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Sandro Wagner steigt mit Haching auf

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Von: Umberto Savignano

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Perfekter Einstand als Coach: Sandro Wagner bejubelt den Aufstieg mit den Junioren; jetzt ist er Regionalligatrainer.
Perfekter Einstand als Coach: Sandro Wagner bejubelt den Aufstieg mit den Junioren; jetzt ist er Regionalligatrainer. © Sven Leifer

Die A-Junioren-Fußballer der SpVgg Unterhaching kehren nach drei Jahren wieder in die Bundesliga zurück: Das Team von Sandro Wagner gewann nach dem 2:0-Sieg zuhause das Relegationsrückspiel beim 1. FC Schweinfurt 05 mit 2:1 (1:0). „Wir sind sehr stolz“, sagte ein strahlender SpVgg-Boss Manfred Schwabl.

Unterhaching – Bei sommerlichen Temperaturen war Haching gegen bemühte, aber zunächst harmlose Schweinfurter in der ersten Halbzeit das bessere Team. Doch erst in der 27. Minute wurde die SpVgg gefährlich, als Sandro Porta in aussichtsreicher Position zu unplatziert köpfte (27.). Die zweite Großchance saß dann: Eine Hereingabe von der rechten Seite nutzte Leonard Grob zur 1:0-Pausenführung (35.).

Angesichts der 3:0-Gesamtvorsprungs schien der Bundesligaaufstieg nur noch Formsache zu sein. Doch ein lockerer Spaziergang wurde der zweite Durchgang keineswegs, denn Edin Hyseni weckte mit einem verwandelten Foulelfmeter zum 1:1 kurz nach Wiederbeginn (47.) neue Hoffnungen bei den Unterfranken, deren Co-Trainer Thorsten Reck schon vor der Partie seinen Schützlingen Mut gemacht hatte: „Es gilt alle Kräfte zu mobilisieren. Nichts ist unmöglich.“ Tatsächlich machten die Schweinfurter nun mächtig Druck, Haching hielt aber mit einer engagierten Abwehrleistung dagegen. Der Einsatz wurde in der Nachspielzeit sogar mit dem Siegtreffer belohnt: Timon Obermeier verwandelte einen Foulelfmeter zum 2:1-Endstand für die SpVgg (90.+1).

„80 Prozent will ich oben haben in Zukunft. Da war das schon ein großer Meilenstein.“

Haching-Präsident Manfred Schwabl über die Wichtigkeit des Aufstiegs der U19.

Schwabl räumte ein, dass der 4:1-Gesamterfolg aus Hin- und Rückspiel ein wenig darüber hinwegtäuschte, wie viel Schweiß hinter dem ersehnten Aufstieg steckte: „Es waren die heißen Duelle mit Schweinfurt, die ich auch aus der Regionalliga Bayern mit der Ersten Mannschaft gewohnt bin. In Schweinfurt kann man sich nie sicher sein, und nach dem 1:1 habe ich gewusst, was dann noch für eine Welle daherkommt, dann kommen auch die Zuschauer.“ Unterm Strich war Hachings Boss aber einfach nur glücklich: „Wenn man beide Spiele zusammennimmt, dann sind wir schon verdient aufgestiegen. Und ich denke, uns ist es auch ein bisschen wichtiger, weil wir durch unseren Regionalligaabstieg noch mehr auf die Jugend bauen. 80 Prozent will ich oben haben in Zukunft. Da war das schon ein großer Meilenstein.“

Für Sandro Wagner bedeutet der Sprung in die höchste Nachwuchs-Spielklasse zudem den perfekten Einstand als Coach: Der ehemalige Profi des FC Bayern und achtfache Nationalspieler war bei der SpVgg im März als U19-Trainer für die kommende Saison vorgestellt worden, übernahm das Team dann allerdings bereits zur Vorbereitung auf die Bundesliga-Relegation. Nach dem Traumstart ist sein Engagement im Juniorenbereich allerdings schon wieder vorbei: Bekanntermaßen ist der 33-Jährige ab heute Cheftrainer der Regionalliga-Profis. Für die angestrebte enge Verzahnung zwischen Nachwuchs und Erster Mannschaft dürfte Wagner nach dem Erfolg mit den A-Junioren nicht die schlechteste Wahl sein.

SpVgg Unterhaching: Scherger – Lamby (62. Sieghart), Obermeier, Zentrich, Bauer (85. Sarfert), Haimerl, Hausmann (85. Bucher), Hirtlreiter (62. Horndasch), Grob, Porta (53. Mashigo), Zimmermann – Tore: 0:1 Grob (35.), 1:1 Hyseni (47., FE), 1:2 Obermeier (90.+1; FE) – Zuschauer: 500

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