Zurück auf dem Platz: Josef „Seppi“ Welzmüller, Kapitän der SpVgg Unterhaching.
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Zurück auf dem Platz: Josef „Seppi“ Welzmüller, Kapitän der SpVgg Unterhaching.

Beim 5:4-Sieg gegen Rosenheim feiert Seppi Welzmüller nach langer Pause sein Comeback

SpVgg Unterhaching: Der Kapitän ist zurück

  • VonRobert M. Frank
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Nach genau einem Jahr Verletzungspause hat Josef Welzmüller sein Comeback für die SpVgg Unterhaching gegeben. Ab jetzt soll er die Hachinger Defensive stabilisieren.

Unterhaching – Die 66. Minute beim 5:4 (2:2) der SpVgg Unterhaching gegen den TSV 1860 Rosenheim am Samstag war für Josef Welzmüller etwas Besonderes. Der Hachinger Kapitän wurde zu diesem Zeitpunkt für das Heimspiel eingewechselt. Vor über eineinhalb Jahren war Welzmüller das letzte Mal in einem Ligaspiel für die Rot-Blauen auf dem Feld gestanden. Exakt ein Jahr nach der Operation seines dritten Kreuzbandrisses wurde der 31-jährige Innenverteidiger in die Partie eingewechselt.

Unter großem Applaus der 1200 Zuschauer im Unterhachinger Sportpark rannte Welzmüller auf das Spielfeld und übernahm beim Zwischenstand von 5:2 die Kapitänsbinde von seinem Vertreter Markus Schwabl. „Genau ein Jahr nach der Operation das Comeback zu geben, war ein schönes Omen. Die Mannschaft hat mir die Gelegenheit gegeben, mich gut reinzufinden“, sagte Welzmüller.

Was der Defensivspezialist allerdings dann auf dem Feld miterleben musste, war weniger schön. Die Heimelf agierte unkonzentriert, fing sich noch zwei weitere Gegentreffer ein und musste in den Schlussminuten noch um den sicher geglaubten Sieg bangen. Und das nach einem komfortablen Vorsprung gegen einen defensiv extrem schwachen Tabellenletzten der Regionalliga Bayern.

„Wir sind zu nachlässig geworden“

„Wir sind zu nachlässig geworden und haben zu viele kleine individuelle Fehler gemacht. Ich bin mit dem Spiel nicht zufrieden. Wenn man fünf Tore schießt, sich vier fängt und am Ende des Tages noch mal Vollgas geben muss, ist das nicht gut. Das haben wir nicht souverän genug gemacht. Da müssen wir noch wachsen, egal wie alt oder jung die Spieler sind. Wir haben viele Führungsspieler auf dem Feld und das darf nicht passieren.“

Insbesondere im Hinblick auf die kommenden drei Partien gegen den Tabellenführer Bayreuth, den aktuellen Tabellenvierten Schweinfurt und die in der Vorsaison starken Aschaffenburger sah Welzmüller Nachholbedarf bei der Defensivleistung. „In den nächsten Spielen wissen wir, dass bessere Gegner auf uns zu kommen. Wenn man da zwei bis drei Tore fängt und so nachlässig ist wie gegen Rosenheim, dann kann man in solchen Spielen keine Punkte holen“, sagte Welzmüller. Ein Startelfeinsatz des Hachinger Kapitäns dürfte noch etwas dauern. Seine Einsatzzeiten könne man derzeit vorerst „von Woche zu Woche steigern“. Eine Distanz über de volle Spielzeit käme laut dem Hachinger Kapitän aktuell „noch einen Tick zu früh“.

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