Dennis PetersenFCD-Hygienebeauftragterdes FC Deisenhofen

Nur die ersten 200 Fans erhalten grünes Licht

  • Umberto Savignano
    vonUmberto Savignano
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Bis zu 400 Zuschauer wären den Fußball-Amateuren derzeit gestattet, sofern sie die Besucher auf zugewiesenen, gekennzeichneten Plätzen unterbringen können. Beim FC Deisenhofen ist dies, wie bei vielen Vereinen, nicht möglich, weshalb die Kapazität auf 200 Leute begrenzt bleibt.

Deisenhofen Eine Zahl, die der Bayernliga-Zweite in der Vergangenheit oft erreicht, gelegentlich sogar deutlich übertroffen hat. Es gibt also vor dem ersten Heimauftritt nach dem Saison-Neustart am Samstag (15 Uhr) gegen die U21 des TSV 1860 München einiges zu tun für den Hygienebeauftragten: Dennis Petersen, Jugendleiter des FCD, hat sich dieses wegen der Corona-Pandemie notwendig gewordene neue Amt „aufgebürdet“, wie er sagt. Bei einigen Junioren-Spielen konnte er diesbezüglich schon erste Erfahrungen sammeln. Im Gespräch mit dem Münchner Merkur schildert der 35-Jährige die erforderlichen Abläufe und den organisatorischen Aufwand.

Wie ist es bei den bisherigen Jugendspielen in Deisenhofen in Sachen Hygienemaßnahmen gelaufen? Immerhin gab es mit dem U19-Derby gegen die SpVgg Unterhaching hier schon ein echtes Schlagerspiel.

Die Leute bei den Jugendspielen waren sehr diszipliniert und haben auf den Abstand geachtet. Das U19-Spiel gegen Haching haben ungefähr 130 Zuschauer gesehen. Beim Gegner wissen wir natürlich nicht, wer zu einem Hausstand gehört. Da kontrollieren wir auch nicht jeden, sondern wir appellieren an die Personen, weisen über Lautsprecher auf die Abstände hin.

Wie regulieren Sie die Zuschauerzahl von maximal 200 Personen?

Wir verwenden am Einlass einen QR-Code, der vom BFV empfohlen wird. Das funktioniert recht gut. Bis die Grenze von 200 Leuten erreicht ist, gibt es ein grünes Ticket. Danach wird sofort angezeigt, dass niemand mehr rein kann. Da sind wir dann auch strikt.

Wie ist der Ablauf für die Zuschauer. Müssen diese beispielsweise am Eingang eine Maske tragen?

Man muss die Anlage nicht mit Maske betreten und auch am Platz normalerweise keine tragen. Man sollte sie aber dabei haben. In geschlossene Räume, zum Beispiel auf die Toilette, darf man nur mit Maske. Man muss sie auch aufsetzen, wenn man die Abstände ums Spielfeld nicht einhalten kann. Wir versuchen das aber zu steuern und unsere Anlage ist weitläufig genug.

Welchen Extra-Aufwand bringt das Hygienekonzept mit sich? Braucht man zum Beispiel zusätzliche ehrenamtliche Helfer?

Der Aufwand ist deutlich größer geworden. Das Hygienekonzept muss oft aktualisiert werden. Das kostet mich viel Zeit, ich sitze gefühlt jeden Tag dran. Man braucht außerdem jemanden, der das Spiel nicht unbedingt anschauen will, um die Kontaktdaten aufzunehmen, dazu jemanden, der auf die Abstände schaut und jemanden, der aufpasst, ob drinnen Masken getragen werden. Es geht schon an die Belastungsgrenze.

Bei vielen Veranstaltungen ist zurzeit eine vorherige Anmeldung erwünscht oder sogar verpflichtend. Ist beim Fußball in Deisenhofen ein spontaner Besuch noch möglich?

Natürlich. Wir machen zurzeit gar keinen Vorverkauf. Und wir liegen ja auch meistens nicht über den 200 Zuschauern. Bis jetzt, bei den Jugendspielen, haben wir diese Grenze, auch bei drei Partien an einem Tag, noch nicht erreicht. Das könnte jetzt am Samstag gegen Sechzig aber zum ersten Mal passieren.

Sind eigentlich Gäste-Fans erlaubt?

Ja, Gäste-Fans sind sogar erwünscht. Wir wollen Zuschauer, davon lebt der Fußball.

Interview: Umberto Savignano

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