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Bemängelt die fehlende Leichtigkeit bei der SpVgg Unterhaching: Auch Sascha Bigalke ist ratlos. 

Haching sucht die Leichtigkeit

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Vier Gegentore für die bis Mittwoch viertbeste Defensive der Dritten Liga, das war dann doch sehr überraschend. Mit dem 1:4 ausgerechnet beim Tabellen-Letzten VfR Aalen hat die SpVgg Unterhaching einen vorläufigen Tiefpunkt erreicht.

Unterhaching – Wobei man, so kurios das klingen mag, ausgerechnet auf der Ostalb gar nicht so überrascht war. „Es bleibt dabei: In Aalen können wir nichts holen“, sagte Trainer Claus Schromm nach dem ernüchternden Resultat im Nachholspiel am Mittwoch Abend.

Aalen ist seit Jahren kein gutes Pflaster für die Hachinger. Schon im Vorfeld der Partie hatte Schromm darauf hingewiesen: „Dort haben wir immer ganz schwache Auftritte hingelegt.“

Der letzte Sieg gegen den VfR ist satte acht Jahre her, seither gab es sechs Duelle mit zwei Pünktchen. In Aalen konnte die SpVgg seit 2002 in sieben Anläufen noch nie gewinnen. Doch diesmal waren die Vorzeichen irgendwie anders.

Wie der abgeschlagene Tabellen-Letzte der SpVgg im aktuellen Aufeinandertreffen den Schneid abkaufte, war dann aber doch ernüchternd. Was den Gastgebern im Abstiegskampf so oft gefehlt hatte, war plötzlich zu sehen. Was die Hachinger in der Gruppe der Aufstiegsaspiranten so stark gemacht hatte, nicht. „Aktuell fehlt uns in der Offensive die Leichtigkeit und hinten verteidigen wir als Mannschaft nicht konsequent genug“, sagte Sascha Bigalke. Folge: „Das war ein bitterer Abend für uns. Die Niederlage war verdient.“ Auch Schromm musste den Hausherren zu einem „hochverdienten Sieg“ gratulieren, „wir waren zur Halbzeit mit dem 2:0 noch gut bedient. Wir hatten gefühlt hundert Ballverluste. Dieses Spiel werden wir uns genau anschauen, und das werden viele Schmerzen sein.“

Vor allem der frühe Rückstand in der 9. Minute war ein Knackpunkt für den Coach: „Wir dürfen uns nicht von den Fehlern in den ersten Minuten die Überzeugung nehmen lassen. Denn genau die brauchen wir, um Spiele zu gewinnen“, sagte Schromm. Wo ist nur die Leichtigkeit geblieben?

Zumindest in einer Ergebnis-Krise steckt die SpVgg nun fest, wieder erlebt die SpVgg in der Rückrunde ihre schon legendäre „sportliche Delle“. Genau die wolle man in dieser Saison vermeiden, hatte Schromm noch zur Winterpause versprochen. Bleibt der vermeintliche Vorteil, den die Protagonisten nun heraufbeschwören: Keine Zeit zum Nachdenken, es geht in den Englischen Wochen ohne Pause weiter. „Jetzt ist es gut für uns, dass wir so viele Spiele in kürzester Zeit haben“, sagte Bigalke. „Ich bin davon überzeugt, dass wir mit einem positiven Spiel wieder in den Flow kommen können, der uns in der Hinrunde ausgezeichnet hat.“ Nächste Chance: am Montag in Würzburg.

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