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„Das verrückteste Spiel meiner Karriere“: Hachings Sturmroutinier Dominik Stroh-Engel, 34. 

SpVgg Unteraching schlägt Hallescher FC mit 5:3

Dreierpack gegen Hallescher FC- Dominik Stroh-Engel im Interview

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Drei Treffer, ein Abseits- und ein Eigentor, dazu eine spektakuläre Rettungstat auf der Linie – und das alles in nur 61 Minuten. Dominik Stroh-Engel im Interview.

Unterhaching– Drei Treffer, ein Abseits- und ein Eigentor, dazu eine spektakuläre Rettungstat auf der Linie – und das alles in nur 61 Minuten. Unterhachings Sturmroutinier Dominik Stroh-Engel erlebte beim Torfestival in Halle (5:3) am Sonntag das nach eigener Aussage verrückteste Spiel seiner Profikarriere. Gleichzeitig nährte der 34-jährige Angreifer mit seiner Treffsicherheit bei seinem ersten Startelfeinsatz seit Dezember die Hachinger Hoffnungen auf den Sprung in die Zweitklassigkeit. Denn weil die Konkurrenz am Wochenende patzte, befindet sich die Mannschaft von Trainer Claus Schromm zwölf Spieltage vor Schluss punktgleich mit Tabellenführer Duisburg auf Aufstiegsrang zwei.

Herr Stroh-Engel, acht Tore, eine intensive und nervenaufreibende Schlussphase. Wie bewerten Sie das Spiel gegen den Halleschen FC mit ein wenig Abstand?

Unser Ziel war eigentlich, einen Punkt mitzunehmen. Jetzt sind wir einfach nur glücklich. Einen Sieg in Halle hätten wir davor sofort unterschrieben. Dass es aber so ein wildes Spiel wird, damit konnte man nicht rechnen. Am Ende des Tages haben wir die drei Punkte mitgenommen und nur das zählt. Nächste Woche fragt niemand mehr, wie das Ergebnis zustande gekommen ist.

Für Sie persönlich war es auch ein verrückter Nachmittag. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Das war das verrückteste Spiel meiner Karriere. Ein Eigentor habe ich noch nie geschossen. Es lief offensiv einfach gut. An so einem Tag klappt dann eben alles, auch das Eigentor habe ich souverän verwandelt (lacht).

Können Sie sich an ein ähnlich verrücktes Spiel erinnern?

Wir haben mal (2013/Red.) zu Hause mit Darmstadt gegen Rostock 6:0 gewonnen. Zur Pause stand es 2:0, dann habe ich vier Tore in einer Halbzeit geschossen. Das war ähnlich verrückt und auch so ein Spiel, von dem man immer erzählen kann.

Warum wurden Sie nach 61 Minuten ausgewechselt?

Das war so abgesprochen. Für die Schlussphase noch mal einen frischen Stürmer zu bringen macht mehr Sinn, als dass ich mich noch 30 Minuten über den Platz quäle. Wir haben einen so ausgeglichenen Kader, da geht das.

Stephan Hain, der für Sie in die Partie kam, traf dann auch noch doppelt. Hat Haching jetzt ein Luxus-Problem im Sturm?

Ja, aber genau das wollte der Verein auch. Dass man bei einer Schwächephase oder Verletzung einen Stürmer eins zu eins ersetzen kann. Wir gönnen uns das auch gegenseitig, und wenn wir das Wunder schaffen sollten, profitieren wir ja alle davon. Aber Gott sei Dank bin ich nicht der Trainer und muss nicht aufstellen.

Sie haben das Wunder angesprochen. Jetzt ist Haching punktgleich mit Duisburg an der Spitze. Was macht das mit der Mannschaft?

Die Stimmung könnte nicht besser sein. An ein paar kleinen Schrauben müssen wir noch drehen, um das auch konstant runterzuspielen. Wir machen vieles richtig, aber die heiße Phase der Saison kommt ja erst noch. Es ist eng in der Tabelle. Mit zwei Niederlagen ist man schon wieder im Mittelfeld.

Ist der Aufstieg also das ausgeschriebene Ziel?

Da bin ich der falsche Ansprechpartner. Das müssen Sie den Präsidenten oder den Trainer fragen. Wir wollen im April noch vorne dabei sein und um die Aufstiegsränge mitspielen. Und wenn wir dann noch oben dabei sind, wollen wir es natürlich auch schaffen.

Freitagabend steht das Drittliga-Derby gegen den FC Bayern II an. Wie geht man an dieses Spiel heran?

Da werden wir uns jetzt die Woche unsere Gedanken machen. Bayern hat am Montag noch gespielt, eine anstrengende Busfahrt hinter sich und einen Tag weniger der Regeneration. Sie sind aber natürlich in einer sehr guten Verfassung. Wir wollen zuhause am Freitag auf jeden Fall einen richtigen Fight abliefern und die Punkte mitnehmen.

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