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Sonderlob für Mantl

„Dreckiger Sieg“ gegen Viktoria Köln: Haching bezahlt teuer - beklagt zwei Verletzte

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Die SpVgg Unterhaching gewinnt mit viel Glück gegen Viktoria Köln. Für Claus Schromm ein ungewohntes Ereignis.

VON MARTIN BECKER

Unterhaching – Seit ziemlich genau 20 Jahren arbeitet Claus Schromm als Fußballtrainer, und er lernt immer noch dazu. Nach zwei Jahrzehnten hat der Cheftrainer der SpVgg Unterhaching jetzt nämlich eine völlig neue Erfahrung gemacht. „Normalerweise sitzt ich immer auf der anderen Seite“, sagte Schromm bei der Pressekonferenz nach dem 2:0 (0:0)-Sieg bei Drittliga-Aufsteiger Viktoria Köln. Dann müsse er sich das Lob des gegnerischen Trainers anhören, ach wie toll Haching gespielt habe. Und trotzdem als Verlierer vom Rasen schlich. Diesmal, im Sportpark Höhenberg, lief es genau andersrum als schon so oft: Viktoria Köln spielte ordentlich, Haching schwächelte – und gewann trotzdem. Gar von einem „dreckigen Sieg“ sprach Schromm. Und entschuldigte sich beinahe dafür: „Die Herausforderung nun wird sein, dass wir uns darüber genau freuen wie über normale drei Punkte.“

Der Lerneffekt bei der SpVgg wird sein: Es geht auch anders. Ohne Dominanz und Schönspielerei, ohne eindeutiges Kräfteverhältnis. „So ein Spiel haben wir in der 3. Liga noch nie erlebt“, resümierte Schromm. Wir hatten so wenig den Ball, und der Gegner hat das mit dem Ball sehr gut gemacht. Offensiv haben wir keinen guten Tag erwischt.“ Klingt nach der Analyse einer Niederlage, aber, und das ist die neue Erkenntnis: Auch ein schlechtes Spiel lässt sich gewinnen.

Dass Haching überhaupt mit einem 0:0 in die Halbzeitpause ging, sei vor allem Torwart Nico Mantl zu verdanken gewesen, betonte Schromm. Der junge Keeper musste in der Schlussviertelstunde der ersten Hälfte gleich mehrmals in höchster Not retten, unter andere, gegen Mike Wunderlich (32.) und Fabian Holthaus (40.).

0:0 also statt 0:2 aus Hachinger Sicht – der Trainer der Kölner, Pavel Dotchev, meinte dazu: „Wir haben das Spiel dominiert, daraus aber kein kapital geschlagen.“ Und es kam noch schlimmer für die Kölner, denn in Durchgang zwei gelang der SpVgg Unterhaching binnen weniger Minuten ein Doppelschlag durch Moritz Heinrich (63.) und Sascha Bigalke (69.) . Köln, bis dahin stets gefährlich, ließ nun die Schultern hängen, konnte in der Schlussphase nicht mehr zulegen. „Diese Niederlage ist für uns sehr schwer nachzuvollziehen“, fand der Kölner Trainer, lobte dann aber doch seinen Kollegen Schromm und nannte spielrelevante Parameter: „Unterhaching hat nach der Pause auf ein 4-4-2-System umgestellt, auf unsere Fehler gewartet und auf Konter gelauert. Leider ist dieser Plan aufgegangen – der Gegner war sehr gut auf uns eingestellt.“

Ein paar Wermutstropfen gab es für die Hachinger dennoch, trotz des ersten Auswärtssieges und einem vierten Tabellenplatz hinter dem Spitzen-Trio FC Ingolstadt, MSV Duisburg und Eintracht Braunschweig. Mit Luca Marseiller und Lucas Hufnagel humpelten nämlich zwei Spieler verletzt zum Flugzeug, beide mussten ausgewechselt werden; Diagnosen gibt es noch keine. Den dritten Wechsel des Nachmittags indes hatte Schromm vorab schon angedeutet: Neuzugang Dominik Stroh-Engel kam ab der 79. Minute zu einem Kurzeinsatz. Im Angriff mangelt es derzeit nicht an Alternativen.

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