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Vertrag bis 2023 verlängert: Haching-Cheftrainer Claus Schromm bei einer der letzten Trainingseinheiten der SpVgg Unterhaching vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie.

FUSSBALL

Haching setzt ein echtes Statement

  • vonChristian Amberg
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Den Fußball umkreisen derzeit jede Menge Fragezeichen. Die SpVgg Unterhaching hat gestern in Zeiten der Ungewissheit ein Ausrufezeichen gesetzt und klare Verhältnisse geschaffen: Cheftrainer Claus Schromm verlängerte seinen Vertrag und bleibt dem Verein nun bis mindestens 2023 erhalten.

Unterhaching – „Sportlich und menschlich passt kein Blatt Papier zwischen uns beide“, sagte Präsident Manfred Schwabl nach der Unterschrift seines leitenden Angestellten unter das neue Arbeitspapier. Der Zeitpunkt inmitten der Corona-Krise passt: „Gerade in der aktuellen Zeit soll der neue Vertrag auch zeigen: Es geht bei uns kontinuierlich und nachhaltig vorwärts!“

Schromm war bereits von 1999 bis 2003 im Jugendbereich als Trainer bei der SpVgg tätig, anschließend als Coach der U19 beim TSV 1860 München und schließlich beim Bayernligisten SV Heimstetten. 2012 kehrte er nach Unterhaching zurück und bildete zusammen mit Manuel Baum ein Trainerduo für die erste Mannschaft. Nach einer Umstrukturierung im Verein gab er ab Januar 2014 ein gut einjähriges Intermezzo als Sportdirektor. Nach dem Rücktritt von Christian Ziege übernahm Schromm im März 2015 als Cheftrainer die Mannschaft, konnte aber den Abstieg in die Regionalliga Bayern nicht verhindern. 2017 feierte er die Rückkehr in die Dritte Liga und arbeitete seitdem auch kontinuierlich an einer Mannschaft, deren Ziel der Aufstieg in die Zweite Liga ist. Der Zeitplan der SpVgg sieht den in den nächsten zwei Jahren vor, Schromm wird dabei definitiv als Chef auf der Brücke stehen. „Der gemeinsam begonnene Weg geht weiter. Deshalb war für uns die Vertragsverlängerung auch die einzig logische Konsequenz“, betonte SpVgg-Boss Manni Schwabl.

Dass der 50-Jährige quasi uneingeschränktes Vertrauen genießt, bewies die SpVgg schon desöfteren, unter anderem erst vor einem Jahr, als die Hachinger mit einer extrem schwachen Rückrunde sogar noch in Abstiegsgefahr gerieten.

Schromm hatte schon mehrfach betont, dass er anderswo wohl nicht mehr im Amt wäre, und tat das auch gestern: „Ich freue mich sehr über das Vertrauen. Im Fußballgeschäft ist es leider nicht mehr ganz so normal, dass so lange an einem Trainer festgehalten wird. Die Uhren ticken in Unterhaching aber bekanntlich etwas anders, und deswegen macht es mir auch so viel Spaß hier zu arbeiten.“

Nach Christian Neidhart vom SV Meppen, der bereits seit 2013 ohne Unterbrechung im Amt ist, ist Claus Schromm der dienstälteste Trainer in der Dritten Liga.

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