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Lohn für hartes Training: Michael Zetterer aus Valley hat bei der SpVgg Unterhaching nun einen Profivertrag erhalten.

Lohn für hartes Training

Michael Zetterer - Schneller Profi als erwartet

SpVgg Unterhaching - Michael Zetterer bleibt über die Jugend hinaus Torwart bei der SpVgg Unterhaching. Der 17-Jährige erhält einen Profivertrag bis 2016.

Von Christoph Fetzer

Schöne Bescherung - Profivertrag zu Weihnachten

Michael Zetterer ist ein zurückhaltender, junger Mann. Aber in den letzten Tagen bringt der 17-Jährige aus Valley das breite Grinsen fast nicht mehr aus dem Gesicht. Pünktlich vor Weihnachten hat Zetterer bei der SpVgg Unterhaching einen Profivertrag unterschrieben. Eine schönere Bescherung gibt es für einen jungen Fußballer gar nicht. „Ich habe immer gehofft, dass das irgendwann klappt“, sagt Zetterer. „Aber dass es so schnell geht, habe ich nicht erwartet.“

Nicht nur der Dreijahresvertrag von 2013 bis 2016 lag unter dem Christbaum. Zusätzlich kümmert sich die SpVgg um einen Ausbildungsplatz für den Torwart. „Mir ist es wichtig, neben dem Fußball ein zweites Standbein aufzubauen“, sagt Zetterer. Hachings Sportdirektor Manfred Schwabl gefällt das: „Es ist gut, dass er sich Gedanken darüber macht. Aber wir wollen sowieso, dass unsere jungen Spieler dieses duale System mit Ausbildung neben dem Sport durchlaufen. Im Fußball kann es schnell gehen.“

Zetterer steht mittlerweile seit sieben Jahren bei der SpVgg zwischen den Pfosten

Schwabl freut sich, dass er mit Zetterer wieder einen jungen Spieler aus der Region mittelfristig an den Verein binden konnte. „Das passt zu unserem Konzept. Und das soll ja nicht nur auf dem Papier bestehen, sondern auch in der Praxis“, sagt er. Seit sieben Jahren steht Zetterer mittlerweile bei der SpVgg zwischen den Pfosten. In der laufenden Saison hat er nicht nur vier Spiele für die U19 in der Bundesliga Süd/Südwest bestritten. Auch in der Zweiten Mannschaft von Unterhaching lief er schon zweimal in der Bayernliga Süd auf.

Verloren hat Zetterer nur eines dieser sechs Spiele. „Ich bin zufrieden, und die Rückmeldung der Trainer ist positiv“, sagt er. Schwabl bestätigt das: „Michael hat es sich verdient. Er hat einen einwandfreien Charakter. Als es in der U17 mal nicht so gut gelaufen ist, hat er eine Schippe draufgelegt und nicht aufgegeben.“

Zetterer ist auch in der kommenden Saison noch für die U19 spielberechtigt, soll aber fester Bestandteil der Drittligamannschaft werden. Wie schon im Sommer fliegt er jetzt in der Vorbereitung auf die Rückrunde mit ins Trainingslager in die Türkei. Denn er ist nun Profi.

Nachgefragt

Manuel Baum bildet mit Claus Schromm das Trainerduo der Drittliga-Mannschaft der SpVgg Unterhaching. Davor arbeitete der 33-Jährige beim TSV 1860 München II (Torwarttrainer), FC Unterföhring (Spielertrainer) und der FT Starnberg. Als Aktiver stand Baum in der Jugend beim TSV 1860 im Tor, später beim Bayernligisten FC Ismaning und in Unterföhring. Genau der richtige Ansprechpartner also in Sachen Michael Zetterer:

-Herr Baum, warum hat die Spielvereinigung Michael Zetterer unter Vertrag genommen?

Er passt genau in unser Anforderungsprofil. Er ist jung, kommt aus der Region und kann richtig gut Fußball spielen. Deshalb ist es die logische Konsequenz, dass er jetzt ein Angebot bekommen hat. Für Haching ist es eine super Sache, wenn ein Spieler einen Profivertrag unterschreibt, der im Verein groß geworden ist.

-Was ändert sich jetzt für ihn?

Zuerst fährt Michael am 4. Januar mit den Profis ins Trainingslager in die Türkei. Ansonsten wird er wie bisher in der zweiten Mannschaft und in der U19 zum Einsatz kommen. Ab nächster Saison, wenn er die Schule beendet hat, wird er bei den Profis mittrainieren. Wir versuchen, jedes Jahr fünf, sechs A-Jugendspieler in die erste Mannschaft hochzuziehen. Da kann er sich an das Niveau bei den Erwachsenen gewöhnen und hat die Möglichkeit, mal in der Dritten Liga zu spielen.

-Was zeichnet ihn aus?

Für sein Alter ist er schon weit in seiner Entwicklung. Vor allem strahlt er sehr viel Ruhe im Tor aus. Und neben den normalen Fähigkeiten, die ein Torwart braucht, ist er mit dem Fuß sensationell. Er könnte genauso gut im Feld spielen. Er erfüllt alles, was ein Keeper heutzutage braucht. Zudem hat er einen tollen Charakter. Er arbeitet intensiv an sich und kann sich selbst motivieren. Vergangene Saison ist er in der U17 nicht so zum Zug gekommen. Aber er hat das geschluckt und weitergemacht. Wahrscheinlich ist er dadurch sogar noch stärker geworden.

-Hat er noch Defizite?

Natürlich, aber nichts Spezielles. Bei den Herren wird sehr viel mehr Athletik gefordert. Das ist aber nichts, was man nicht aufholen kann.

-Zetterer will neben dem Sport eine Ausbildung machen. Wie wichtig ist Ihnen so eine Einstellung?

Das gehört zu unserem Konzept – eine duale Karriereplanung. Wir sehen nicht nur den Job Fußballprofi. Etwas anderes neben dem Sport ist wichtig. Es ist ja nicht gesichert, dass sie es wirklich schaffen, Profi zu werden – dann brauchen sie ein zweites Standbein. Zudem arbeiten wir sehr viel im kognitiven Bereich. Dafür brauchen wir Spieler, die mit dem Kopf arbeiten können.

Interview: Alexander Schwer

Quelle: fussball-vorort.de

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