Stochern im Nebel: Daniel Hofstetter sitzt seinem Stuttgarter Gegenspieler im Nacken. Wenig später verletzte sich der Hachinger am Knie. Foto: rmf

Standfest auf glitschigem Boden

Unterhaching - Die SpVgg Unterhaching hat sich im Kampfspiel beim VfB Stuttgart II besser als zuletzt mit den Bedingungen arrangiert. Und ist dafür zumindest mit einem Teilerfolg belohnt worden.

Von Robert M. Frank

Stuttgart/Unterhaching - Zuletzt hatten sie beim 1:2 in Dortmund noch über den matschigen Untergrund geklagt. Nach dem 0:0 beim VfB Stuttgart II war diesmal von den Prodis der SpVgg kein Wehklagen zu hören. „Fünf bis sechs Mal im Jahr spielt man auf so einem Geläuf, da muss man sich halt etwas einfallen lassen“, sagte SpVgg-Teamchef Manuel Baum entspannt. Auch für die Partie gegen die Schwaben hatte sich der 33-Jährige zusammen mit Chef-Trainer Claus Schromm etwas einfallen lassen. Bei Nebel, Schneefall und schlammigem Untergrund ließ das Trainerteam eine andere Startelf auflaufen. Anstelle von Yasin Yilmaz und Marius Willsch spielten Quirin Moll und Benjamin Kauffmann von Beginn an. Tobias Schweinsteiger ersetzte im Vergleich zur Partie in Dortmund Dominik Rohracker. Sowohl Yilmaz als auch Rohracker wurden nicht einmal eingewechselt.

Schweinsteiger und Moll täten sich auf so einem Untergrund leichter als die Techniker Yilmaz und Rohracker, so Baum. Die Rechnung ging zumindest teilweise auf. Die Hachinger wurden trotz einiger Chancen der Gastgeber nicht mit der sechsten Pleite im achten Spiel des Jahres bestraft. Zwar ragten sowohl Schweinsteiger als auch Moll nicht besonders heraus. Doch in dem Kampfspiel hielten beide kämpferisch ebenso gut dagegen wie die komplette Mannschaft. „Das war kämpferisch in Ordnung, darauf können wir aufbauen“, befand Jonas Hummels, der erneut als Kapitän in der Startelf stand. Vor allem in der Abwehr ging die SpVgg im Vergleich zum Dortmund-Spiel konzentrierter zu Werke. Dicke Schnitzer wurden trotz des schwammigen Untergrunds vermieden.

„Wir haben das Defensivverhalten aufgearbeitet und uns stabiler verhalten als in Dortmund. Da haben wir zu viele Fehler gemacht“, zeigte sich Korbinian Müller erleichtert. Für Müller war es nach dem 1:0 gegen Aachen bereits das zweite Spiel ohne Gegentor im Dress der Hachinger. Umso bemerkenswerter war die Leistung des Lenggriesers, da dem 21-Jährigen in seinem achten Drittliga-Spiel von dem Nebel die Sicht in der ersten Hälfte stark behindert wurde. Als er eine Flanke fing und das Spiel schnell machen wollte, musste er sogar kurz stoppen. „Ich habe den Ball gefangen und wusste dann nicht so recht, wie es weiter geht“, so Müller. Die Hachinger konnten bis auf die schwere Verletzung von Daniel Hofstetter kurz vor Spielende (siehe Kasten) glücklich sein. „Wir sind mit dem Punkt voll zufrieden“, stimmte Baum zu. Kein Wunder. Nicht nur sein Team hatte dem Teamchef in Stuttgart mehr Laune gemacht als in Dortmund. Sondern auch der Platz. „Der war dieses Mal sogar besser.“

Quelle: fussball-vorort.de

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