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Im Doppelpack trifft Stefan Schimmer beim 4:0-Heimsieg der SpVgg Unterhaching gegen den KFC Uerdingen.

Fußball - 3. Liga

Hachinger Machtdemonstration zum Jahresabschluss

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Der Schlusspunkt am Ende eines erfolgreichen Fußball-Jahres war noch einmal eine Machtdemonstration. Die SpVgg Unterhaching überrollte den Tabellen-Dritten KFC Uerdingen mit 4:0 und darf im neuen Jahr von Höherem träumen.

Unterhaching – Man hatte irgendwie schon nach knapp 70 Minuten das Gefühl, die Gäste aus Krefeld würden im Sportpark das Ende des Drittliga-Jahres herbeisehnen. Da stand es 4:0 für die Hausherren und es schien nicht, als hätten die schon genug. Es blieb zwar dabei, aber nach dem letzten Spiel des Jahres stand eine Erkenntnis, die man vorher so nicht unterschrieben hätte: Der Fünfte aus Unterhaching hatte den finanziell gut gepolsterten und prominenter besetzten Aufsteiger, der auf dem direkten Weg in die 2. Liga schien, teilweise an die Wand gespielt.

„Wir wollten natürlich das letzte Heimspiel gewinnen, aber ganz ehrlich, mit einem 4:0 hatte ich nicht gerechnet“, sagte Verteidiger Markus Schwabl. Schon zur Pause lag die SpVgg 3:0 in Führung, etwas zu hoch zugegebenermaßen, nach dem Wiederanpfiff hatte man einen Generalangriff der Uerdinger erwartet. „Aber“, stellte Schwabl fest, „die waren heute harmlos.“

Auch Stefan Schimmer wunderte sich, dass „nach der Halbzeit nicht so viel kam, wie wir erwartet haben“. Er selbst strahlte auch aus einem anderen Grund. Der Stürmer krönte seine starke Vorrunde, in der er zum Stammspieler und Torjäger wurde, auch mit einem persönlichen Erlebnis: Doppelpack, Saisontreffer Nummer sieben und acht. „Ich kann schon sehr zufrieden sein“, meinte er.

Nachdem Schimmer mit einem Kopfball schon in der 10. Minute zum 1:0 traf, folgte die zu erwartende forsche Antwort der Gäste. „Zwischen dem 1:0 und dem 2:0 waren wir besser“, sagte KFC-Trainer Stefan Krämer nachher, „aber wir hatten nur eine richtig gute Phase im Spiel.“ In der verbuchte sein Team aber auch nur eine gefährliche Torchance: Ex-Löwe Stefan Aigner köpfte aus kurzer Distanz, SpVgg-Schlussmann Lukas Königshofer hatte keine Mühe den Ball zu fangen (26.). Haching hätte dagegen durch einen Freistoß von Alexander Winkler (21.) und einen Schuss von Stephan Hain (35.) nachlegen können. Und tat dies dann zum psychologisch günstigsten Zeitpunkt noch vor der Pause. Nach Zuspiel von Sascha Bigalke stand Schimmer völlig frei im Strafraum, schoss eiskalt zum 2:0 ein (41.). Vier Minuten später legte sich Bigalke den Ball zum Freistoß zurecht, sein Schuss aus 25 Metern segelte an Freund und Feind vorbei zum 3:0 in den Uerdinger Kasten. „Damit war der Deckel drauf“, fand Unterhachings Cheftrainer Claus Schromm, der den Zwischenstand nach 45 Minuten aber auch „einen Tick zu hoch und glücklich“ einstufte.

Als Winkler in der 57. Minute mit einem direkten Freistoß erneut aus rund 25 Metern das vierte Tor nachlegte, war der Tabellen-Dritte endgültig gedemütigt und „die Luft raus“, so Schromm. Allerdings dachte seine Mannschaft keineswegs daran, einen Gang zurückzuschalten. Luca Marseiler (67.), Bigalke alleine vor KFC-Keeper Vollath (71.), mit einem weiteren Freistoß (71.) und mit einem Schuss, der knapp das Ziel verfehlte (89.) hätten das Debakel für Uerdingen noch schlimmer machen können. „Ein absolut verdienter Sieg“, gab Krämer zu, „Haching war galliger, handlungsschneller und wollte mehr den Ball haben.“

Eine Lobeshymne, die sich die SpVgg verdient hatte: Mit satten 35 Punkten, dem ligaweit mit Abstand besten Torverhältnis von +22, 42 erzielten Toren in 20 Partien, seit September mit einer Serie von 13 Spielen ohne Niederlage und überhaupt nur einer Pleite in der gesamten ersten Saisonhälfte. „Wir haben in der Hinrunde sehr viel Gas gegeben“, erklärte Markus Schwabl, „dafür wird man irgendwann belohnt. Wir wissen, dass wir eine brutale Qualität haben, der fünfte Tabellenplatz ist die logische Konsequenz.“ Das Ziel Aufstieg auszugeben fand Schwabl zwar „etwas unrealistisch“, aber kein Gegner war bisher eine Nummer zu groß. Schromm versprach: „Wir werden jetzt alles dafür tun, dass die sportliche Delle, die wir immer im Februar und März hatten, 2019 nicht kommt.“

Präsident Manfred Schwabl blieb gestern übrigens recht wortkarg – uns sagte mit wenigen Sätzen dennoch viel: „Viel gibt es nicht zu sagen. Ich möchte in die Kabine und mich mit den Jungs freuen. Wir haben jetzt eine sehr gute Ausgangsposition. Nach unten und nach oben.“

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