Ein Streitpunkt: der Hachinger Sportpark. Foto: Sven Leifer

Schwabl: "Wir wollen eine Lösung"

Streit um die Hachinger Stadionpläne

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Sportlich scheint bei den Hachingern aktuell die Sonne, das Team von Claus Schromm befindet sich in ruhigen Drittliga-Fahrwassern. Infrastrukturell steht der Verein hingegen vor zwei große Baustellen: 

Die immerwährende Stadionfrage sowie die laut Präsident Manfred Schwabl „alternativlose“ Ausgliederung der Profimannschaft inklusive aller Mannschaften ab der U?16 aus dem e.V.

Doch während bei letzterem Punkt im Vorstand- wie in der Anhängerschaft weitgehend Einigkeit herrscht, ziehen in der Diskussion um den Sportpark dunkle Wolken auf - dies wurde bei der Mitgliederversammlung der Hachinger am Donnerstag deutlich, als sich der Bürgermeister von Unterhaching, Wolfgang Panzer, mehrmals den Fragen der Mitglieder bezüglich der Stadionzukunft stellen musste und anschließend der Vereinsführung lautstark mangelnde Unterstützung vorwarf.

Die Gemeinde ist als aktueller Eigentümer des Sportparks für Rasenpflege und Instandhaltung zuständig und beschloss kurz vor Beginn der aktuellen Saison, die Osttribüne wegen baulicher Mängel zu schließen - ein Umstand, der bei den Hachinger Verantwortlichen sauer aufstieß und den Wunsch verstärkte, das Stadion selbst zu unterhalten. „Wir sind an einem fairen, langfristigen Deal mit der Gemeinde interessiert und auch bereit, ins Risiko mitzugehen“, bestätigt Haching-Präsident Manfred Schwabl der tz. „Aber da muss uns auch die andere Seite entgegenkommen.“

Konkrete Verhandlungen gab’s noch nicht, auf dem Tisch liegt aber ein Hachinger Lösungsvorschlag - dieser werde laut Panzer derzeit von Gemeindeseite „ordentlich geprüft, schließlich geht es bei etwaigen Umbaumaßnahmen um viel Steuergeld, das wir zu verantworten haben.“ Die Aufregung kann er ohnehin nur eingeschränkt nachvollziehen: „Der Rasen ist ja bespielbar, der Ligabetrieb kann wie vertraglich vereinbart stattfinden.“

In den Pachtverträgen, die in der 1990er Jahren unter der Ägide von Engelbert Kupka beschlossen wurden und bis 2020 (mit vereinsseitiger Option bis 2025) gültig sind, versteckt sich nach tz-Informationen ein pikantes Detail: Steigen die Hachinger nämlich in die Zweite Liga auf, muss die Gemeinde als Stadioneigentümer auch dafür aufkommen, die deutlich gehobenen DFB-Standards zu erfüllen. Dazu gehört auch eine minimale Stadionkapazität von 15?000 Zuschauern, die der Sportpark nur mit geöffneter Osttribüne hat (15?053). Unter Zugzwang steht also eher die Gemeinde. Schwabl: „Wir wollen eine Lösung - wenn daraus aber nichts wird, können wir damit auch leben.“

Text: Max Kramer

Quelle: fussball-vorort.de

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