die kommenden Spiele gegen hochkarätige Gegner und er ist sich sicher, "dass die Mannschaft am Gegner wachsen wird". Und erst wenn die nächsten vier oder fünf Begegnungen absolviert sind, "dann stellt sich endgültig raus, wohin der Weg führt". FC Ismaning: Baum, Haushahn, Summerer, Strunz, Arzberger, Leidenberger (82. Kirchner), Steinweg, Jalsevec, Murici (88. Werler), Bender (46. Kühl), Linnemann. Tore: 1:0 Murici (24.), 2:0 Murici (83./Elfmeter). Zuschauer: 350.

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